Narrenverein Randenmale Rengetsweiler verschiebt Dämmerumzug auf 2022

Bericht Südkurier vom 24.08.2020

  • Corona-Pandemie sorgt für viele Unwägbarkeiten
  • Bisherige Kosten in überschaubarem Rahmen
  • Vereinsmitglieder und Vereine zeigen Verständnis
Die Enttäuschung ist in den Gesichtern abzulesen. Der Vorstand des Narrenvereins Randenmale Rengetsweiler verschiebt aufgrund der Unwägbarkeiten durch die Corona-Pandemie seinen geplanten Dämmerumzug zum „40+1“ Bestehen des Vereins auf 2022. v.l. Patrick Obert, Vorsitzender Patrick Poferl, Schriftführerin Ulrika Obert und die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Schellenberg.

Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betont hatte, er könne sich in Zeiten der Corona-Pandemie nicht vorstellen, dass es 2021 Fastnacht geben könne, wird dieses Thema auch in der Region heiß diskutiert. Während es aus Sicht der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) für eine Entscheidung noch zu früh ist und auch die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee vor zu großer Hast warnt, hat die Vereinsspitze des Narrenvereins Randenmale Rengetsweiler bereits in einer Sitzung am 17. Juli eine Entscheidung gefällt.

Der rührige Narrenverein verschiebt seinen ursprünglich am 16. Januar 2021 geplanten Großen Dämmerumzug anlässlich des „40+1“. Vereinsbestehens auf den 22. Januar 2022. Dieser Entschluss sei „schweren Herzens“ gefällt worden, unterstreicht Schriftführerin Ulrika Obert. Vorsitzender Patrick Poferl und seine Stellvertreterin Kerstin Schellenberg begründen die Verschiebung mit den Ängsten, Risiken und Ungewissheiten durch die Corona-Pandemie. Man könne nicht voraussehen, wie sich diese entwickle und einschätzen, welche Auflagen es für die Veranstaltung gebe.

Rücksprache mit dem Gesundheitsamt

Vor der Entscheidung hatte die Vereinsspitze Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gehalten. Ferner belaufen sich zum jetzigen Zeitpunkt die bisher entstandenen Kosten noch im überschaubaren Rahmen, sind Poferl und Schellenberg froh. „Die Vereinsmitglieder und die Vereine, die die Besenwirtschaften bewirtet hätten, hatten Verständnis für unsere Entscheidung“, schildert Patrick Poferl. Auch der Zeltverleih zeigte Verständnis und so entstanden keine Stornierungskosten für das reservierte große Festzelt.

Die Randenmale bei einem Narrenumzug.
Die Randenmale bei einem Narrenumzug.

Neuer Termin am 22. Januar 2022

Der neue Termin für den Großen Dämmerumzug wurde auf den 22. Januar 2022 festgelegt. „Der Rest bleibt wie gehabt“, verspricht Poferl. Das Konzept für den Dämmerumzug war bereits bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und alle Planungen sozusagen in „trockenen Tüchern“. Dem Verein lagen bereits die Zusagen von 2500 Umzugsteilnehmern vor. Diese Zusagen sind die Grundlage für die neuen Planungen.

Am Nachmittag des 22. Januar 2022 soll es eine Narrenmesse geben, danach einen Zunftmeisterempfang. „Damit die kleinen Kinder den Umzug mit Oma und Opa noch anschauen können und man vom Umzug noch was sieht, findet dieser gegen 16 bis 17 Uhr statt“, beschreibt der Vereinsvorsitzende. In der Halle bewirtet der Narrenverein Randenmale selbst die Gäste, auf dem Festplatz rund um die Halle werden Getränke und Speisen von Vereinen aus Rengetsweiler und dem Umland angeboten. Sogar eine Caféstube für Busfahrer soll es geben.

Der Narrenverein

1980 wurde der Verein Randenmale Rengetsweiler gegründet und zählt aktuell 80 aktive und 20 passive Mitglieder. Die Fasnetsfigur „Randenmale“ entstammt dem Rengetsweiler Waldgebiet „Randen“. Damit die Kinder zum Einbruch der Dunkelheit nach Hause kamen, war im Dorf die Sage über ein Männlein entstanden, das nachts aus dem Wald ins Dorf schleichen würde. Auch soll dieses Männlein alljährlich zur Fasnetszeit in den Ort gekommen sein, um zu erzählen, wer unterm Jahr etwas „gebozget“ hat, wem etwas Lustiges passiert ist oder wer von wem auf die Schippe genommen wurde, erzählt die Vereinsgeschichte. Neumitglieder, die Täuflinge, stellen sich alle zwei Jahre bei der Maskentaufe Aufnahmeritualen und Herausforderungen.

