> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 16. November 2015
 

Blasmusik für Freunde

Doppelkonzert auf der Bühne der Randenhalle - 
Kapellen Otterswang und Rengetsweiler begeistern

Meßkirch-Rengetsweiler - Bereits zum 15. Mal haben die Musikkapellen Otterswang und Rengetsweiler in der Randenhalle in Rengetsweiler ein Doppelkonzert gegeben. Daran erinnerte der Vorsitzende Berthold Müller. Das Konzert stand unter dem Motto „Blasmusik für Freunde“, dies traf an diesem Abend in der voll besetzten Halle besonders zu. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Arne Zwick und sein Amtskollege aus Wald, Werner Müller. Fünf junge Musiker aus Otterswang, Annika Krall, Dominique Berger, Stefanie Buck, Elin Längle und Alexander Haug, wurden für ihr zehnjähriges Musizieren mit der Bronze-Nadel auszeichnet.

Mit dem schneidigen Marsch „Kameraden für immer“ von Jörg Bollin eröffneten die Rengetsweiler Musikanten den Konzertabend. Die Neuausrichtung der Kapelle, die mit dem neuen Dirigenten Ferenc Palotai gekommen war, war gleich zu hören. Beim „Ungarischer Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms kamen die ungarischen Tempi wie auch die ausdrucksvolle, weiche Hingabe zum Ausdruck, die der Dirigent so schätze, wie Nicole Renz erklärte, die durch das Programm führte. In harmonischem Zusammenspiel mit dem Orchester zeigten sich die beiden Solisten Benjamin Huber und Johannes Kille mit ihren Trompeten bei „Zwei Gentlemen für zwei Trompeten“, das mit viel Beifall und einer Zugabe aufgenommen wurde. Es folgte die Schnellpolka „Blasmusik macht Freude“ und „Nanga Parbat“. Hier erzählten die Instrumente von den Schicksalsschlägen, die der bekannte Achttausender im Himalaja schon gefordert hat. Mit dem modernen Marsch „Sons of the Brave“ verabschiedeten sich die 30 Rengetsweiler Musikanten, unter ihnen die vier Debütanten Janina Renz, Ann-Kathrin Kille, Andreas und Michael Blum, mit der Polka „Musikanten mit Herz“.

Auch im zweiten Teil des Abends erlebten die Gäste eine engagierte Dorfkapelle mit einem hohen musikalischen Stellenwert. Die Musiker aus Otterswang starteten unter ihrem Leiter Rainer Schönholzer mit „Mit Blasmusik für Freunde“ von Groner in den Abend. Hier kamen die Vielseitigkeit und das Feingefühl der Musiker zum Ausdruck. Bei „Das Mädchen von der Wolga“ kamen Melodien auf, die vor Jahrzehnten die Konzertsäle füllten. 

Als Solo-Trompeter begeisterten Benjamin Huber (links) und Johannes Kille bei „Zwei Gentlemen“.
Bilder: Mägerle
Bezirksvorsitzender Josef Kugler (li.) ehrte für zehn Jahre Musizieren (von links) Annika Krall, Stefanie Buck, Dominique Berger und Elin Längle. Rechts der Vorsitzende Berthold Müller.

Russische Weisen wie das bekannte Volkslied Kalinka waren immer wieder Treffpunkte des Orchesters, das in verschiedenen Tempi unterwegs war. „Verso il sole“, ein Lied an die Sonne, wie es Elin Längle und Marianne Heudorfer bei ihrer Ansage bezeichneten, stand ebenfalls auf dem Programm.

Mit einem Medley von Melodien von Elvis, wie „Suspicious Minds“, und „Westernhagen Live“ begaben sich die Musiker in ein anderes Genre. Mit der Polka „Die Liebste“ und einer Zugabe verabschiedeten sich die Otterswanger schließlich von der Bühne.

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Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 16.11.2015