> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 09. Februar 2010
 

 Viele Pferde, keine Datenautobahn

Bürgerball in Dietershofen parodiert aktuelles Dorfgeschehen und verbreitet Neuigkeiten - Hohenzollern-Fahne als Präsent

Meßkirch-Dietershofen - In der Hand der Narren war das ehemalige Gerätehaus in Dietershofen, als Regina Krall, Vorsitzende des Narrenvereins „Mühle Vere“, den Bürgerball eröffnete.

Sie gab Kommunalpolitikern Ratschläge, indem sie den Nachbarn von Rengetsweiler empfahl, eines der beiden leeren Schulhäuser in ein Seniorenheim umzubauen. Das waren die ersten närrischen Kracher des Abends, denen noch viele folgten. Dann hieß es Bühne frei mit Roberto Blanco (Thomas Schneider) und Frau Wäber (Melanie Schneider), die amüsant durch das Programm führten und dafür immer wieder Beifall bekamen.

Die ersten Zwistigkeiten gab es beim Sketch „ Loriot“ (Siegbert Arzt und Isolde Rodger) um das angeblich harte Ei. Ein reiner Gefühlsakt, wie sich herausstellte. Beim Männertanz „Call on me“ standen die schönsten Männer (Marcel Diener, Andreas Schwarzenberger, Andreas Oschwald, Ralf Müller und Manfred Nothelfer ) vom Täle auf der Bühne und zeigten in graziösen Vorführungen ihre durchtrainierten Körper. Eine Einlage, die unter großem Gejohle des vollen Hauses dargeboten wurde, gab es bei Sabrina und Stefanie Krall. Sie spielten „Ein Ehepaar muss Kinder haben“, wobei sich allerlei Missverständnisse ergaben, die in dem Sketch eine treffende Wirkung auf die gut gelaunten Besucher hatten. „Babypflege nach Gebrauchsanweisung“ war geradezu die passenden Folge die von Linda Diener, Andreas Oschwald und Marcel Diener, die in einer unverwechselbaren Art vorgeführt wurde.

Die „Mühle Vere Sängerknaben“ waren über das aktuelle Dorfgeschehen bestens informiert, obwohl sie ihr Leid klagten, dass die Datenautobahn das Täle noch nicht gefunden hat. Gisela Schneider, eine hochintelligente Schülerin, die quasi alles aus der Schule plaudert, hatte in ihm närrischen Vortrag viel Witziges treffend in den Raum gestellt. Eine Tanzeinlage „Umbrella“ wurde gekonnt von den Girls aus dem Täle Stefanie, Simone und Sabrina Krall, Linde Diener, Sandra Poferl und Jenny Schweikart vorgeführt.

Dass man in Dietershofen mit Pferden gut ausgestattet ist, konnte man von Mario Krall und Tobias Moritz erfahren. Und dabei warnten die beiden jungen Akteure davor, dass in heimischer Gegend die „Reiterflucht“ als besondere schwere Tat immer wieder vorkommt.

Melanie Schneider alias Frau Wäber führte durchs Programm.
Bild: Mägerle

Mit der Episode vom „Katzenklo“ beschäftigten sich Marcel Diener mit den zwei Katzen Andreas Oschwald und Linda Diener, die für den nötigen Wirbel in ihrem Klo auf der Bühne sorgten. „Die ‚Montagsturnerinnen' mit Marius und Pascal Möll, Steffen Schweikart, Thomas Schneider und Christoph Poferle hatten neben ihren Übungen den wöchentlichen Dorftratsch aufgebauscht und wussten immer das Neueste, was auch das Turnen erleichterte.

Nochmals kam Stimmung auf: Unter dem Motto „Elvis lebt“ kündigten heiße Rockrhythmen „The King Elvis“ (Friedbert Schneider) an.

Ein langjähriges Versprechen löste der benachbarte Ortsvorsteher Martin Binder aus Göggingen ein: Er übergab die Hohenzollersche Fahne als wichtiges Symbol fürs Täle, damit die Bewohner wissen, wo ihre Wiege steht.

Bildergalerie im Internet:
www.suedkurier.de/fastnacht   


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 09.02.2010

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