> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 15. Februar 2010
 

 Höllenspaß mit himmlischem Programm

Rengetsweiler Bürgerball in der ausverkauften Randenhalle - Engel und Teufel mischen kräftig mit

Der Rengetsweiler Bürgerball am Samstagabend in der ausverkauften Randenhalle war ein voller Erfolg. Ein höllisch gutes närrisches Programm boten die zahlreichen Akteure. Die Vorsitzende des Narrenvereins Randenmale, Sabine Strobel, begrüßte Gäste in Reimform: „Der Teufel ist in der Rengetsweiler Halle, und er will euch holen – alle!“

Meßkirch-Rengetsweiler – Im langen Mantel führte Tobias Vochazer als Teufel durchs Programm. In die Tanzdarbietung der Barbie-Girls mischte sich ein Engel. Die Vor- und Nachteile eines Lebens im Himmel oder in der Hölle stellten Teufel und Engel gegenüber. Auch Teufelinnen sind nicht vor Liebeskummer gefeit. Auf jeden Fall stellten sie fest, die Liebe ist, so wie sie ist – Mist! Mit einem Wörterbuch „Deutsch-Ostdeutsch“ lassen sich Verständigungsprobleme zwischen Lehrling und Meister beheben. Barde Manuel Schönfeld trug den Königsjodler vor, der zu manchem Gelächter führte. Vier Tricks, für die es keine Lösung gibt, präsentierten die Magier Christoph und Patrick Poferl.

Nach der Melodie von „Auf de schwäbische Eisebahne“ sangen und spielten die Musikanten von Stuttgart 21 und dem Meßkircher Bahnareal: „Wie dia Große macht's au de Zwick, wendet a de gleiche Trick. Geld, des me it hot, glei ausgea, kann kann's scho koin andre me nea.“

Wie kostbar den Rengetsweilern ihre Zeitung ist, wurde an diesem Abend offensichtlich. „Fuchs, du hast die Zeitung g'stohla, gib sie wieder her.“ Mit dem Ritualtanz der Maori, dem Haka, schüchterten die Rengetsweiler Männer mit dramatischem Sprechgesang und furchteinflößender Körperbemalung die Füchse ein, die die Austrägerin belästigten.

Auf die Selbsthilfegruppe „Wortphobie“ folgte Hausmeister „Töni“ Reinhard Ehrenmann. „I hon heit koi Stückle. Etzt müsse mer halt gucka, wia mer dia zehn Minuten rumkrieged.“ Doch so lange hielt er es nicht schweigend aus und plauderte von Tupperdosen im Kühlschrank, Nachbarskindern und Arztbesuchen.

Normalerweise liegt die Aufgabe der Feuerwehr darin, Feuer zu löschen. Doch die Rengetsweiler „Feuerwehr and Friends“ 

Einen feurigen Tanz boten die „Feuerwehr and Friends“ mit „Time Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ auf der Bühne in der Rengetsweiler Randenhalle. 
Bilder: Häusler
Mit dem Ritualtanz der Maori, dem Haka, schüchterten die Männer die Füchse ein.

steckten mit einer heißen Tanzeinlage aus der „Rocky Horror Picture Show“ den Saal in Flammen und heizten dem begeisterten Publikum mächtig ein. Duelle um das Date mit einer jungen Dame werden im Ort mit Schnick, Schnack, Schnuck ausgetragen. „Trägt der Mann von heute unten Haar“, fragten Frank Vochazer und Reinhard Ehrenmann singend, begleitet an der Gitarre durch Manuel Schönfeld. Alle Akteure wurden am Programmende von Sabine Strobel auf die Bühne gebeten. Und das Publikum war der Meinung: „Das war spitze!“ Mit Stimmungs- und Schunkelliedern unterhielt das Sterntaler-Duo und lockte später zahlreiche Tanzpaare aufs Parkett.  

Bildergalerie im Internet:
www.suedkurier.de/fastnacht   

Bilder vom Schmotzigen Donnerstag im Internet:
www.suedkurier.de/fastnacht   


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Meßkirch, 15.02.2010

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