Feiern und tanzen wie vor 50 Jahren

Südkurier vom 24. Februar 2020 von Hermann-Peter Steinmüller

➤ Randenmale laden zur 70er-Jahre-Disco ein
➤ 250 Gäste feiern Fasnet in der Randenhalle

Meßkirch-Rengetsweiler – Wo war am Samstagabend im sonst eher stillen Stadtteil im Grenzbereich zwischen Meßkirch und Wald die närrische Hölle am Brodeln? Natürlich in der Randenhalle. Rund 250 bestens auf die Fasnet eingestellte Besucher, vom Grundschulkind bis zum fitten Senior, zeigten sich mit dem Programmangebot der Randenmale mehr als zufrieden. Dabei hatten sich die Stadtteilnarren ein Motto ausgedacht, das mit seinem nostalgischen Anspruch eigentlich eher die älteren Semester angesprochen hätte: „Herzlich willkommen bei der 70er- Discofete“. Doch es wären nicht die Randenmale, wenn es beim wehmütigen Rückblick geblieben wäre. Nein, es war eher ein Fingerzeig an die jungen Leute mit dem Hinweis: „So haben wir vor 40, 50 Jahren in der Disco gefeiert. Bitte nachmachen!“ Noch nicht für die Tanzwelt verloren Was die Nostalgie anbelangt, sprachen Jörg und Margit als Hausmeisterehepaar vielen inzwischen dem Rentenalter entgegengehenden Recken der damaligen Discowelt aus dem Herzen. Jörg und Margit Krumpholz sind auch außerhalb der Fasnet ein Ehepaar und kennen daher ihre Schwächen selbst am besten. Für einen tollen Hüftschwung oder um vom Partner beim Tanzen durch die Luft gewirbelt zu werden, ist Margit inzwischen etwas zu füllig geworden. Und Jörg, der Arme, hat ohnehin Probleme mit seinen Bandscheiben. Trotz dieser Handicaps zeigten die zwei, dass sie doch noch nicht ganz für die Tanzwelt verloren sind. Zumal Jörg, der offenkundig nicht mehr zur ganz jungen Generation gehört, schon am Anfang seinen ausgesprochenen Waschbrettbauch der närrischen Öffentlichkeit präsentiert hatte. Doch es gibt konstante Probleme, die die Discobesucher schon 1975 nervten und die heute ebenso drohend über den Häuptern der führerscheinbesitzenden Tanzpalastbesucher schweben. Gemeint ist natürlich der Alkohol, von dem jeder weiß, dass er beim Autofahrer nichts verloren hat. Doch einfach nur Mineralwasser nippen, während andere Bier, Brandy, Whisky oder Wodka konsumieren? Gar nicht nötig, meinte Heiko Böhler. Der flotte Rengetsweiler hat intensiv an einem Papier für betrunkene Fahrzeuglenker gearbeitet. Einer seiner „guten Ratschläge“ lautete, der alkoholisierte Verkehrsteilnehmer soll unbedingt in der Straßenmitte fahren. Warum? Damit der Gegenverkehr auswählen kann, ob er links oder rechts ausweichen soll. Ein anderes generationsübergreifendes Problem, jedenfalls aus Frauensicht, sind die tanzunlustigen Männer. Sie gehen zwar in die Diskothek, lümmeln sich dort aber hinter der Bar. Desiree Künstle und Julia Hübler führten als muntere Ansagerinnen und Kommentatorinnen durch diese Tanzmuffelszene. Natürlich gab es auch eine Menge Tipps für das erfolgreiche Anbaggern. Genau dieses Problems nahmen sich Dominik Themel und Peter Schulte an. Als Bauern vom Dorf tauschten sie ihre schlechten Erfahrungen bei der Partnerinnensuche aus. Doch die erhoffte Anteilnahme aus dem Publikum blieb aus. Stattdessen ernteten die gefrusteten Männer vom Land nur Hohngelächter aus dem Publikum. Ein Augenschmaus waren die drei Tanzgruppen des Abends – Mädchen, Frauen und Männer hatten sich teilweise seit dem Frühherbst auf diese Auftritte vorbereitet.

Bilder gibt es hier.

Randenmale planen schon für 2021

Südkurier am 14.11.2019

➤ Konzept für Dämmerumzug und Narrentreiben
➤ Narren wollen „40+1“-jähriges Bestehen groß feiern
➤ Vereine können Bewirtungsstände übernehmen

Meßkirch – Ein großes Ereignis wirft in Rengetsweiler seinen Schatten voraus. Der Narrenverein Randenmale mit seinen 110 Mitgliedern feiert 2021 seinen „40+1“-Geburtstag mit einem großen Dämmerumzug und anschließendem Narrentreiben im Dorf. In der Hauptversammlung informierten Patrick Poferl, seit einem Jahr Vorsitzender der Randenmale, und der Vorstand die Mitglieder über das Konzept für Veranstaltungen.

Gefeiert werden soll am Samstag, 16. Januar 2021 mit einem Narrengottesdienst, einem Zunftmeisterempfang und Dämmerumzug. Im Neubaugebiet Jordanbach am südlichen Ortsrand werden zentral Busparkplätze eingerichtet, um den Weg für die rund 2500 erwarteten Hästräger zum Aufstellungsplatz im Kirchleäcker am Ortsausgang Richtung Göggingen kurz zu halten.

