> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 18. Mai 2011
 

„Täle Ducks“ läuft Zeit davon

Anfrage an die Stadtverwaltung wegen Inline-Hockey

Meßkirch-Rengetsweiler - Der „SVR Täle Ducks“ bietet in der Region eine eher seltene Sportart an: Im Sommer treffen sich die Spieler zum Inline- und im Winter zum Eishockey. Doch momentan hat der Verein mit seinen 26 Aktiven aus Rengetsweiler und der Region Meßkirch und Wald ein Problem: Er ist auf der Suche nach einer Halle, in der er trainieren kann.

Hockeyspieler Johannes Schulte berichtet, dass der SVR deshalb schon seit langem mit der Stadt in Verbindung steht. Kurz vor der jüngsten Bürgermeisterwahl habe er sich an Arne Zwick gewandt, erinnert sich Schulte. Ein Probetraining in der Rohrdorfer Halle habe leider ergeben, dass die Hockeyspieler dort nicht trainieren können. Der Grund: Die Unterkonstruktion sei ungeeignet, so dass die Spieler einsinken. „Leider, sonst wäre die Halle super gewesen“, stellt Schulte fest. Jetzt gehe es darum, ob die Spieler in der Stadthalle oder der Halle am Feldweg trainieren könnten. In Wald, wo sie ein halbes Jahr trainierten, mussten sie aufhören da der Boden durch die Abriebe der Rollen anscheinend in Mitleidenschaft gezogen war. „Wir wurden da ein bisschen zum Sündenbock gemacht“, sagt Schulte. Sein Argument: Wenn die Bodenversiegelung noch in Ordnung gewesen wäre, hätte man die Striche problemlos wieder entfernen können. Die Abriebstriche der Rollen seien dünn und länglich, die von Turnschuhen eher breit und klein. In Meßstetten, Stetten a.k.M. und in Mengen werde auch Inlinehockey in Hallen gespielt, deren Bodenversiegelung intakt ist und dort gebe es kein Problem. Für Schulte wäre daher auch die Halle am Feldweg eine gute Ausweichmöglichkeit.

„Wir wollen den Jugendlichen eine Möglichkeit geben, diesen Sport zu betreiben ohne dass sie lange Strecken fahren müssen“, kommt er auf den Punkt. Hauptamtsleiter Matthias Henle berichtet, dass die Verwaltung in Stetten a.k.M. und in Meßstetten anfragen wolle, wie dort die Erfahrungen mit den Inline-Hockeyspielern sind. Der Boden in der Stadthalle sei über 20 

Die Spieler der „SVR Täle Ducks“ stellen eine Anfrage an die Stadtverwaltung, ob sie in der Stadthalle Inline-Hockey trainieren dürfen. Die Verwaltung prüft die Anfrage noch.
Bild: Moser

Jahre alt und dafür sehe er noch gut aus. „Was nicht sein darf ist, dass wir dafür den Boden riskieren“, stellt er zu der Anfrage der Sportler fest. „In Wald sagen sie, den Abrieb kriegen sie nicht mehr so richtig raus.“ Durch die Geschwindigkeit der Hockey-Spieler könne es auch zu Schäden an den Verklebungen der Böden kommen, fährt Henle fort. Die Halle am Feldweg sei für die Hockey-Spieler aus seiner Sicht keine Option. „Die ist jeden Abend voll.“ In der Stadthalle sei das im Prinzip auch so. Ein „gewisses Potenzial“ gebe es nur dadurch, dass die Fußballer im Sommer nicht in der Halle trainieren.

Für die Spieler des „SVR Täle Ducks“ läuft indes die Zeit davon. Die Inline-Hockey-Saison dauert von März bis November und Einladungen zu Freundschaftsspielen in die Region können die Meßkircher nicht erwidern, da sie keine Halle haben, in der sie spielen könnten. Und zum Training auf den Heuberg zu fahren bedeute eine lange Anfahrt, die viele abschreckt, sagt Schulte. „Wir würden uns sehr freuen, wenn uns unsere eigene Gemeinde unterstützt“, fasst er den Wunsch der Spieler an die Stadtverwaltung Meßkirch zusammen. Dort gibt es derzeit indes noch offene Fragen zu klären.


 
 

Gregor Moser, Südkurier Meßkirch, 18.05.2011

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