Volkstrauertag 2020

Nach reiflicher Überlegung hat der Gemeinderat Meßkirch aufgrund der aktuellen Situation entschieden, die Gedenkfeiern zum Vokstrauertag in diesem Jahr abzusagen.

Dennoch haben die Ortsvorsteher von Rengetsweiler und Dietershofen, Berthold Sauter und Clemens Spieß am Sonntag, den 15.11.2020 ein Kranzgebinde am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof abgelegt. Wir erinnern uns an Krieg und Gewalt und gedenken den Toten. Wir bleiben Ihnen in der dauerhaften Verpflichtung für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit verbunden und verneigen uns in Trauer.

Narrenverein Randenmale Rengetsweiler verschiebt Dämmerumzug auf 2022

Bericht Südkurier vom 24.08.2020

  • Corona-Pandemie sorgt für viele Unwägbarkeiten
  • Bisherige Kosten in überschaubarem Rahmen
  • Vereinsmitglieder und Vereine zeigen Verständnis
Die Enttäuschung ist in den Gesichtern abzulesen. Der Vorstand des Narrenvereins Randenmale Rengetsweiler verschiebt aufgrund der Unwägbarkeiten durch die Corona-Pandemie seinen geplanten Dämmerumzug zum „40+1“ Bestehen des Vereins auf 2022. v.l. Patrick Obert, Vorsitzender Patrick Poferl, Schriftführerin Ulrika Obert und die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Schellenberg.

Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betont hatte, er könne sich in Zeiten der Corona-Pandemie nicht vorstellen, dass es 2021 Fastnacht geben könne, wird dieses Thema auch in der Region heiß diskutiert. Während es aus Sicht der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) für eine Entscheidung noch zu früh ist und auch die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee vor zu großer Hast warnt, hat die Vereinsspitze des Narrenvereins Randenmale Rengetsweiler bereits in einer Sitzung am 17. Juli eine Entscheidung gefällt.

Der rührige Narrenverein verschiebt seinen ursprünglich am 16. Januar 2021 geplanten Großen Dämmerumzug anlässlich des „40+1“. Vereinsbestehens auf den 22. Januar 2022. Dieser Entschluss sei „schweren Herzens“ gefällt worden, unterstreicht Schriftführerin Ulrika Obert. Vorsitzender Patrick Poferl und seine Stellvertreterin Kerstin Schellenberg begründen die Verschiebung mit den Ängsten, Risiken und Ungewissheiten durch die Corona-Pandemie. Man könne nicht voraussehen, wie sich diese entwickle und einschätzen, welche Auflagen es für die Veranstaltung gebe.

Rücksprache mit dem Gesundheitsamt

Vor der Entscheidung hatte die Vereinsspitze Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gehalten. Ferner belaufen sich zum jetzigen Zeitpunkt die bisher entstandenen Kosten noch im überschaubaren Rahmen, sind Poferl und Schellenberg froh. „Die Vereinsmitglieder und die Vereine, die die Besenwirtschaften bewirtet hätten, hatten Verständnis für unsere Entscheidung“, schildert Patrick Poferl. Auch der Zeltverleih zeigte Verständnis und so entstanden keine Stornierungskosten für das reservierte große Festzelt.

Die Randenmale bei einem Narrenumzug.
Die Randenmale bei einem Narrenumzug.

Neuer Termin am 22. Januar 2022

Der neue Termin für den Großen Dämmerumzug wurde auf den 22. Januar 2022 festgelegt. „Der Rest bleibt wie gehabt“, verspricht Poferl. Das Konzept für den Dämmerumzug war bereits bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und alle Planungen sozusagen in „trockenen Tüchern“. Dem Verein lagen bereits die Zusagen von 2500 Umzugsteilnehmern vor. Diese Zusagen sind die Grundlage für die neuen Planungen.

