Richtfest am Kirchenneubau in Rengetsweiler

Bericht: Südkurier, 26. September 1959

Richtfest am Kirchenneubau in Rengetsweiler

Bauarbeiten bisher ohne Unfall – Turm wird 22 Meter hoch

Rengetsweiler – Nach einer Bauzeit von 61 Arbeitstagen konnte das Richtfest des Kirchenneubaues gefeiert werden. Die Feier begann vor dem Portal der neuen Kirche in Anwesenheit von Ortspfarrer Arnold, der gesamten Pfarrgemeinde und
Regierungsrat Dr. Schupp vom Landratsamt Sigmaringen und Kreisbaumeister Stroh. Ebenso waren anwesend der Bauleiter, Architekt Braun, Meßkirch, die Firmen Traber und Braun, Meßkirch, und die Firma Jung, Rengetsweiler.  Zimmergeselle Richard Klingenberg sprach den Richtspruch. Es folgten Gedichte und Prologe der Schüler.

Beim Richtschmaus im Friedensaal begrüßte Pfarrer Arnold die geladenen Gäste und Handwerker und gab die Daten des Kirchenbaues bekannt. Er dankte all denen, die bisher mitgeholfen haben, das Gotteshaus in dieser kurzen Zeit aufzubauen. Der Segen Gottes sei treu zur Seite gestanden. Das Wetter habe mitgeholfen und kein Unfall sei passiert. Als zweiter Redner beglückwünschte Regierungsrat Schupp die
Gemeinde zu dem Kirchenneubau und überreichte ein Geldgeschenk der Kreisverwaltung in Höhe von 3000 DM. Nach dem Richtschmaus wiederholte Architekt Braun, Meßkirch, die Glückwünsche der Vorredner und dankte für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Er überbrachte die Glückwünsche von Oberbaurat Schätzle vom Erzbischöflichen Bauamt in Konstanz, der verhindert war, dieser Feier beizuwohnen.

Baumeister Traber, Meßkirch, konnte einige interessante Zahlen bekannt geben.


Der Kirchenneubau Rengetsweiler
Bild: Müller, Wald


Es wurden bisher 68 000 Steine vermauert.  Rund 600 Sack Zement, 300 Sack Kalk und 6 Tonnen Eisen. Ebenso wurden über 300 cbm Kies und Sand verarbeitet. Wenn die bisher günstige Witterung anhält, wird der Kirchenneubau bis Ende September im Rohbau fertiggestellt sein. Der Turm wird 22 Meter hoch. Der obere Glockenstuhl wird in Sichtbeton ausgeführt und hat eine Höhe von 6,50 Meter.
Traber bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und wünschte für den weiteren Fortgang der Arbeiten Gottes Segen.

Bürgermeister Bosch schloß sich diesen Dankesworten an. Sein besonderer Dank galt dem Vertreter des Landratsamtes für den persönlichen Einsatz von Landrat Rothenbacher und die Geldspende des Kreises Sigmaringen. Bosch schloß mit
dem Wunsch, daß das neue Gotteshaus ein starker Eckpfeiler im geistigen Kampf gegen die Gottlosigkeit sein möge.

Anton Müller, Südkurier Meßkirch, 26.09.1959

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