Aufruf zu Garagenverkäufen

„Wir wollen die Bevölkerung dazu ermutigen, Garagenverkäufe zu machen“, unterstrich der 29-jährige Vorsitzende. Das gilt vor allem für die Anwohner im Kirchleäcker. Was angeboten wird, obliege den Anwohnern. Die Umzugsstrecke wird entlang der Straße „Im Unterdorf“ zur Randenhalle führen. Zentral um die Randenhalle liegt das Festgelände. In der Halle bewirtet der Narrenverein Randenmale selbst. Vor dem Halleneingang werden Essensstände an interessierte Vereine aus dem Ort vergeben. Auf dem Hof der ehemaligen Schule und der darüber liegenden Grünfläche werden Vereine Zelte für den Getränkeverkauf aufbauen. Seit rund einem halben Jahr plant der Vorstand diese Großveranstaltung und legte den Mitgliedern nun die Detailplanungen und Konditionen vor, nach
denen die Essensstände und Festzelte vergeben werden. Außerdem ist ein einheitliches Pfandsystem geplant. Die Vereine im Ort, die der Narrenverein als Kooperationspartner für die große Veranstaltung gewinnen will, wurden bereits vorab bei einer Veranstaltung informiert. Der Narrenverein Randenmale wurde im Jahr 1980 gegründet, damals noch unter dem Namen Rengetsweiler Narren. Seit dem Jahr 2000 sind die Randenmale Mitglied bei den Narrenfreunden Linzgau. Zu diesem Verbund gehören auch der Narrenverein Herdwanger Eselohren, die Hilb-Hex Kalkreute Spöck, der Narrenverein Altheimer Drachen, die Fohlenhofer Galgenrösser Selgetsweiler und der Narrenverein Kehlbachratten Otterswang 1996.

Die Figur Randenmale stammt aus dem Waldgebiet Randen bei Rengetsweiler. Damit Eltern ihre Kinder zum Einbruch der Dunkelheit nach Hause locken konnten, entstand im Dorf die Sage über ein Männlein, das nachts aus dem Wald in den Ort schleicht. Die Vereinsgeschichte der Randenmale besagt außerdem, dass dieses Männlein alljährlich zur Fasnetszeit in den Ort gekommen sei, um zu erzählen, wer unterm Jahr etwas „gebozget“ hat, wem etwas Lustiges passiert ist oder wer von wem auf die Schippe genommen wurde.

Geschenke zur Eingemeindung: Was die Gemeindereform den ehemals selbstständigen Kommunen rund um Meßkirch brachte

Südkurier vom 27. September 2019

Gedächtnis der Region: Die Eingliederung nach Meßkirch in den 1970er Jahren war für die Kommunen ein hoch emotionales Thema. Während einige sich freiwillig eingemeinden ließen, klagten andere dagegen – vergeblich. Profitiert haben die Kommunen jedoch letztlich alle in gewisser Weise von dem Zusammenschluss.

Kaum eine politische Entscheidung dürfte die Landkarte in unserer Region so einschneidend verändert haben wie die Gemeinde- und Kreisgebietsreform. Seit den 60er Jahren hatte es Überlegungen gegeben, die unterschiedliche Entwicklung der Gemeinden nach 1945 im Hinblick auf Bevölkerungsentwicklung, Verkehrsanbindung, Wohnungsbau, Kaufkraft und Infrastruktur durch eine Gemeinde- und Kreisreform auszugleichen.

Die Große Koalition in Stuttgart (CDU und SPD) beschloss am 1. September 1968 die Gemeindereform: Lebens- und leistungsfähige Ober-, Mittel-, Unter- und Kleinzentren sollten entstehen. Das Kreisreformgesetz vom 26. Juli 1971 präzisierte und beschleunigte das Verfahren. Nach der Landtagswahl 1972 setzte die CDU das begonnene Reformwerk fort.

Igelswieser machen den Anfang

Die erste Phase ab 1970 setzte auf Freiwilligkeit. Den Kommunen, die sich eingemeinden ließen, gab die Landesregierung Sonderzuschüsse, was in manchen Fällen die Entscheidung leichter machte. So machte in Meßkirch die nahe gelegene hohenzollerische Enklave Igelswies den Anfang. Angesichts der Tatsache, dass der Ort nach den Vorgaben der Reformer für eine weitere Selbstständigkeit als zu klein galt, bisherige Kreisgrenzen keine Rolle spielen sollten, kein anderer größerer Ort in der Nähe außer Meßkirch in Frage kam und die Igelswieser Kinder seit Langem die Schulen in Meßkirch besuchten, nahmen die Gemeinderäte von Meßkirch und Igelswies nach vielen Verhandlungen am 8. November 1971 die Eingliederungsvereinbarung einstimmig an.

Stadt Meßkirch verpflichtet sich zu zahlreichen Maßnahmen

Die Igelswieser verkauften sich nicht billig und ließen sich die schmerzliche Trennung von der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zu Hohenzollern gut bezahlen. Meßkirch verpflichtete sich unter anderem zu einer Ausbaggerung und Uferbefestigung der Ablach, zum Ausbau und der Unterhaltung des Feldwegenetzes sowie der Ortsentwässerung. Dazu kamen der Ausbau der Kreisstraßen K 70 sowie K 104a einschließlich Gehwege und Straßenbeleuchtung entlang der Ortsdurchfahrt, die Reparatur der Brückenfundamente beim Sägewerk Birk, die Beförderung von Kindern zu den Meßkircher Kindergärten und der Winterdienst auf Igelswieser Ortsstraßen.