Am Nachmittag des 22. Januar 2022 soll es eine Narrenmesse geben, danach einen Zunftmeisterempfang. „Damit die kleinen Kinder den Umzug mit Oma und Opa noch anschauen können und man vom Umzug noch was sieht, findet dieser gegen 16 bis 17 Uhr statt“, beschreibt der Vereinsvorsitzende. In der Halle bewirtet der Narrenverein Randenmale selbst die Gäste, auf dem Festplatz rund um die Halle werden Getränke und Speisen von Vereinen aus Rengetsweiler und dem Umland angeboten. Sogar eine Caféstube für Busfahrer soll es geben.

Der Narrenverein

1980 wurde der Verein Randenmale Rengetsweiler gegründet und zählt aktuell 80 aktive und 20 passive Mitglieder. Die Fasnetsfigur „Randenmale“ entstammt dem Rengetsweiler Waldgebiet „Randen“. Damit die Kinder zum Einbruch der Dunkelheit nach Hause kamen, war im Dorf die Sage über ein Männlein entstanden, das nachts aus dem Wald ins Dorf schleichen würde. Auch soll dieses Männlein alljährlich zur Fasnetszeit in den Ort gekommen sein, um zu erzählen, wer unterm Jahr etwas „gebozget“ hat, wem etwas Lustiges passiert ist oder wer von wem auf die Schippe genommen wurde, erzählt die Vereinsgeschichte. Neumitglieder, die Täuflinge, stellen sich alle zwei Jahre bei der Maskentaufe Aufnahmeritualen und Herausforderungen.

Glasfaser-Hausanschlüsse in Rengetsweiler

Aktuell gibt es Gespräche zwischen der Ortschaftsverwaltung Rengetsweiler und der Breitbandversorgungsgesellschaft Landkreis Sigmaringen (BLS) über den Ausbau des Glasfasernetzes in Rengetsweiler. Dabei geht es um den direkten Anschluss von Wohngebäuden an das Glasfasernetz. Damit lassen sich technisch deutlich höhere Internet-Bandbreiten realisieren, als dies bisher der Fall ist. Die Netcom BW bietet aktuell Tarife mit Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s Download und 60 MBit/s Upload an.

Mehr Informationen zum Glasfaser-Hausanschluss gibt es auf der Internetseite der BLS: https://bls-breitband.de/hausanschluss.php

Hierzu ist eine technische Erweiterung des bestehenden Netzes notwendig. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein ausreichend großes Interesse in der Einwohnerschaft von Rengetsweiler.

Die Kosten für den Hausanschluss betragen pauschal einmalig 952 Euro für die Herstellung des Anschlusses. (Zusätzlich entstehen monatliche Kosten abhängig vom gewählten Tarif. Mehr Infos dazu hier: https://www.netcom-bw.de/fileadmin/user_upload/01_Privatkunden/Docs/ComHome_basic/Flyer_ComHome_basic_RM1.pdf)

Falls Sie Interesse an einem Glasfaser-Hausanschluss haben, würden wir uns freuen, wenn Sie mit der Ortschaftsverwaltung Kontakt aufnehmen, entweder über den Ortsvorsteher Berthold Sauter (Kontaktdaten finden sie hier) oder über das nachfolgende Formular.

    1. Rengetsweiler Waldputzete

    Auf Initiative von Uli Löffler trafen sich am Samstag, den 14.03.2020 die Rengetsweiler zur ersten Waldputzete. Nach kurzer Besprechung an der Randenhalle machten sich die Freiwilligen in verschiedenen Gruppen in unterschiedliche Waldgebiete rund um Rengetsweiler auf. Schnell wurde festgestellt, dass allerhand Müll in den Wäldern zu finden war. Neben „normalem“ Abfall wie Flaschen oder Verpackungen wurden auch leere Kanister, alte Reifen oder Gartenmöbel aus dem Wald eingesammelt. Am Ende kam eine beachtliche Menge an Müll zusammen, der nun sachgemäß entsorgt wird. Zum Abschluss gab es dann noch ein Vesper bei Familie Löffler.

