> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 15. November 2012
 

Zusammenlegung nicht ausgeschlossen

Gemeinderat diskutiert Kindergartenbedarfsplanung bis 2015

Meßkirch - Für die Kindergärten in Menningen und Rengetsweiler zeichnet sich für die kommenden Jahre die Frage einer Zusammenlegung ab. Dies war ein Thema anlässlich der Vorstellung des Kindergartenbedarfsplanes bis 2015 in der jüngsten Meßkircher Gemeinderatssitzung.

Hauptamtsleiter Matthias Henle sagt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass sich die Frage der Zusammenlegung in den Jahren 2015 oder 2016 angesichts der vorausgesagten Entwicklung der Belegzahlen in den beiden Kindergärten stellen werde. Eine Konzentration in der Kernstadt sei aus Platzgründen für die nächsten Jahre nicht zu erwarten, fährt er fort.

Im Menninger Kindergarten gebe es derzeit 23 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. In 2015 sollen es noch zwölf Kinder in dieser Altersklasse sein, steht in der Kindergartenbedarfsplanung. Für die Einrichtung in Rengetsweiler soll die Kinderzahl von derzeit 20 auf 19 in 2015 absinken und so fast unverändert bleiben. Bei einer gedachten durchschnittlichen Gruppenstärke von 25 bis 28 Kindern sei dies aber weiter eine geringe Zahl, bemerkt Henle. Der Rengetsweiler Kindergarten ist auch für die Kinder aus Dietershofen und Ringgenbach zuständig. Für den Kindergarten in Rohrdorf zeige sich eine sehr stabile Entwicklung, heißt es in der Planung weiter. Bis zum Kindergartenjahr 2014/2015 gebe es dort einen Bedarf für zwei Gruppen.

Ein weiterer Aspekt der Kindergartenbedarfsplanung war die Frage nach den zehn Krippenplätzen, die am städtischen Kindergarten „Kunterbunt“ entstehen sollen. Mehrere Gemeinderäte stellten die Frage, ob der Bedarf an benötigten Plätzen ermittelt werden könne, um nicht ein Überangebot zu produzieren. CDU-Gemeinderat Karl-Heinz Thoma sprach sich zudem dafür aus, ein planerisches Gesamtkonzept für den Ausbau der Krippenplätze zu erstellen, das auch den katholischen Kindergarten St. Raphael in Meßkirch mit berücksichtigen sollte. Dem stimmte Bürgermeister Arne Zwick zu. Mit Blick auf den Bedarf an Krippenplätzen sah er die Nachfrage nach den jetzt in Planung befindlichen zehn Stück vorhanden. Hauptamtsleiter Henle fügte an, die Frage sei, wie viel mehr Plätze in Zukunft notwendig sein werden.

Im Menninger Kindergarten gibt es derzeit 23 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. 2015 sollen es noch zwölf Kinder in dieser Altersklasse sein.
Bild: Mägerle
Der Kindergarten „Sterntaler“ in Rengetsweiler soll auch die Stadtteile Dietershofen und Ringgenbach mit Plätzen versorgen. 2015 soll es dort noch 19 Kinder geben. Bild: Klein

Bei der Festlegung für die Kostenbeteiligung bei den kirchlichen Kindergärten stimmte der Rat für eine Defizitbeteiligung zu 89 Prozent für das laufende Jahr, rückwirkend zum September, die sich ab 2013 auf 90 und ab 2015 auf 91 Prozent erhöhen soll. Diese Beteiligung betrifft das Defizit aus den Betriebs- und Verwaltungskosten der Kindergärten. Abgelehnt wurde seitens des Rates indes eine Kindergartengeschäftsführungs-Pauschale, die pro Kindergarten und Jahr 4000 Euro betragen sollte.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 20.11.2012