> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 09. Februar 2015
 

Viel Schung beim "Täle-Ball"

Bauchredner Thomas Schneider mit der zottigen Lippi - Schweizer Sport-Team sorgt für hochnärrische Brisanz - Sängerknaben führen in die preußische Epoche - 
Ortsvorsteher Manfred Nothelfer sorgt für Beifallsturm

Beim großen Finale beim Bürgerball der Mühle-Vere zeigten nochmals alle Akteure, was tänzerisch alles in ihnen steckt. 
Bild: Mägerle

Meßkirch-Dietershofen - Jetzt gibt es auch einen Bauchredner im Täle, wie man beim Bürgerball der Mühle-Vere in Dietershofen feststellen konnte. Thoma Schneider heißt die Männlichkeit, der mit seiner „Lippi“ durch das lustige und unterhaltsame Programm führte. Aber seine „Lippi“ war eine sehr aufmerksame kleine Dame, die so manche heitere Episode preisgab. Regina Krall begrüßte als Ober-Vere neben Bürgermeister Arne Zwick, das Narrenelternpaar Armin und Andrea aus Meßkirch in Reimform und meinte dabei, „so schä wie z'Messkirch isches bei uns au.“ Doch einiges bemängelte sie, „das sei ein Graus, das neue Feuerwehrhaus in Rengetsweiler sieht wie eine verdrückte Schatel aus.“ Und sie stellte die beiden neuen Täle-Ortsvorsteher Manfred Nothelfer aus Dietershofen und Berthold Sauter aus dem benachbarten Rengetsweiler vor, „die viel für ihre beide Dörfle dont, beide groß und schlau, aber auch ein großes Sitzleder hond“.

„Draußen vom Tälewald, da komm ich her, ich bin der neue Ortsvorsteher“, so stellte sich Manfred Nothelfer dem närrischen Volk vor. Ich bin nicht der Weihnachtsmann, sondern werde stets beachten, dass auf alles wird geachtet“. Da ging ein Beifallsturm durch die voll besetzte Halle, denn jeder wusste, dass hier ein beruflich engagierter Deponiemann seine Weisheiten weitergibt.

In die preußische Epoche bei musikalischer Unterstützung von Preußens Gloria mit Pickelhaube fühlte man sich versetzt, als die Sängerknaben Siegbert Arzt, Manfred Rude, Manfred Nothelfer, Ernst Schneider und Gerhard Löffler einmarschierten. Sie 

Der Narrenverein wurde 1974 gegründet und nimmt sich dem heimischen Brauchtum der Dorfastnacht an. Die Figur und der Name haben einen historischen Hintergrund: Die 

Mühle war einst das erste Gewerbe im Ort und wurde vom damaligen Müllermeister Xaver betrieben. Früher wurden bäuerliche Gegenden der Xaver meist nur Vere genannt. An die 45 Hästräger gehören dem Narrenverein an.  wollten nicht nur ihren alten Kaiser Wilhelm wieder haben, sondern auch die alten Zeiten. Das änderte sich schnell, als die Herren zwei Go-Go-Damen erblickten. Ein lustiger Sketch „Ohne Worte“ zwischen Oma (Marcel Diener), Tochter (Mario Droxner) und Peter Schulte zeigten mit gespielter Mimik zwischen Jung und Alt wie sich Zeiten verändern können.

Was beim Fernsehen nicht alles klappt wurde in einer Reportage als Sendemix vom Kochrezept über die Schweinehaltung und einem Fußballspiel von Vanessa Oschwald, Mario Krall und Jenny Schweikart in lustiger Weise vorgetragen. Friedbert Schneider zeigte sich in einer Playback-Show als Hoppelhase. Wie und was der Tagesablauf im Haarstudio „Zum scharfen Schnitt“ so interessant macht, war ein gelungener Beitrag von Nadine Möll. „Bei mir kann man alles vom Dorf erfahren, Haare werden gewaschen und geputzt, oder eine Frisur wie beim OV, da wird ringsum gestutzt.“ Dicke und dünne, bauchige, große und kleine Männer zeigten mit einem Leinentuch bekleidet, was in ihnen alles steckt. Ein Kracher beim Bürgerball war „Schweizer Extremsport“ von Mario Droxner, Marius Möll und Andreas Oschwald in Ur-Schweizer langsamer Sprachart vorgetragen. Wirklich spitze, so die einhellige Meinung der Besucher. Beim großen Finale nach der bekannten Melodie der Gruppe „Voxxclub“, zeigten die Akteure nochmals ihr vielseitiges Können, wofür es brausenden Beifall gab.

Bildergalerie im Internet:
www.suedkurier.de/fasnet

Mühle Vere
Der Narrenverein wurde 1974 gegründet und nimmt sich dem heimischen Brauchtum der Dorfastnacht an. Die Figur und der Name haben einen historischen Hintergrund: Die Mühle war einst das erste Gewerbe im Ort und wurde vom damaligen Müllermeister Xaver betrieben. Früher wurden bäuerliche Gegenden der Xaver meist nur Vere genannt. An die 45 Hästräger gehören dem Narrenverein an. 

 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 09.02.2015