    Uli Löffler freute sich, dass so viele Rengetsweiler mitmachten und hofft, dass die Aktion auch ein Zeichen ist, seinen Müll nicht einfach in den Wald zu werfen. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass das illegale Entsorgen von Müll am Straßenrand oder im Wald mit hohen Geldbußen geahndet wird.

    Der Dank gilt allen Freiwillingen und insbesondere Uli Löffler als Organisatorin.

    Feiern und tanzen wie vor 50 Jahren

    Südkurier vom 24. Februar 2020 von Hermann-Peter Steinmüller

    ➤ Randenmale laden zur 70er-Jahre-Disco ein
    ➤ 250 Gäste feiern Fasnet in der Randenhalle

    Meßkirch-Rengetsweiler – Wo war am Samstagabend im sonst eher stillen Stadtteil im Grenzbereich zwischen Meßkirch und Wald die närrische Hölle am Brodeln? Natürlich in der Randenhalle. Rund 250 bestens auf die Fasnet eingestellte Besucher, vom Grundschulkind bis zum fitten Senior, zeigten sich mit dem Programmangebot der Randenmale mehr als zufrieden. Dabei hatten sich die Stadtteilnarren ein Motto ausgedacht, das mit seinem nostalgischen Anspruch eigentlich eher die älteren Semester angesprochen hätte: „Herzlich willkommen bei der 70er- Discofete“. Doch es wären nicht die Randenmale, wenn es beim wehmütigen Rückblick geblieben wäre. Nein, es war eher ein Fingerzeig an die jungen Leute mit dem Hinweis: „So haben wir vor 40, 50 Jahren in der Disco gefeiert. Bitte nachmachen!“ Noch nicht für die Tanzwelt verloren Was die Nostalgie anbelangt, sprachen Jörg und Margit als Hausmeisterehepaar vielen inzwischen dem Rentenalter entgegengehenden Recken der damaligen Discowelt aus dem Herzen. Jörg und Margit Krumpholz sind auch außerhalb der Fasnet ein Ehepaar und kennen daher ihre Schwächen selbst am besten. Für einen tollen Hüftschwung oder um vom Partner beim Tanzen durch die Luft gewirbelt zu werden, ist Margit inzwischen etwas zu füllig geworden. Und Jörg, der Arme, hat ohnehin Probleme mit seinen Bandscheiben. Trotz dieser Handicaps zeigten die zwei, dass sie doch noch nicht ganz für die Tanzwelt verloren sind. Zumal Jörg, der offenkundig nicht mehr zur ganz jungen Generation gehört, schon am Anfang seinen ausgesprochenen Waschbrettbauch der närrischen Öffentlichkeit präsentiert hatte. Doch es gibt konstante Probleme, die die Discobesucher schon 1975 nervten und die heute ebenso drohend über den Häuptern der führerscheinbesitzenden Tanzpalastbesucher schweben. Gemeint ist natürlich der Alkohol, von dem jeder weiß, dass er beim Autofahrer nichts verloren hat. Doch einfach nur Mineralwasser nippen, während andere Bier, Brandy, Whisky oder Wodka konsumieren? Gar nicht nötig, meinte Heiko Böhler. Der flotte Rengetsweiler hat intensiv an einem Papier für betrunkene Fahrzeuglenker gearbeitet. Einer seiner „guten Ratschläge“ lautete, der alkoholisierte Verkehrsteilnehmer soll unbedingt in der Straßenmitte fahren. Warum? Damit der Gegenverkehr auswählen kann, ob er links oder rechts ausweichen soll. Ein anderes generationsübergreifendes Problem, jedenfalls aus Frauensicht, sind die tanzunlustigen Männer. Sie gehen zwar in die Diskothek, lümmeln sich dort aber hinter der Bar. Desiree Künstle und Julia Hübler führten als muntere Ansagerinnen und Kommentatorinnen durch diese Tanzmuffelszene. Natürlich gab es auch eine Menge Tipps für das erfolgreiche Anbaggern. Genau dieses Problems nahmen sich Dominik Themel und Peter Schulte an. Als Bauern vom Dorf tauschten sie ihre schlechten Erfahrungen bei der Partnerinnensuche aus. Doch die erhoffte Anteilnahme aus dem Publikum blieb aus. Stattdessen ernteten die gefrusteten Männer vom Land nur Hohngelächter aus dem Publikum. Ein Augenschmaus waren die drei Tanzgruppen des Abends – Mädchen, Frauen und Männer hatten sich teilweise seit dem Frühherbst auf diese Auftritte vorbereitet.