Dazu ist anzumerken: Bisher räumten die Schneepflüge des Kreises Stockach nur auf badischen Kreisgemarkungen, nicht aber in Igelswies. Am Nachmittag kam der Schneepflug aus Sigmaringen und räumte in Igelswies den Schnee weg, aber nicht in Menningen.

„Vernunftehen“ statt „Liebesheiraten“

Als nächste Gemeinden folgten Heudorf, Langenhart, Menningen und Rohrdorf mit ähnlich ausführlichen Vereinbarungen. Am Dreikönigstag 1974 fand in der Stadthalle die Eingliederungsfeier unter Mitwirkung aller Gesangvereine und Musikkapellen aus den Ortsteilen statt. Bürgermeister Siegfried Schühle stellte heraus, dass es sich bei der Eingliederung nicht um „Liebesheiraten“, sondern um „Vernunftehen“ handle.

Landrat Max Gögler sagte, die mit der Stadt Meßkirch ausgehandelten Verträge böten eine sichere Grundlage, mit den Problemen, die allgemeine Veränderung und Zivilisation mitgebracht hätten, fertig zu werden. Die Ortsvorsteher wiesen darauf hin, dass sich vorangegangene Bürgeranhörungen mit dem Votum gegen den Anschluss an Meßkirch nicht gegen die Stadt gerichtet hätten, sondern dem Willen, die Selbstständigkeit zu bewahren, geschuldet gewesen seien.

In manchen Kommunen herrschte Widerstand

Widerstand gab es auch in den Tälegemeinden. Sie hatten früher alle zum Gebiet des Klosters Wald gehört und waren nach der Säkularisation hohenzollerisch geworden. Aber alle Versuche, sich nach dem früheren Hauptort Wald eingemeinden zu lassen, scheiterten. So unterzeichneten Dietershofen (mit Buffenhofen) und Ringgenbach am 17. Juni 1974 ihrerseits den Vereinbarungstext.

Beide Bürgermeister betonten, sie hätten die Einsicht gewonnen, dass ein Handeln gegen den Regierungsvorschlag nur Nachteile mit sich bringe. Am längsten sträubte sich Rengetsweiler. Die Gemeinde strengte sogar eine Klage gegen die Eingemeindung nach Meßkirch an, unterlag jedoch vor dem Staatsgerichtshof. Seit dem 1. Januar 1975 ist auch Rengetsweiler ein Ortsteil von Meßkirch.

Nach und nach werden die Gemeindehäuser gebaut

In der Folge gab es auch viele Vorteile für die Ortsteile: Straßen wurden saniert oder neu gebaut, Kanalisationen verlegt, neue Bau- und Gewerbegebiete erschlossen und Gemeindehäuser gebaut. Die erste neue Turn- und Festhalle entstand in Rohrdorf. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde die in nur einjähriger Bauzeit errichtete Benzenburghalle am 25. Januar 1976 eingeweiht.

Bürgermeister Schühle sagte, nur durch den Zuschuss von 50 Prozent der Kosten in Höhe von 645 000 DM aus dem Konjunkturprogramm des Bundes sei der Bau so schnell möglich gewesen. In den anderen Ortsteilen ging es mit den Gemeindehäusern nicht so schnell: Ringgenbach 1981, Menningen 1982, Rengetsweiler 1991, noch später Langenhart und zuletzt Heudorf 2018 gingen aber nicht leer aus.

Enormer Einsatz für neues Spielfeld

Bericht: Südkurier, 15. August 2019

Enormer Einsatz für neues Spielfeld

Fußballer legen sich mächtig ins Zeug – Offizielle Einweihung am 7. September

Ralf Müller (Beisitzer), Johannes Schulte (Beisitzer), Bernd Müller (Schriftführer), Gerhard Speh (Vorsitzender), Michael Speh (sein Stellvertreter), Kassierer Reinhard Ehrenmann und Beisitzer Peter Schulte (von links) sind überzeugt, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat. Jetzt heißt es erstmal etwas Luft holen. So eine neue Trainerbank ist da genau das Richtige.
| Bild: Karlheinz Fahlbusch


Meßkirch-Rengetsweiler – Wenn am 7. September die Einweihung des sanierten Sportplatzes in Rengetsweiler gefeiert wird, dann ist das auch ein gutes Beispiel dafür, dass bürgerschaftliches Engagement eine ganze Menge bewegen kann.
In diesem Fall etliche Tonnen Erde. Die kam vom Neubaugebiet in Rengetsweiler und von der Erweiterung des Parkplatzes bei Campus Galli. Die Stadt und
Landwirte aus der Gegend halfen beim Transport. „Da sind wir echt dankbar“, sagt Gerhard Speh.

Er ist der Vorsitzende vom SV Rengetsweiler und erzählt davon, dass an jedem
Wochenende Helfer im Einsatz waren, um den kompletten Platz nicht nur zu erhöhen, sondern auch noch auf 57 Meter zu verbreitern. Das war teilweise echte Knochenarbeit. Unmengen an Erde mussten verteilt und planiert werden. Ohne
hilfreiche Landwirte wäre das nicht gegangen.

