> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 16. März 2010
 

 Wahl bringt die Hoffnung für Heudorf

Pfarrgemeinderatwahl in der Seelsorgeeinheit Meßkirch

Meßkirch – Nach der Pfarrgemeinderatswahl am vergangenen Wochenende sieht es so aus, als könnte die Pfarrei Heudorf doch noch ihren Stiftungsrat besetzen und so auch in Zukunft selbstständig bleiben. Nachdem sich im Vorfeld der Wahl keine Kandidaten für den Pfarrgemeinderat in Heudorf fanden, hatte der derzeit amtierende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Klaus Boos den Verlust der Eigenständigkeit befürchtet (der SÜDKURIER berichtete). Gestern zeigte sich Boos nun zuversichtlich, dass die Wahl eine Wende brachte und zumindest der Stiftungsrat besetzt werden kann. „Einer hat gesagt, wenn kein anderer kommt, mache ich es“, berichtet Boos. Ein zweites Gemeindemitglied habe ebenfalls seine Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. Die Unterschriften seien allerdings noch nicht geleistete worden, sagt Boos.

Bei der Wahl waren von den wahlberechtigten 44 Kandidaten auf den Stimmzetteln vorgeschlagen worden, sagt Martin Stehmer, Vorsitzender des Wahlausschusses. In Heudorf werde ein Gemeindemitglied von 30 Personen vorgeschlagen, ein anderes von 23. Insgesamt wurden 44 Kandidaten vorgeschlagen. In den nächsten Tagen würden diese Gemeindemitglieder der Reihe nach besucht und um ihre Mitarbeit gebeten, erläutert Boos. Den Ausgang der Wahl wertet er als positiv und darüber was 2015 geschieht, wenn die geplante Zusammenlegung mit der Seelsorgeeinheit Sauldorf kommt, könne heute noch nichts gesagt werden, sagt er. „Das sind ungelegte Eier.“

Laut Martin Stehmer erreichte bei den 23 vorgeschlagenen Gemeindemitgliedern in

Bild: Günther Brender

 Rohrdorf, wo es für vier Plätze bislang nur zwei Gewählte gibt, einer 20 Stimmen. Andere Mitglied vereinten 19, acht oder vier Stimmen auf sich. Die Wahlbeteiligung war am Wochenende mit 53 Prozent in Dietershofen am größten, sagt Stehmer. In Ringgenbach habe die Wahlbeteiligung bei 41 Prozent gelegen, in Menningen bei rund 27 Prozent, in Rengetsweiler bei 29 Prozent, in Rohrdorf bei 26 Prozent, in Heudorf bei 24 und in Meßkirch selbst bei zwölf Prozent. Für den Fall, dass in Heudorf keiner der nun vorgeschlagenen Kandidaten zustimmen sollte, müsste die Seelsorgeeinheit entscheiden, wie es mit der Pfarrei weitergeht, sagt Stehmer. Doch seien solcher Überlegungen derzeit rein spekulativ.

Wahlergebnisse

St. Martin, Meßkirch: Wahlbeteiligung bei 12 Prozent. Gewählt wurden: Eberhard Hauff (481), Karl Hermann (427), Ulrich Wichert (374), Kurt Martin (311), Peter Roggenbuck (283), Gregor Espelage (252), Thomas Hanenberg (201), Alfons Löhle (156).

St. Nikolaus Dietershofen-Rengetsweiler: Steffen Schweikart, Dietershofen, (123 mit 87 Stimmen aus Dietershofen und 36 Stimmen aus Rengetsweiler) Friedbert Diener (116, 75 Dietershofen und 41 Rengetsweiler), Johann Lackinger (95, 25 Dietershofen und 70 Rengetsweiler), Katja Weidele (98 16 Dietershofen und 82 Rengetsweiler)

St. Peter und Paul Heudorf: Wahlbeteiligung 24 Prozent. Die vier Kandidaten müssen erst noch gefunden werden.

St. Johannes d. T. Menningen-Ringenbach: Gewählte Kandidaten: Reinhilde Hägele (137, 79 Stimmen aus Ringenbach und 58 aus Menningen), Wolfgang Schatz (130, 33 Ringenbach und 97 Menningen), Michaela Schlude (116, 26 Ringenbach und 90 Menningen), Gertrud Walz (114, 68 Ringenbach und 46 Menningen)

St. Peter und Paul Rohrdorf: Wahlbeteiligung bei 26 Prozent. Gewählte Kandidaten: Cornelia Degen 184, Alexander Kille 181. Zwei weitere Kandidaten müssen auch in Rohrdorf noch gefunden werden.


 
 

Gregor Moser, Südkurier Meßkirch, 16.03.2010

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