> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 22. Februar 2013
 

"Wir sind auf Eis gelegt"

„Täle Ducks“ suchen noch immer eine Trainingshalle -
Gespräche mit Meßkircher Stadtverwaltung dauern an

Rengetsweiler - „Lahme Enten?“ Nein, dieser Begrifft passt so gar nicht zu den Rengetsweiler „Täle Ducks“. Sie haben sich vielmehr dem rasanten Hockeyspiel auf Inlinern und Schlittschuhen verschrieben. Während der kalten Jahreszeit trainieren die „Täle Ducks“ im Pfullendorfer Eiszelt, spielen in den Eissporthallen Villingen-Schwenningen oder Balingen.

Während der wärmeren Jahreshälfte geht es in die Halle. Und genau da liegt das große Problem der „Täle Ducks“. Schon seit rund drei Jahren sind die aufstrebenden „Täle Ducks“, eine Abteilung des SV Rengetsweiler, mit rund 20 aktiven Spielern von 16 bis 45 Jahren, auf der Suche nach einer Trainingshalle. Gerne würden Sie in der Rengetsweiler Randenhalle trainieren. Immer wieder werde in den Gesprächen die Befürchtung geäußert, dass die Inliner den Hallenboden schädigen. Sei die Versiegelung des Hallenbodens nicht mehr intakt, könnten Abriebstriche entstehen. Um Abriebstriche zu vermeiden, sollte die Schutzversiegelung des Hallenbodens in der Randenhalle erneuert werden. Gespräche mit der Stadtverwaltung Meßkirch laufen laut Abteilungsleiter Johannes Schulte seit über zwei Jahren ohne Ergebnis (der SÜDKURIER berichte).

Abteilungsleiter Schulte ist frustriert. „Wir sind ziemlich auf Eis gelegt“, erklärt er. Immer wieder werde das Gespräch mit der Stadtverwaltung Meßkirch gesucht. Die Rengetsweiler Ortsvorsteherin Ulrike Böhler unterstützt die Hockeymannschaft in ihrem Vorhaben, vorausgesetzt, der Boden der Randenhalle ist für Inlinehockey geeignet, erklärt sie. In Meßstetten, Stetten, Sigmaringendorf und Leibertingen trainieren Hockeymannschaften in Hallen, weiß Schulte. Seit über einem Jahr trainiert eine Hockeymannschaft in der Leibertinger Sporthalle. „Keinerlei Probleme“ gebe es, sagt Hauptamtsleiter Siegfried Müller von der Leibertinger Gemeindeverwaltung. Weder von Seiten der Schulleitung noch der Putzkräfte seien Klagen gekommen. „Die Mannschaft ist ein Teil des Sportvereins“, so Müller. „Ich habe keine Sorgen um die Substanz der Halle.“ Die engagierte Rengetsweiler Hockeymannschaft hat sich sogar nach den Kosten für eine Versiegelung erkundigt, die bei rund 500 Euro liegen würden, wie der Abteilungsleiter erklärte – und auch diese Kostenberechnung der Stadtverwaltung vorgelegt. Das Angebot wird derzeit laut Ulrike Böhler im Stadtbauamt geprüft. Wird der Hallenboden frisch versiegelt, dann wäre 

Johannes Schulte, Abteilungsleiter der Rengetsweiler „Täle Ducks“ vor der Rengetsweiler Halle. Dort würde die Mannschaft gerne trainieren. 
Bild: Häusler 

dieser vor dem Abrieb durch alle Hallennutzer geschützt, argumentiert der 31-jährige Schulte.

Dennoch ziehen sich die Gespräche hin, was für die Spieler sehr zermürbend ist. „Uns brennen die Hosen“, stellt Schulte dar. „Langsam wird es akut, denn die Inlinehockey-Saison geht von März bis November.“ In der letzten Hallensaison waren die „Täle Ducks“ Trainings-Gast bei einer Pfullendorfer Bundeswehrmannschaft. Wie es in dieser Hallensaison weitergeht, ist noch unklar.

Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung Meßkirch wurde der SÜDKURIER gebeten, sich doch direkt an den Verein zu wenden, da die Verwaltung zwar in Kontakt mit dem Verein sei und verschiedentlich Gespräche, auch in letzter Zeit, stattgefunden hätten, jedoch noch nichts Endgültiges geregelt werden konnte.

Die „Täle Ducks“ bestreiten jährlich rund zehn Inlinehockey-Turniere und etliche Freundschaftsspiele. Zusätzlich kommen noch etwa fünf bis acht Eishockeyspiele dazu, wobei die Priorität aber ganz klar auf Inlinehockey liegt. Mit rund 25 bis 30 Spieltagen in den vergangenen Jahren stieg der Organisationsaufwand enorm. So wurde die Abteilung zum Jahresbeginn 2013 neu organisiert. Johannes Schulte ist weiterhin Abteilungsleiter. Spielbetriebsleiter und Trainer sind fortan Thomas Schneider und Julian Moser.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Meßkirch, 22.02.2013