Ulrike Löffler kocht einfach, schnell – aber lecker

Bericht aus dem Südkurier vom 12.01.2021 von Sandra Häusler
https://www.suedkurier.de/region/linzgau/messkirch/ulrike-loeffler-kocht-einfach-schnell-aber-lecker;art372566,10708282#

Ulrike Löffler aus Rengetsweiler bereitet für den SÜDKURIER Gnocchi mit Spinatsauce und Kaiserschmarren mit Apfelkompott zu.

Ulrike Löffler kocht gerne und vor allem ist ihr die Verwendung von saisonalen und regionalen Lebensmitteln wichtig. | Bild: Sandra Häusler

Ulrike Löffler aus Rengetsweiler hat ein schnelles, einfaches, aber sehr schmackhaftes Rezept für die SÜDKURIER-Leser gekocht. Sie reagierte auf einen Aufruf dieser Zeitung. Der vierfachen Mutter erwachsener Kinder ist wichtig, regional und saisonal zu kochen. Vor allem möchte sie nicht viel Zutaten zukaufen, sondern in erster Linie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu verarbeiten. Deshalb hat sie sich das Rezept „Gnocchi mit Spinatsauce„ entschieden und zum Dessert Kaiserschmarren mit Apfelkompott zubereitet.

Obwohl Ulrike Löffler seit einigen Jahren während der Sommermonate in ihrem Gartencafé „Café im Grünen“ regelmäßig Gäste bewirtet, erklärt die gelernte Schriftsetzerin, dass sie aufgeregt sei, weil der SÜDKURIER ihr heute auf die „Finger“ schaue. Die zweite Herausforderung lag in den Mengenangaben. Meist koche sie ohne Mengen abzumessen, sondern nach Gefühl, wie viele erfahrene und langjährige Köchinnen.

Für den Kompott eigene Boskoop-Äpfel

Für das Apfelkompott verwendet die 54-Jährige eigene Boskoop Äpfel, die sie schält und in Schnitze schneidet. Sie mag es gerne „stückig“. Dann gibt sie die Apfelstücke zum Saft einer Zitrone und sorgt mit einem „Schuss“ Apfelsaft für die nötige Flüssigkeit zum Kochen. Bereits nach wenigen Minuten zieht der aromatische Duft des Apfelkompotts durch die Küche. „Der Boskoop ist ein wunderbarer Apfel zum Backen“, begründet Ulrike Löffler ihre Wahl. Da das Apfelkompott mit einer Süßspeise serviert wird und der Kaiserschmarren mit Puderzucker bestäubt wird, gibt sie keinen Zucker dazu.

Auch die Spinatsauce ist nach wenigen Minuten bereits gekocht. Den gesäuberten Blattspinat hat Ulrike Löffler bereits blanchiert und mit einem Hackmesser zerkleinert. In Rapsöl dünstet sie feine Zwiebel- und Knoblauchwürfel an, gibt den Spinat dazu. Mit einem Viertelliter Gemüsebrühe löscht sie den Spinat ab und gießt 100 Milliliter Sahne dazu. Dann würzt sie die Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskat.

Gnocchi sind aus Kartoffeln

Dann geht es an die Hauptspeise. Oft werden Gnocchi unter dem Begriff „Pasta“ geführt. Sie werden jedoch aus Kartoffeln zubereitet. Die Kartoffeln für das Menü stammen ebenfalls aus dem eigenen, weitläufigen Obst- und Gemüsegarten. Ulrike Löffler‚s Ehemann Gerhard ist der „Kartoffelbauer“ in der Familie. In der vergangenen Gartensaison hat der pensionierte Berufsschullehrer 70 Kilogramm der Knollen geerntet. Die Kartoffeln hat Ulrike Löffler bereits am Vortag gekocht und frisch gepellt. 750 g Kartoffeln drückt sie für die Gnocchi durch die Kartoffelpresse, gibt zwei Eigelb, den Hartweizengrieß und Mehl für die Bindung dazu.

