> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 10. September 2010
 

 Täle-Wehr wird 75 Jahre alt

Jubiläumsfest mit Gottesdienst und Hock - Feuerwehr Ringgenbach / Dietershofen hat 18 Aktive

Meßkirch-Ringgenbach-Dietershofen – Die Abteilung Ringgenbach-Dietershofen der Feuerwehr Meßkirch feiert am Sonntag, 12. September, ein Jubiläum. Die „Täle-Wehr“, wie sie sich selbst bezeichnet, wird 75 Jahre alt. Gefeiert wird in einem schlichten Rahmen, sagt der Abteilungskommandant Mario Droxner, der aus dem kleinsten Teilort Buffenhofen kommt. Zusammen mit den Abteilungswehren Menningen und Rengetsweiler gehören sie der Gruppe Süd der Gesamtwehr Meßkirch an. Fahrzeugtechnisch unterstützt wird die Wehr durch ein Tanklöschfahrzeug TLF, das nach eingehender Überholung im Feuerwehrgerätehaus in Ringgenbach stehen wird.

In Ringgenbach ist der eigentliche Ursprung der „Täle-Wehr“. Der damalige Bürgermeister Waldenspuhl berief im Februar 1935 die männlichen Einwohner ins Gasthaus „zum Schützen“ zur Gründung einer Feuerwehr ein. Dem Aufruf folgten, wie aus der Chronik zu lesen ist, 41 Männer aus Dietershofen, Buffenhofen und Ringgenbach. Die feierliche Verpflichtung fand am 2. Juni 1935 in Ostrach beim Kreisfeuerwehrfest statt.

Schon um das Jahr 1849 gab es in Ringgenbach ein Spritzenhaus und einen Löschverband, dem die hohenzollerschen Gemeinden angehörten. Ein technischer Fortschritt war 1899 die Anschaffung einer neuen Druck- und Saugspritze, die von zwei Pferden gezogen wurde. Sie war Standard der „Täle-Wehr“ bis ins Jahr 1971, als unter dem Kommando von Alfred Längle, der die Wehr ab 1958 führte, 1971 ein neues Feuerwehrfahrzeug TSF 8 angeschafft wurde, das heute noch in Diensten steht.

 

Sie freuen sich darauf, am Sonntag mit Gästen das 75-jährige Bestehen ihrer Feuerwehr feiern zu dürfen: die Mitglieder der Täle-Wehr.
Bild: Mägerle

In den Kriegsjahren waren in den drei Teilortgemeinden 22 weibliche Feuerwehr-Hilfskräfte im Einsatz. Der Wiederaufbau der Wehr nach dem Krieg durch den Kommandanten Josef Ströhle war nicht ganz einfach, da die Besatzungsmächte nur eine beschränkte Zahl von Feuerwehrmännern zuließen. Auch die Gemeindereform 1975 brachte für die bis dahin selbstständige Feuerwehr aus dem „Täle“ Änderungen, als sie als Abteilungswehr in der Gesamtwehr Meßkirch aufgenommen wurde. Der Abteilungskommandant wurde für Ringgenbach und Dietershofen Heribert Droxner, ihr Zuhause fanden die Wehrmänner mit ihren Gerätschaften im neu erbauten Gemeindehaus, das 1982 bezogen werden konnte. 20 Jahre leitete Karl Droxner die Gesamtwehr, seit Anfang 2010 führt sein Sohn Mario Droxner das Kommando. „Wir machen neben unseren monatlichen Übungen die besonderen Schulungsabende in Meßkirch mit“, erklärt Droxner. Derzeit hat die Wehr 18 Aktive und acht Mitglieder in der Alterabteilung, um den Nachwuchs ist es gut bestellt.

Programm

Die Feuerwehr-Abteilung Ringgenbach-ietershofen feiert am Sonntag, 12. September, ihr 75-jähriges Bestehen.

8.45 Uhr: Gottesdienst in der St.-Nikolaus-Kirche in ietershofen, anschließend Festumzug zur Festhalle mit den Fahnenabordnungen und dem Fanfarenzug Meßkirch.

11 Uhr: Begrüßung und Ehrungen.

11.30 Uhr: Frühschoppenkonzert mit den „Rengetsweiler-Musikanten, Mittagessen und gemütlicher Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.

14 Uhr: Schauübung der Feuerwehr, Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge und des übernommenen Tanklöschfahrzeuges.

16.30 Uhr: musikalischer Festabschluss mit dem Kreisverband-Seniorenorchester Sigmaringen.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 10.09.2010

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