Außerdem mussten die Flutlichtmasten versetzt werden. „Dazu stellte Herbert Alber
selbst gebaute Maschinen zur Verfügung“, sagt Vize Michael Speh. Auch sonst war der Unternehmer ein Glücksfall für das Vorhaben des Sportvereins. Der gesamte Vorstand ist voll des Lobes für Alber und die zahlreichen anderen Firmen, die mit Material und Know-how geholfen haben, die große Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Es dürften rund 1270 Stunden gewesen sein, die hier ehrenamtlich geleistet wurden. Und die von Herbert Alber sind da noch gar nicht eingerechnet. Die vielen Schweißtropfen natürlich auch nicht. Denn der heiße Sommer forderte für den neuen Rasen viel Wasser und da musste täglich gesprengt werden.
Derzeit sieht man sattes Grün auf dem idyllisch am Ortsausgang in Richtung Wald
angelegten Sportgelände. Auch die Ballfangnetze sind bereits versetzt und sie selbst gebauten Trainerbänke stehen bereit für das erste Spiel. Doch beinahe wäre aus der ganzen Sache nichts geworden. „Eigentlich war das Projekt für uns gestrichen, nachdem wir Angebote eingeholt hatten“, sagt Gerhard Speh. Auch Kassierer Reinhard Ehrenmann hatte sein Veto eingelegt. Mit errechneten Kosten von 100.000 Euro hätte der neue Sportplatz die Kassenlage zum Notfallpatienten gemacht. Doch dann kam einmal mehr Herbert Alber ins Spiel. „Der hat dann einen großen Teil gesponsert und wir bekamen viele Materialspenden“, freut sich der Vorsitzende.

Außerdem konnte man die Kosten durch viel Eigenleistung drücken. An Arbeit und Geld sind nun 75 000 Euro zusammengekommen. Von den Sportverbänden gab es allerdings nichts. Weil man durch die Spielgemeinschaft mit Walbertsweiler im Erwachsenenbereich sowohl im württembergischen als auch im badischen Fußballverband Mitglied ist, gab es da bislang noch keine Zusage. Zudem finden auf dem Platz in Rengetsweiler keine Spiele der ersten Mannschaft statt. Die spielt in Walbertsweiler als FV WaRe zusammen mit den dortigen Kickern.

Für den Außenstehenden klingt das alles etwas kompliziert. Doch in Rengetsweiler
nimmt man die Sache pragmatisch. „Es ist halt so“, heißt es aus der Vorstandsriege.

Aber man sei in der Gemeinde gut verwurzelt und das habe sich auch bei dem Vorhaben ausgezahlt. Und ganz wichtig: „Wir haben kein Plastikproblem“, stellt der Vorsitzende zu aktuellen Diskussionen fest. Es sei ein reiner Rasenplatz. Die Pflege muss der Verein selbst leisten. Und auch dafür braucht man Hände die anpacken. In Rengetsweiler ist man sicher, dass die auch in Zukunft zur Verfügung stehen.


Der Boden wurde von der Stadt Meßkirch vom Campus Galli gebracht. Das war
eine große Hilfe. Auch sonst gab es viel Unterstützung.


Die Steine wurden per Hand aufgesammelt. Kein Spaß bei großer Hitze.



Mit Maschinenunterstützung wurden die neuen Ballfanggitter gesetzt.


Einweihung

Samstag, 7. September
11.30 Uhr: FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler 3 – SG Sipplingen 2 (Kreisliga C)

13.30 Uhr: FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler 2 – TSV Aach-Linz 2 (Kreisliga B)

15.15 Uhr: Offizielle Einweihung durch Bürgermeister Arne Zwick, Ortsvorsteher Berthold Sauter, Herbert Alber und den Vorstandsmitgliedern des SV Rengetsweiler und des FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler. Es spielen die Rengetsweiler Musikanten.

16 Uhr: FV Walbertsweiler/Rengetsweiler – SV Denkingen (Landesliga)

Bereits am Freitag, 6. September, hält die AH ein Elf-Meter-Schießen ab.


Karlheiz Fahlbusch, Südkurier Meßkirch, 15.08.2019

Berthold Sauter erneut Ortsvorsteher von Rengetsweiler

Bericht: Südkurier, 01. August 2019

Berthold Sauter erneut Ortsvorsteher von Rengetsweiler

Konstituierende Sitzumg am 22.07.2019 in der Randenhalle

Von links: Reinhard Ehrenmann, Fabian Huber, Thomas Liehner, Tobias Vochazer, Ulrike Löffler, Alfred Weidele, Berthold Sauter, Bürgermeister Arne Zwick und Hauptamtsleiter Matthias Henle.
Bild: Privat


Rengetsweiler – Nicht einmal eine halbe Stunde benötigte Bürgermeister Zwick, um in der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates Rengetsweiler die ausscheidenden Räte zu verabschieden und die neuen zu vereidigen. Im Nebenraum der Randenhalle fand im Beisein von interessierten Bürgern die öffentliche Sitzung statt. In einer offenen Abstimmung wurde der bisherige Ortsvorsteher Berthold Sauter vom neuen Gremium einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig wurde der junge Rengetsweiler Fabian Huber zu seinem Stellvertreter gewählt.