Den Kartoffelteig formt sie zu einer Rolle, sticht dann kleinere Stücke ab. Jene rollt sie zu zwei Zentimeter dicken Rollen und schneidet mit dem Messer 2,5 cm große Teiglinge ab. Mit einer bemehlten Gabel presst Ulrike Löffler das, für Gnocchi typische Muster in die Oberfläche der Kartoffelkugeln. Die Teiglinge werden in kochendes Salzwasser gegeben. Wenn die Gnocchi an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Mit einem Schaumlöffel entnimmt Ulrike Löffler diese, gibt sie direkt auf dem Teller und serviert sie mit der Spinatsauce.

Aus den Zutaten für den Kaiserschmarren rührt sie einen Teig. Dazu schlägt sie zuvor die Eiweiße steif und hebt diese unter die Masse. Der Kaiserschmarren wird als dicker „Pfannkuchen“ mit etwas Butter oder Margarine in der Pfanne gebacken, in Stücke geteilt, mit Puderzucker bestäubt und dem Apfelkompott serviert.

Herrlich! Auch Gerhard und Sohn Marius freuen sich über das Mittagessen – und die Männer räumen danach die Küche auf.


Zutaten und Zubereitung

Gnocchi (vier Personen)

  • 750 g Kartoffeln, vom Vortrag, vorgekocht, abgekühlt und gepellt
  • 2 Eidotter
  • 3 Esslöffel Hartweizengrieß
  • 2-3 Esslöffel Mehl
  • Muskat
  • 1 ½ Teelöffel Salz
  • gemahlener Pfeffer

    Gepellte Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken, Eidotter zugeben, Hartweizengrieß und Mehl, Gewürze, einen Teig mit dem Mixer und Knethaken kneten. Teig auf der Arbeitsplatte zu einer großen Rolle formen, mit dem Teigschaber (Teigteiler) abteilen und die Teilstücke zu Teigrollen mit etwa zwei Zentimeter Durchmesser rollen. Mit dem Messer etwa 2,5 Zentimeter lange Stücke abschneiden und mit einer bemehlten Gabel das typische Gnocchi Muster auf die Oberseite drücken. Die Gnocchi in kochendem Salzwasser ziehen lassen. Fertig sind sie, wenn die Gnocchi an die Oberfläche steigen. Dann sind sie fertig. Am besten gleich mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und auf einem Teller anrichten.

Spinatsauce (vier Personen)

  • 750 g Blattspinat, harten Strunk entfernen, fünf Minuten blanchieren und mit dem Hackmesser grob zerkleinern. Alternativ geht auch Tiefkühlware.
  • 2 Esslöffel Rapsöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 kleine Zwiebeln fein schneiden,
  • Knoblauch und Zwiebeln in Rapsöl andünsten, Spinat zugeben, ¼ Liter Gemüsebrühe und 100 ml Sahne zugeben, mit Salz, Pfeffer nachwürzen.

Kaiserschmarren (zwei Personen)

  • 100 g Dinkelmehl 630
  • 80 ml Milch
  • 2 Eidotter
  • ½ Esslöffel Zucker
  • 2 Messerspitzen Backpulver

Mehl, Eigelb und Milch mit dem Mixer verrühren. Zucker und Backpulver zugeben. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Dabei können die zwei übriggebliebenen Eiweiße von den gerade gekochten Gnocchi mit aufgebraucht werden.

Apfelkompott (vier Personen)

  • 1 Zitrone, Saft auspressen
  • 5-6 Äpfel (Boskoop)
  • 1 Schuss Apfelsaft

Äpfel schälen und in Schnitze schneiden, Apfelschnitze gut mit dem Zitronensaft vermischen. Einen Schuss Apfelsaft zugeben, keinen Zucker für diesen Nachtisch. Zirka fünf Minuten im Topf weichkochen.

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