    Bilder gibt es hier.

    Gemeindeausflug führt ins Auto & Traktor Museum

    Am Samstag, den 13. Oktober 2019 fand der jährliche Ausflug der Gemeinde Rengetsweiler statt. Die 30 Teilnehmer des Ausflugs trafen sich pünktlich um 13.00 Uhr an der Randenhalle in Rengetsweiler, wo es mit dem Bus los ging. Dieses Jahr war das Auto & Traktor Museum in Uhldingen-Mühlhofen das Ziel. Dort angekommen startete um 14.00 Uhr unsere Führung durch das Museum. Diese führte zunächst durch das ländliche Leben der letzten 100 Jahre. Nicht nur landwirtschaftliche Maschinen, sondern auch zahlreiche Alltagsgegenstände und Handwerksstätten dieser Zeit, vom Schuhmacher bis zum Schmied, konnten bestaunt werden. Im zweiten Teil ging es dann um das städtische Leben. Hier standen die Autos der damaligen Zeit im Fokus.

    Nach Abschluss der Führung gab es dann Gelegenheit für einen Kaffee und Kuchen im Jägerhof-Restaurant, bevor es weiter ging zur Klosterkirche Birnau. Bei schönstem Herbstwetter konnte man von hier aus weit über den Bodensee blicken und die barocke Klosterkirche besichtigen.

    Danach führte der Weg wieder zurück nach Rengetsweiler, wo man den Ausflug im Rumpelstilzchen ausklingen ließ.

    Ein herzliches Dankeschön geht an Ulrike Löffler, die den diesjährigen Ausflug organisierte.

    Geschenke zur Eingemeindung: Was die Gemeindereform den ehemals selbstständigen Kommunen rund um Meßkirch brachte

    Südkurier vom 27. September 2019

    Gedächtnis der Region: Die Eingliederung nach Meßkirch in den 1970er Jahren war für die Kommunen ein hoch emotionales Thema. Während einige sich freiwillig eingemeinden ließen, klagten andere dagegen – vergeblich. Profitiert haben die Kommunen jedoch letztlich alle in gewisser Weise von dem Zusammenschluss.

    Kaum eine politische Entscheidung dürfte die Landkarte in unserer Region so einschneidend verändert haben wie die Gemeinde- und Kreisgebietsreform. Seit den 60er Jahren hatte es Überlegungen gegeben, die unterschiedliche Entwicklung der Gemeinden nach 1945 im Hinblick auf Bevölkerungsentwicklung, Verkehrsanbindung, Wohnungsbau, Kaufkraft und Infrastruktur durch eine Gemeinde- und Kreisreform auszugleichen.

    Die Große Koalition in Stuttgart (CDU und SPD) beschloss am 1. September 1968 die Gemeindereform: Lebens- und leistungsfähige Ober-, Mittel-, Unter- und Kleinzentren sollten entstehen. Das Kreisreformgesetz vom 26. Juli 1971 präzisierte und beschleunigte das Verfahren. Nach der Landtagswahl 1972 setzte die CDU das begonnene Reformwerk fort.