Südkurier Meßkirch, 01.08.2019

Live-Bands satt beim Open-Air

Bericht: Südkurier, 08. Juli 2019

Live-Bands satt beim Open-Air

In Rengetsweiler rocken Fans am Samstagabend – Tolle Stimmung hält bis in die Nacht an

Lea und Gerhard Löffler heizten als Lea`s Band die Stimmung an. Mit Folk, Hits der 70er und 80er punkteten sie beim Publikum in Rengetsweiler. |
Bilder: Christl Eberlein


Meßkirch-Rengetsweiler – Vier Live Bands rockten am Samstag die Bühne am Sportplatz von Rengetsweiler. Beim vierten Rengetsweiler Open-Air brannte die Luft nicht nur auf der Bühne, sondern auch davor. Der SV Rengetsweiler sorgte erneut dafür, dass sich die Besucher der Veranstaltung rundum wohl fühlen konnten. Getränke, leckere Speisen und Musik, Musik, Musik machten aus dem Open-Air-Event eine runde Sache. Das Open-Air gehört eben bereits zum Pflichtprogramm der Veranstaltungen im Ort und sollte natürlich ein voller Erfolg werden. Sowohl für die Organisatoren als auch für die Besucher. Für Carolin Löffler,
Carina Weißhaupt und Dominic Theml zum Beispiel, war die Anwesenheit am Samstag ein absolutes Muss. Und da waren die drei Freunde nicht allein. Das Gelände am Sportplatz füllte sich beim Eintreten der Dunkelheit immer mehr und damit stieg auch die Stimmung.
In Rengetsweiler trafen sich Jung und Alt auf der „grünen Wiese“ unter freiem Himmel, denn es ging nicht nur um die Musik, das Essen und Trinken, sondern zum Großteil auch um die Geselligkeit und das lockt eben alle Altersklassen an. Bombenstimmung ist kein Privileg von riesigen Festivals. Rengetsweiler zeigte einmal mehr, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern dass es der kleine Ort beim gemeinsamen Feiern richtig drauf hat.

Für ein erstes musikalisches Warm-up sorgten am Abend Lea und Gerhard Löffler. Folk-Songs und Hits der 70er und 80er hatten die Beiden neben ihren Gitarren und ihrem Gesang im Gepäck. Von „Simon and Garfunkel“ bis zu „Scott McKenzi“, Vater und Tochter aus Rengetsweiler sorgten für einen gemütlichen und auf den Abend einstimmenden Einstieg in das Musikprogramm.

Um Einiges lauter und rockiger wurde es gleich danach mit den „Firefuckers“. Die Lokalmatadore aus Rengetsweiler brauchten nicht lange, um auf heimischem Boden warm zu werden und einen heißen Beate auf die Bretter zu legen. Die Musiker sind seit dem ersten Open-Air in Rengetsweiler dabei und wissen daher ganz genau, was das Publikum vor der Bühne ihres Heimatortes hören will.
Rock-Coversongs satt bekamen die Anwesenden serviert. Bis in die Nacht hinein ging die Party am Sportplatz mit „On Air“ und „Zippo Kennt‘s“ in auf der Bühne weiter. Ein kleines, ländliches Festival aber mit Riesenstimmung, großem Spaßfaktor und Musik, die sich einwandfrei hören lassen kann.



Die „Firefuckers“ rockten am Samstagabend beim Rengetsweiler Open Air die Bühne. Sie gehören seit fest in das Programm der Veranstaltung.



Carolin Löffler, Carina Weißhaupt und Dominic
Theml (von links) vergnügten sich beim Rengertsweiler Open Air am Sportplatz. Sie freuten sich unter anderem auf dem Auftritt der „Firefuckers“ mit denen
Theml im letzten Jahr noch selbst auf der Bühne gestanden hatte.



Schon vor dem Einbruch der Dunkelheit füllten sich das Gelände am Sportplatz von Rengetsweiler mit Publikum. Beim Open Air in Rengetsweiler traten vier Live Bands auf.


Christl Eberlein, Südkurier Meßkirch, 08.07.2019

Rengetsweiler hat jetzt ein Beachvolleyballfeld

Bericht: Südkurier, 29. Mai 2019

Rengetsweiler hat jetzt ein
Beachvolleyballfeld

72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen katholischen Landjugend

Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen katholischen Landjugend bauten Mitglieder der katholischen Landjugend Dietershofen/Rengetsweiler ein Beachvolleybaldfeld. Dieses wurde am Sonntagnachmittag mit einem ersten Speil seiner Bestimmung übergeben. Dabei trat ein Team des Unterdorfs um Spielführer Yannik Wuhrer gegen ein Team
aus dem Oberdorf um Spielführer Heiko Böhler an – unser Bild zeigt ihn gerade bei der Ballanahme. Das Unterdorf gewann das Spiel vor gut 100 Zuschauern in Sätzen mit 2:0. Da Beachvolleayball eine angesagte Mannschaftssportart ist, sei die Idee entstanden, eine entsprechende Anlage innerhalb der 72-Stunden-Aktion in
Rengetsweiler zu bauen, sagte Heiko Böhler in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. In der Ortsverwaltung von Rengetsweiler wie im Meßkircher Bauamt sei die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen. 


