> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. August 2014
 

Zusammensein ist Trumpf

Sommerfest des VdK Wald-Hohenfels - 
Sozialverband als Stütze in der Infrastruktur

Die Hauptrolle beim Sommerfest des VdK Wald-Hohenfels spielte das Publikum die erste Geige als fröhliche Sangesgemeinde.
Bild: Hahn

Wald-Walbertsweiler - Es war eine durchschlagend gute Idee von Hubert Kille, dass er am Samstag den Ablauf des Sommerfestes des VdK Wald-Hohenfels fast vollständig in die Hände der Mitglieder legte. Schon eine Stunde vor dem Mittagsläuten der nahen Dorfkirche St. Gallus war das Dorfgemeinschaftshaus Walbertsweiler mit 100 Mitgliedern voll besetzt. In seiner treffend kurzen Ansprache an die Mitglieder galt Killes Gruß auch zwei regelmäßigen Ehrengästen, den Bürgermeistern Werner Müller aus Wald und Andreas Funk aus Hohenfels mit seinen kleinen Töchtern Johanna und Lieselotte. Zum ersten Mal war auch der Pfarrer von Hohenfels, Claus Michelbach, Teilnehmer des Sommerfests, als Folge einer Maiandacht in der Mariengrotte von Rengetsweiler, wie Kille erklärte.

Da war bereits eine lebhafte Stimmung im lichten Raum des Dorfgemeinschaftshauses, hervorgehoben von einer persönlichen Begrüßungswelle von Tisch zu Tisch. Seit seiner Wahl zum Vorsitzenden vor 15 Jahren setzt Kille seine ganze Persönlichkeit für die Gemeinschaft ein, ist allen ein gefühlvoller Freund, der immer ganz nah an den persönlichen Umständen jedes Einzelnen ist.

Am Sommerfest, erklärte Ingrid Veit als Frauenvertreterin, können auch die nicht so mobilen Mitglieder teilnehmen, denen die Vereinsausflüge verwehrt seien. „Viele

von ihnen, die sich heute in geselliger Runde unterhalten und singen, würden ansonsten einsam daheim herum sitzen“, sagte sie. Hier sei Gelegenheit, alte Kontakte wieder aufzufrischen, was für sie eine besondere Freude sei. Das Fest sei die beste Medizin gegen Alterskrankheiten. Nach dem Mittagessen und der Kaffeestunde machten Liederbücher die Runde. Im Takt des Akkordeonspielers Josef Sessler wurden altbekannte Volksweisen gesungen. Lachende Gesichter und blitzende Augen waren das Ergebnis. In den kurzen Augenblicken der Ruhe traten Luise Kille, Margarethe Utz und Ingrid Veit als begabte Vorleserinnen von hintergründigen Gedichten vor die Mitglieder. Kein Auge blieb trocken bei den deftigen Geschichten von Ludwig Längle und von Hubert Kille.

In ruhigeren Gewässern angekommen, gaben die Bürgermeister gerne Auskunft, welche Bedeutung der VdK Wald-Hohenfels hat. Der örtliche VdK stehe für zwei Aufgaben: Zum einen sei er Interessenvertretung, die zweite Aufgabe sei die Gemeinschaft, wofür Kille ein starkes Faible habe. Er verstehe es, gesellige Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. „Was mich am hiesigen VdK besonders freut“, sagte Funk, „ist die gute Rechtsberatung“. „Der VdK ist als Verein eine Stütze in der Infrastruktur in den Gemeinden.“


 
 

Falko Hahn, Südkurier Pfullendorf, 11.08.2014