    Igelswieser machen den Anfang

    Die erste Phase ab 1970 setzte auf Freiwilligkeit. Den Kommunen, die sich eingemeinden ließen, gab die Landesregierung Sonderzuschüsse, was in manchen Fällen die Entscheidung leichter machte. So machte in Meßkirch die nahe gelegene hohenzollerische Enklave Igelswies den Anfang. Angesichts der Tatsache, dass der Ort nach den Vorgaben der Reformer für eine weitere Selbstständigkeit als zu klein galt, bisherige Kreisgrenzen keine Rolle spielen sollten, kein anderer größerer Ort in der Nähe außer Meßkirch in Frage kam und die Igelswieser Kinder seit Langem die Schulen in Meßkirch besuchten, nahmen die Gemeinderäte von Meßkirch und Igelswies nach vielen Verhandlungen am 8. November 1971 die Eingliederungsvereinbarung einstimmig an.

    Stadt Meßkirch verpflichtet sich zu zahlreichen Maßnahmen

    Die Igelswieser verkauften sich nicht billig und ließen sich die schmerzliche Trennung von der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zu Hohenzollern gut bezahlen. Meßkirch verpflichtete sich unter anderem zu einer Ausbaggerung und Uferbefestigung der Ablach, zum Ausbau und der Unterhaltung des Feldwegenetzes sowie der Ortsentwässerung. Dazu kamen der Ausbau der Kreisstraßen K 70 sowie K 104a einschließlich Gehwege und Straßenbeleuchtung entlang der Ortsdurchfahrt, die Reparatur der Brückenfundamente beim Sägewerk Birk, die Beförderung von Kindern zu den Meßkircher Kindergärten und der Winterdienst auf Igelswieser Ortsstraßen.

    Dazu ist anzumerken: Bisher räumten die Schneepflüge des Kreises Stockach nur auf badischen Kreisgemarkungen, nicht aber in Igelswies. Am Nachmittag kam der Schneepflug aus Sigmaringen und räumte in Igelswies den Schnee weg, aber nicht in Menningen.

    „Vernunftehen“ statt „Liebesheiraten“

    Als nächste Gemeinden folgten Heudorf, Langenhart, Menningen und Rohrdorf mit ähnlich ausführlichen Vereinbarungen. Am Dreikönigstag 1974 fand in der Stadthalle die Eingliederungsfeier unter Mitwirkung aller Gesangvereine und Musikkapellen aus den Ortsteilen statt. Bürgermeister Siegfried Schühle stellte heraus, dass es sich bei der Eingliederung nicht um „Liebesheiraten“, sondern um „Vernunftehen“ handle.

    Landrat Max Gögler sagte, die mit der Stadt Meßkirch ausgehandelten Verträge böten eine sichere Grundlage, mit den Problemen, die allgemeine Veränderung und Zivilisation mitgebracht hätten, fertig zu werden. Die Ortsvorsteher wiesen darauf hin, dass sich vorangegangene Bürgeranhörungen mit dem Votum gegen den Anschluss an Meßkirch nicht gegen die Stadt gerichtet hätten, sondern dem Willen, die Selbstständigkeit zu bewahren, geschuldet gewesen seien.

    In manchen Kommunen herrschte Widerstand

    Widerstand gab es auch in den Tälegemeinden. Sie hatten früher alle zum Gebiet des Klosters Wald gehört und waren nach der Säkularisation hohenzollerisch geworden. Aber alle Versuche, sich nach dem früheren Hauptort Wald eingemeinden zu lassen, scheiterten. So unterzeichneten Dietershofen (mit Buffenhofen) und Ringgenbach am 17. Juni 1974 ihrerseits den Vereinbarungstext.

    Beide Bürgermeister betonten, sie hätten die Einsicht gewonnen, dass ein Handeln gegen den Regierungsvorschlag nur Nachteile mit sich bringe. Am längsten sträubte sich Rengetsweiler. Die Gemeinde strengte sogar eine Klage gegen die Eingemeindung nach Meßkirch an, unterlag jedoch vor dem Staatsgerichtshof. Seit dem 1. Januar 1975 ist auch Rengetsweiler ein Ortsteil von Meßkirch.