Bild: KLJB

Südkurier Meßkirch, 29.05.2019

Viele Talente auf der Bühne

Bericht: Südkurier, 13. Februar 2018

Viele Talente auf der Bühne

Rengetsweiler sucht das Supertalent beim Randenball – Buntes Programm mit Zauberei, Musik und Tanz

In der Randenhalle wurde das Supertalent gesucht. Mehrere Zugaben forderte das begeisterte Publikum beispielsweise beim Männertanz.

Bild: Sandra Häusler


Meßkirch-Rengetsweiler – Rengetweiler suchte das Supertalent in der Randenhalle. Wie immer hatte der Narrenverein Randenmale viel Kreativität und Zeit investiert, um ein vielfältiges Programm beim Randenball auf die Bühne zu bringen. An der Bühnenleinwand prangte großformatig die Jury mit Bruce Darnell, Heidi Klum und Dieter Bohlen. Die Karikaturen hatten Nora Vochazer und Julia Rückert detailgetreu gezeichnet.

Als Moderatorin fungierte Lea Löffler, ihren Co-Moderator Reinhard „Töni“ Ehrenmann hatten die Randenmale nach dem Randenball im vergangenen Jahr bis zum Oberkörper in die Altpapiertonne gesteckt. Stets wurde er in neue Ecken geschoben, aus denen er die rund 220 Gäste unterhielt, wie bei seinem Sinnieren über den Sinn des Lebens. Vorsitzende Daniela Sauter übernahm gereimt die Begrüßung und hieß alle Talente im Saal willkommen. „Ein schönes Programm hattet ihr, mit vielen Jungen“, lobte der Meßkircher Narrenvater Bernd Schank.

„Schlagkräftig“ ging es bei den „Krumbi’s“ Jörg und Margit Krumbholz und ihrer Gesangsdarbietung, begleitet von Wolfgang Löffler, zur Sache. Zehn junge
Randenmale- Damen führten erstmals beim Randenball einen Tanz mit eigener Choreografie vor. Ohne Worte brachte Daniel Moritz zwei romantische Liebeslieder dar und Johannes und Peter Schulte parodierten Helge Schneider und Peter Maffay. „Magic-mäßig“ ging es mit dem Orakel Michael Speh weiter. Der kluge Kopf hatte durch den Heckenschnitt des Nachbarn seinen Unterkörper eingebüßt und hatte für jede Frage der Bürger eine Antwort.

Musiktitel mit Fußpuppen stellte Nora Vochazer dar. Die Sängerinnen Desiree Künstle, Kerstin Schellenberger und Julia Rude gaben kund, dass in jeder Frau ein Stück Hefe stecke, das nur darauf warte, aufzugehen. Benjamin Huber hatte Donald Trump gleich zweimal voll im Griff und Fabian Huber regte sich über das moderne Klumpzeug in vielen Autos auf. Eine Zaubershow boten Julia Rückert und Jonathan Gabele. Die „altgediente“ Frauentruppe zeigte, dass trotz Gehstock noch ganz viel Leben in ihnen steckt.

Einen Vortrag über Kapitalismus und Ausbeutung in der Familie hielt der „Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Meßkirch“ Tobias Vochazer. Illusion gepaart mit Tanz boten die Magier Jörg Krumbholz und Peter Schulte dar und Heiko Böhler machte als verrückter Professor Schall sichtbar und holte sich Arne Zwick als Assistenten. Ein Loblied auf die Schwaben stimmte Manuel Schönfeld an und die Männertanzgruppe am Ende des Programms begeisterte das Publikum so, dass gleich mehrere Zugaben gefordert wurden. Daniela Sauter dankte dem Organisationsteam, den Helfern und fleißigen Akteuren, die mit einer Polonaise von der Bühne zogen.

Anmerkung
der Pressespiegel-Redaktion:


Die Fotos rechts sind nur in der Online- Ausgabe des
Südkurier veröffentlicht, siehe

https://www.suedkurier.de/region/

linzgau-zollern-alb/messkirch/

Beim-Randenball-stehen-viele-Talente-

auf-der-Buehne;art372566,9614671 


Der verrückte Professor (Heiko Böhler,
links) holte sich Bürgermeister Arne Zwick für
sein Experiment als Assistenten.



Das Orakel von Rengetsweiler (Michael Speh) ist ein heller Kopf. Es beantwortete alle Fragen der Rengetsweiler Bürger.



Ene mene, miste, wer schlüpft hier
aus der Kiste? Zauberei gepaart mit Tanz und Witz
präsentierten (von links) Peter Schulte, Jörg
Krumbholz und Lena Stier.



Co-Moderator Reinhard ‚Töni‘ Ehrenmann steckten die Veranstalter in die Altpapiertonne, die je nach Programmpunkt verschiedene Ecken der Bühne gestellt wurde.



