> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 02. Februar 2016
 

Lustige Nummern beim Täle-Ball

Mühle-Vere meistern umfangreiches Programm - 
Neuer Zunftchef Thomas Schneider überzeugt

Das Ortsgeschehen im Blickpunkt hatten die Sängerknaben vom Täle (von links) Manfred Nothelfer, Ernst Schneider, Manfred Rude, Siegbert Arzt und Gerhard Löffler. 
Bilder: Karl Mägerle

Meßkirch-Dietershofen - Er ist ja beileibe kein Neuling bei der Dietershofener Fasnet, der neue Vorsitzende Thomas Schneider, das konnte man bei seiner Doppelfunktion während des über dreistündigen Bürgerball-Programms feststellen. Es war einzigartig und begeisterte das Publikum, wie Jenny Schweikart und Thomas Schneider sich nur in großer Plakatschrift etwas zu sagen hatten. Daraus ergab sich ein fröhlicher Auftakt für den Abend.

Ganz entrüstet zeigte sich Gisela Schneider in der Bütt, die ihre Erlebnisse bei der Hauptuntersuchung beim Arzt bekannt gab. Sie fand total daneben, was ihr der Herr Doktor Uhu mit seinen Saugnäpfen antat. Sogar den Stuhl von zu Hause sollte sie das nächste Mal mitbringen. Sehr empört reagierte sie darauf, dass der Arzt auch noch Möbel von ihr braucht. Ja, im Täle kann man halt doch so manches erfahren, was auch ein Ehepaar (Mario Kral und Patrik Strobel) erleben musste, um das Garderobengeld von einem Euro sparen zu können. Die Täle-Sängerknaben mit Siegbert Arzt, Ernst Schneider, Manfred Rude, Manfred Nothelfer und Gerhard Löffler an der Gitarre waren gut gelaunt an diesem Abend und sangen ein Loblied mit dem Titel „Du bist die Beste auf der Welt“ auf Regina Krall nach der altbekannten Melodie von Rocco Granatas „Marina“, und der ganze Saal stimmte klatschend mit ein.

Und mit dem Ortsvorsteher Manfred Nothelfer hatten die Sängerknaben wenig Einsicht, denn im Dorf brennt nicht immer das Licht. Mit der Taschenlampe geht es in die Nacht, vorgetragen nach der Melodie von „Es gibt kein Bier auf Hawaii.“ Dann aber kam sie: Regina Krall als Wahrsagerin. Sie wusste viel und konnten so manchem Besucher einen Rat gaben und hatte, wie man vernehmen konnte, das Orts- und Weltgeschehen der kommenden 20 Jahre in ihrer gläsernen Kugel im Blick. Eines wolle sie verraten, nämlich dass sogar der Ministerpräsident von Baden-Württemberg zu ihren Kunden gehört. Der wollte wissen, wie es um Stuttgart 21 und Angela Merkel steht. Hier war ihre Aussage klar: Stuttgart 21 wird zehn Mal teurer werden und Angela Merkel wird im Asylantenheim in Laiz aufgenommen werden, man müsse halt 20 Jahre warten.

Mit drei kräftigen „Mühle – Vere“ wurde die langjährige Vorsitzende Regina Krall verabschiedet. Sie wird aber weiterhin dem Verein treu beistehen, wie Thomas  

Mario Droxner, Marius Möll und Andreas Oschwald hatten sich viel zu erzählen – aber keiner wusste, wovon die drei eigentlich redeten.
Das Beste zum Schluss: Die Tanz-Girls mit einer gekonnten Charleston-Vorführung.

Schneider verlauten ließ. Doch gleich wurde sie durch die Ratschweiber auf die närrische Schippe genommen, die verlauten ließen, dass die Regina das Tanken ihres  Autos noch nicht beherrscht. Ein fröhliches Raunen ging durch den vollbesetzten Saal, bei dem mit „Dinner For One“ eine Rolle gespielt wurde, und für das Marcel Diener, Mario Krall und Patrik Strobel höchstes Lob verdienten.

Das war kaum zu übertreffen an diesem fröhlichen Abend: Die Wegbeschreibung von Mario Droxner, Marius Möll und Andreas Möll mit ihrer vielseitigen Gestik und dem Geschwätz, das überhaupt nicht einzuordnen war. Den Abschluss machte der Männertanz und etwas für das Auge, die Girls aus dem Täle mit einer sehr gekonnten Charleston-Tanzeinlage. Musik und Tanz mit dem Alleinunterhalter K2 folgten bis spät in die Nacht.
   

Bildergalerien im Internet:
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Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 02.02.2016