    Nach und nach werden die Gemeindehäuser gebaut

    In der Folge gab es auch viele Vorteile für die Ortsteile: Straßen wurden saniert oder neu gebaut, Kanalisationen verlegt, neue Bau- und Gewerbegebiete erschlossen und Gemeindehäuser gebaut. Die erste neue Turn- und Festhalle entstand in Rohrdorf. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde die in nur einjähriger Bauzeit errichtete Benzenburghalle am 25. Januar 1976 eingeweiht.

    Bürgermeister Schühle sagte, nur durch den Zuschuss von 50 Prozent der Kosten in Höhe von 645 000 DM aus dem Konjunkturprogramm des Bundes sei der Bau so schnell möglich gewesen. In den anderen Ortsteilen ging es mit den Gemeindehäusern nicht so schnell: Ringgenbach 1981, Menningen 1982, Rengetsweiler 1991, noch später Langenhart und zuletzt Heudorf 2018 gingen aber nicht leer aus.

    Enormer Einsatz für neues Spielfeld

    Bericht: Südkurier, 15. August 2019

    Enormer Einsatz für neues Spielfeld

    Fußballer legen sich mächtig ins Zeug – Offizielle Einweihung am 7. September

    Ralf Müller (Beisitzer), Johannes Schulte (Beisitzer), Bernd Müller (Schriftführer), Gerhard Speh (Vorsitzender), Michael Speh (sein Stellvertreter), Kassierer Reinhard Ehrenmann und Beisitzer Peter Schulte (von links) sind überzeugt, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat. Jetzt heißt es erstmal etwas Luft holen. So eine neue Trainerbank ist da genau das Richtige.
    | Bild: Karlheinz Fahlbusch


    Meßkirch-Rengetsweiler – Wenn am 7. September die Einweihung des sanierten Sportplatzes in Rengetsweiler gefeiert wird, dann ist das auch ein gutes Beispiel dafür, dass bürgerschaftliches Engagement eine ganze Menge bewegen kann.
    In diesem Fall etliche Tonnen Erde. Die kam vom Neubaugebiet in Rengetsweiler und von der Erweiterung des Parkplatzes bei Campus Galli. Die Stadt und
    Landwirte aus der Gegend halfen beim Transport. „Da sind wir echt dankbar“, sagt Gerhard Speh.

    Er ist der Vorsitzende vom SV Rengetsweiler und erzählt davon, dass an jedem
    Wochenende Helfer im Einsatz waren, um den kompletten Platz nicht nur zu erhöhen, sondern auch noch auf 57 Meter zu verbreitern. Das war teilweise echte Knochenarbeit. Unmengen an Erde mussten verteilt und planiert werden. Ohne
    hilfreiche Landwirte wäre das nicht gegangen.

    Außerdem mussten die Flutlichtmasten versetzt werden. „Dazu stellte Herbert Alber
    selbst gebaute Maschinen zur Verfügung“, sagt Vize Michael Speh. Auch sonst war der Unternehmer ein Glücksfall für das Vorhaben des Sportvereins. Der gesamte Vorstand ist voll des Lobes für Alber und die zahlreichen anderen Firmen, die mit Material und Know-how geholfen haben, die große Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

    Es dürften rund 1270 Stunden gewesen sein, die hier ehrenamtlich geleistet wurden. Und die von Herbert Alber sind da noch gar nicht eingerechnet. Die vielen Schweißtropfen natürlich auch nicht. Denn der heiße Sommer forderte für den neuen Rasen viel Wasser und da musste täglich gesprengt werden.
    Derzeit sieht man sattes Grün auf dem idyllisch am Ortsausgang in Richtung Wald
    angelegten Sportgelände. Auch die Ballfangnetze sind bereits versetzt und sie selbst gebauten Trainerbänke stehen bereit für das erste Spiel. Doch beinahe wäre aus der ganzen Sache nichts geworden. „Eigentlich war das Projekt für uns gestrichen, nachdem wir Angebote eingeholt hatten“, sagt Gerhard Speh. Auch Kassierer Reinhard Ehrenmann hatte sein Veto eingelegt. Mit errechneten Kosten von 100.000 Euro hätte der neue Sportplatz die Kassenlage zum Notfallpatienten gemacht. Doch dann kam einmal mehr Herbert Alber ins Spiel. „Der hat dann einen großen Teil gesponsert und wir bekamen viele Materialspenden“, freut sich der Vorsitzende.

