> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 03. August 2012
 

Rengetsweiler Eltern bedanken sich mit offenem Brief bei den KVB

Sabine Strobel schreibt an KVB-Geschäftsführer Eckhard Werner

Meßkirch-Rengetsweiler - Ein Elternprotest, der nun offenbar sein Gutes bewirkt hat, fand im Vorjahr in Rengetsweiler statt. Damals hatten mehrere Eltern sich zusammengetan, um wegen des Verhaltens von Busfahrern gegenüber ihren Schulkindern. So erreichte die Redaktion vor wenigen Tagen ein offener Brief von Sabine Strobel aus Rengetsweiler, die diesen nach eigenen Angaben im Auftrag aller betroffenen Eltern mit freundlichen Grüßen an die Kreisverkehrsbetriebe schickte. Darin schreibt sie an Geschäftsführer Eckhard Werner, dass es nun fast ein Jahr her sei, als dass die Eltern keinen anderen Weg mehr sahen, als sich bezüglich der damaligen Bussituation in Rengetsweiler, an die Öffentlichkeit zu wenden.

„Wir sahen uns beziehungsweise unsere Kinder in der Situation, dass die Busse schon in Rengetsweiler hoffnungslos überfüllt und die Busfahrer selber auch überfordert waren und dies auch an den Kindern ausließen.“ Nachdem es über Monate hin und her ging, habe dann aber ein Gespräch unter der Führung der Stadt Meßkirch und des dortigen Hauptamtsleiter Matthias Henle stattgefunden, an dem auch Werner teilgenommen habe. „Hier wurden die Punkte zum ersten Mal richtig und konkret durchgesprochen und es wurde festgestellt, dass die Situation tatsächlich so nicht tragbar ist. Daraufhin wurde eine Verbesserung versprochen, an die wir zuerst nicht glauben wollten“, erinnert sie sich. Und: „Ebenso wurde damals schon ein Termin für März diesen Jahres vereinbart, bei dem alle betroffenen Eltern in die Zentrale des KVB Sigmaringen geladen wurden, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Auch dieses Treffen fand statt und es wurde von Ihrer sowie von unserer Seite festgestellt, dass sich nach diesen ‚Probemonaten' tatsächliche Verbesserungen bemerkbar gemacht haben“, resümiert sie. Eine erste positive Veränderung betreffe den Fahrplan. Auch der Umgang mit den Kindern, die ja auch als künftige Kunden bewertet werden dürfen, sei wesentlich besser 

 

So berichtete der SÜDKURIER am 16. November 2011.

geworden. „Wir Eltern, die teilweise auch heftigster Kritik ausgesetzt waren, weil wir uns an ein Thema gewagt haben, das ‚halt immer schon so war und man eh nichts machen kann", möchten uns mit diesem Brief bei Ihnen und Ihren Fahrern für die angekündigte und bisher erfolgreiche Umsetzung zu den angesprochenen Themen bedanken und auch dies öffentlich tun, denn wir vertreten auch hier die Meinung, dass auch die positiven Veränderungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen und sollen“, schreibt sie.

Und weiter: „Wir denken, dass wir alle aus dieser Sache gelernt haben und künftig auch bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern auf offene Türen stoßen werden, um weiterhin miteinander arbeiten zu können, denn auch hieraus haben wir wieder gelernt, dass es bei weitem mehr Sinn macht, Problematiken offen anzugehen, anstatt nur ‚hinten herum' zu stänkern. Und sie schließt mit dem Sätzen: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Und wir sehen einmal wieder, dass es sich doch lohnt, für unsere Kinder zu kämpfen, denn nun sehen wir die Veränderungen, die ja nicht nur unsere Kinder betroffen haben sondern dass alle davon profitieren können.“


 
 

Gregor Moser, Südkurier Meßkirch, 03.08.2012