> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 09. Februar 2016
 

Gäste feiern nach Sprechstunde weiter

Voll besetzte Halle bei Randenball -
 Sketche, Tanz, Gesang und Live-Operation

Meßkirch-Rengetsweiler - Nebenwirkungen waren in der Rengetsweiler Praxis Randenball nicht ausgeschlossen. Das Wartezimmer war voll besetzt, eifrige Krankenschwestern kümmerten sich um das leibliche Wohl der Patienten und das bunte Bühnengeschehen mit Live-Gesang, Sketchen und Tanz unterhielt die Patienten bestens. „Feiern, bis der Arzt kommt“ lautete die Devise beim diesjährigen Randenball der Randenmale. Eine Mischung aus Schwarzwaldklinik, Apothekenumschau, Dr. House und Eckart von Hirschhausen wehte durch die Randenhalle.

Praxischefin Sabine Strobel-Gabele unternahm eine Reise durch die Welt der Arzneimittel. Am Ende des Randenballs verabschiedete sie sich nach zwölf Jahren als Vorsitzende an der Spitze der Randenmale: „Ich zieh' nun meinen Hut. Es wird scho' alles gut.“ Die langjährige Einnahme der „Pilleli und Zäpfeli“ hatte bei Arzneimitteltester Reinhard Ehrenmann (Töni) sichtlich mehr Auswirkungen, als er zugeben wollte. Gitarrist und Sänger Peter Schulte war die Werbung leid. An der Doppelspitze der Gemeinschaftspraxis mit freier Arztwahl standen die Doktoren Dr. Jörg (Jörg Krumbholz) und Dr. Töni (Reinhard Ehrenmann), assistiert von den attraktiven Arzthelferinnen hinter der Anmeldetheke. Es war eine heitere und abwechslungsreiche Sprechstunde. „Stellen Sie sich vor, Ihr Körper ist ein Gebrauchtwagen, würden Sie ihn kaufen?“, fragte Dr. Jörg ins Publikum. Die Patienten in den Praxis gaben sich buchstäblich die Klinke in die Hand. Von den Tücken der Sitzgelegenheiten im Wartezimmer, Sexualberatung beim Psychologiepraktikanten, der Suche nach dem G-Punkt oder Vorsorgeuntersuchung beim Urologen, das medizinische Spektrum war breit. Michael Speh erhielt beim Sehtest gleich zwei Überweisungen, eine zum Augenarzt und eine für die Grundschule.

Von Zahnarztpraxis bis Psychiatrie

Von wegen Patientengeheimnis! Vor der zur Arztpraxis umgebauten Bühne saßen die Patienten in der ersten Reihe und erlebten selbst eine Operation live mit. „Wirklich toll“, sagte Cornelia Duberstein aus Rengetsweiler und genoss ihren ersten Randenball-Besuch. „Sehr unterhaltsam“, lobte Bürgermeister

Live-Operation auf offener Bühne: Dr. Töni (Reinhard Ehrenmann) und Patient Fabian Huber.
Bild: Häusler

Arne Zwick. Einen Sprachkurs mit Holzdübeln zwischen den Zähnen gab es mit Zahntechniker Heiko Böhler, der so manchen mit seinem Zahnarztbesuch erschauern ließ. Selbst aus der Psychiatrie waren einige Patientinnen ausgebrochen, die auf der Bühne einen Tanz zum Besten gaben.Dass junge Menschen in der Pubertät unendlich „blöd“ werden, verriet Sänger Manuel Schönfeld. Im Interview mit dem SÜDKURIER-Reporter Tobias Vochazer gab Dr. Jörg Ernährungstipps. „Ich hab mich 1000 Mal gewogen, machte 1000 Mal Diät“, intonierten Peter Schulte und Tobias Vochazer. Selbst ein Zickenkrieg um das Handy brach unter den Arzthelferinnen aus. Um gesund zu bleiben, ist auch Bewegung wichtig. So ließen sich die Rengetsweiler Männer von Zumba-Coach Yvonne Schulte zur mitreißenden „Zumba-Fitness“ animieren und steckten selbst das Publikum an.

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Randenball

Am Programm haben rund 40 Akteure mitgewirkt. Der Narrenverein Randenmale Rengetsweiler hat rund 100 Mitglieder, davon sind 50 aktive Hästräger. Seit zwölf Jahren steht Sabine Strobel-Gabele dem Verein vor. Bei der Jahresversammlung im November gab sie bekannt, dass sie ab dem nächsten Jahr nicht mehr für das Amt zur Verfügung stehen wird und verabschiedete sich beim Randenball von den Gästen.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Meßkirch, 09.02.2016