    Außerdem konnte man die Kosten durch viel Eigenleistung drücken. An Arbeit und Geld sind nun 75 000 Euro zusammengekommen. Von den Sportverbänden gab es allerdings nichts. Weil man durch die Spielgemeinschaft mit Walbertsweiler im Erwachsenenbereich sowohl im württembergischen als auch im badischen Fußballverband Mitglied ist, gab es da bislang noch keine Zusage. Zudem finden auf dem Platz in Rengetsweiler keine Spiele der ersten Mannschaft statt. Die spielt in Walbertsweiler als FV WaRe zusammen mit den dortigen Kickern.

    Für den Außenstehenden klingt das alles etwas kompliziert. Doch in Rengetsweiler
    nimmt man die Sache pragmatisch. „Es ist halt so“, heißt es aus der Vorstandsriege.

    Aber man sei in der Gemeinde gut verwurzelt und das habe sich auch bei dem Vorhaben ausgezahlt. Und ganz wichtig: „Wir haben kein Plastikproblem“, stellt der Vorsitzende zu aktuellen Diskussionen fest. Es sei ein reiner Rasenplatz. Die Pflege muss der Verein selbst leisten. Und auch dafür braucht man Hände die anpacken. In Rengetsweiler ist man sicher, dass die auch in Zukunft zur Verfügung stehen.


    Der Boden wurde von der Stadt Meßkirch vom Campus Galli gebracht. Das war
    eine große Hilfe. Auch sonst gab es viel Unterstützung.


    Die Steine wurden per Hand aufgesammelt. Kein Spaß bei großer Hitze.



    Mit Maschinenunterstützung wurden die neuen Ballfanggitter gesetzt.


    Einweihung

    Samstag, 7. September
    11.30 Uhr: FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler 3 – SG Sipplingen 2 (Kreisliga C)

    13.30 Uhr: FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler 2 – TSV Aach-Linz 2 (Kreisliga B)

    15.15 Uhr: Offizielle Einweihung durch Bürgermeister Arne Zwick, Ortsvorsteher Berthold Sauter, Herbert Alber und den Vorstandsmitgliedern des SV Rengetsweiler und des FV Walbertsweiler/ Rengetsweiler. Es spielen die Rengetsweiler Musikanten.

    16 Uhr: FV Walbertsweiler/Rengetsweiler – SV Denkingen (Landesliga)

    Bereits am Freitag, 6. September, hält die AH ein Elf-Meter-Schießen ab.


    Karlheiz Fahlbusch, Südkurier Meßkirch, 15.08.2019

    Berthold Sauter erneut Ortsvorsteher von Rengetsweiler

    Bericht: Südkurier, 01. August 2019

    Berthold Sauter erneut Ortsvorsteher von Rengetsweiler

    Konstituierende Sitzumg am 22.07.2019 in der Randenhalle

    Von links: Reinhard Ehrenmann, Fabian Huber, Thomas Liehner, Tobias Vochazer, Ulrike Löffler, Alfred Weidele, Berthold Sauter, Bürgermeister Arne Zwick und Hauptamtsleiter Matthias Henle.
    Bild: Privat


    Rengetsweiler – Nicht einmal eine halbe Stunde benötigte Bürgermeister Zwick, um in der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates Rengetsweiler die ausscheidenden Räte zu verabschieden und die neuen zu vereidigen. Im Nebenraum der Randenhalle fand im Beisein von interessierten Bürgern die öffentliche Sitzung statt. In einer offenen Abstimmung wurde der bisherige Ortsvorsteher Berthold Sauter vom neuen Gremium einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig wurde der junge Rengetsweiler Fabian Huber zu seinem Stellvertreter gewählt.


    Südkurier Meßkirch, 01.08.2019