Magische Momente versprühten Julia Rückert (links) und Jonathan Gabele auf der Bühne

Sandra Häusler, Südkurier Meßkirch, 13.02.2018

Rasant unterwegs auf Kufen und Rollen

Bericht: Südkurier, 14. Januar 2018

Rasant unterwegs auf Kufen und Rollen

Sie bewegen Meßkirch: Die Rengetsweiler „Täle Ducks“ spielen Eis- und Inlinehockey

Die Täle Ducks üben den schnellsten Mannschaftssport der Welt aus. Liegend von links: Stefan Vycudilik, Thomas Speh. Mitte von links: Spielertrainer Pascal Eckert, Manuel Dufner, Patrik Stadler. Hinten von links: Johannes Schulte, Sergey Martynov, Thomas Schneider, Patrick Schillinger und Karel Vycudilik. |
Bilder: Sandra Häusler


Meßkirch-Rengetsweiler – Sie üben die schnellste Mannschaftssportart der Welt aus: die Rengetsweiler „Täle Ducks“. Eishockey wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer Eisfläche gespielt. Das Ziel: den Puck, eine 200 Gramm schwere Hartgummischeibe, ins gegnerische Tor befördern. 2009 fanden sich junge, Eis-und Inlinehockeybegeisterte junge Männer in Rengetsweiler zu den „Täle Ducks“, einer Abteilung des Sportvereins Rengetsweiler, zusammen.

Gerade hat wieder das Eishockeytraining im Eiszelt Pfullendorf angefangen. Die 500 Quadratmeter große Eisfläche, auf der bis zum Abend Schlittschuhläufer zu Musik gemächlich ihre Bahnen ziehen, gehört im Winter mittwochs von 21 bis 22.30 Uhr den Eishockeyspielern. Im Zelt hört man nun die Bremsgeräusche der Schlittschuhkufen, die dumpfen Schläge auf den Puck und das Auftreffen des Pucks und Anschlagen der Akteure an der Bande.

Eishockey ist ein körperbetonter Sport, deshalb ist die Schutzausrüstung wichtig. Schlittschuhe, Schienbein-und Ellenbogenschoner, Brustpanzer, Helm, Trikot, Handschuhe, Schläger-und Ersatzschläger, all das packen die Spieler in ihre riesigen Taschen. Zusätzliche Ausrüstung trägt der Goalie (Torwart). Es gehört schon Mumm dazu, sich beim Eishockey ins Tor zu stellen, unterstreichen die Spieler.

Seit einem guten Jahr ist Pascal Eckert aus Denkingen-Langgassen nun Coach (Spielertrainer) der „Täle Ducks“. Seit der Saison 2017/18 treten vier Mannschaften aus dem Süden des Landes in der neu gegründeten Eishockey-Hobbyliga Baden-Württemberg gegeneinander an: die „Gladiators“ aus Ravensburg, die „Mammuts“ aus Reutlingen, die „Täle Ducks“ aus Rengetsweiler mit Spielstätte Eissportarena Lindau und die „Phantoms“ aus Villingen-Schwenningen. Die Mannschaftstruktur reicht vom läuferischen Anfänger bis zum ehemaligen Zweitligaspieler, die Spieler sind zwischen 15 und 48 Jahre alt. Einige Spieler – wie Johannes Schulte, Patrik Stadler und Thomas Schneider – sind seit der ersten Stunde dabei. „Anfänger sind gerne willkommen. Wir bringen ihnen schon alles bei“, unterstreicht der 30-jährige Trainer und selbstverständlich dürfen auch an Eishockey interessierte Frauen hier ran an den Puck.



Patrik Stadler im Zweikampf mit Manuel Dufner um den Puck. Thomas Schneider beobachtet die Situation. Von links: Patrik Stadler, Torwart Thomas Speh, Johannes Schulte, Thomas Schneider, Manuel und Dufner Patrick Schillinger.



v.l. Pascal Eckert, Thomas Schneider und Patrick Schillinger verfolgen den Torabschluss der Mannschaftskollegen.


Johannes Schulte, Gründungsmitglied der Täle Ducks, fasziniert an diesem Sport: „Die Geschwindigkeit, das technische Spiel, das hohe Regelwerk und der Teamgeist.“ Die Geschwindigkeit und der Körpereinsatz fordern die Eishockeyspieler und so ist es kein Wunder, dass sie trotz der Kälte im Eiszelt beim Training ins Schwitzen kommen. Von November bis Anfang Februar findet jeweils mittwochs das Eishockeytraining im Eiszelt statt. Dann wechseln die Spieler den Untersatz unter den Füßen und rollen direkt in die Inline-Hockey-Saison, die sie in einer Spielgemeinschaft mit den „Southside Ghosts“, einer Abteilung der Ortsgruppe Neuhausen ob Eck des Schwäbischen Albvereins, bestreiten. Mit den Ghosts trainieren die Ducks jeweils donnerstags ab 19.30 Uhr in der Neuhauser Homburghalle.

Anmerkung der Pressespiegel-Redaktion:

Siehe auch Online-Ausgabe des Südkurier 

https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Rasant-unterwegs-auf-Kufen-und-Rollen;art372566,9574818   

Sandra Häusler, Südkurier Meßkirch, 14.01.2018