> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 08. September 2009
 

Heike und Clemens ziehen die Kutsche

Wanderritt der Reitervereinigung Wald rund um Dietershofen - Mehr als 100 Teilnehmer vom Bodensee und Linzgau

Mehr als 100 Reiterinnen und Reiter aus der Gegend von Bodensee und Linzgau, machten den Wanderritt der Reitervereinigung Wald-Ruhestetten mit. Treffpunkt war Dietershofen, wo sich Ross und Reiter am Sonntagvormittag beim alten Feuerwehrhaus trafen.

Eine tolle Strecke hatte der Vorsitzende Hans Spiess und sein Team ausgewählt. Nach der Anhöhe von Dietershofen am schattigen Waldesrand von Rengetsweiler mit einem herrlichen Blick zum Dorf und bis auf den Heuberg ging es in Richtung Litzelbach-Reischach durch den Wald, wo sich die Linzgaustadt Pfullendorf kurz zeigte. Gut ausgeschildert führte der Weg weiter über die Fluren von Rengetsweiler wieder zum Ausgangspunkt nach Dietershofen.

Im gemütlichen Trab oder auch mal in schnellen Galopp war es immer wieder ein Erlebnis, durch die reizvolle Landschaft zu reiten, die man so nicht sieht, sagt eine junge Reiterin aus Überlingen-Bambergen. Man lernt die Natur und Landschaft kennen und hat dabei noch seinen Spaß, auf dem Rücken des Pferdes zu sein. „Das Zusammensein mit dem Pferd ist unbeschreiblich“, sagt die 18-jährige Carmen aus Salem, die seit jungen Jahren mit den Pferden vertraut ist und den Wanderritt mit vielen netten Reiterkolleginnen gemacht hat. Man trifft sich meist anschließend noch bei unterhaltsamen Gesprächen.

In Dietershofen gab es noch eine gute Stärkung für die Reiter und Erholung für die Pferde, bevor man sich wieder auf den Heimweg machte.

Interessant war auch die Mitfahrgelegenheit auf der Kutsche, die von den beiden 13-jährigen Kaltblütlern Heike und Clemens gezogen wurden. Leo Reichle war mit ihnen für die Reiterfreunde Taisersdorf gestartet. Zweieinhalb Stunden war man mit der Kutsche unterwegs und konnte das genaue Zusammenspiel der beiden Pferde und ihres Herrn auf dem Kutschbock hautnah erleben. Sie reagierten auf den kleinsten Zügelzug oder auf die Worte von Leo Reichle, der je nach Streckenlage beruhigend zu seinen beiden Pferden sprach. Ob bergauf, bergab oder auch im gemächlichen Galopp in einem Waldstück – das Zusammenspiel zwischen

Mit der Kutsche und den beiden Thüringer Kaltblütern Heike und Clemens nahm Leo Reichle für die Reiterfreunde Taisersdorf am Wanderritt in Dietershofen teil.
Bild: Mägerle

Mensch und Tier war einfach unbeschreiblich.

Zurück am Standort hatte man als unerfahrener Gast das Gefühl, dass man sich auf Pferde verlassen kann, wie es Leo Reichle bestätigte, aus dessen Reitstall sechs Pferde mit Reiterinnen aus seiner Familie den Wanderritt mit machten. Es liegt mit an der Behandlung der Pferde, wie er bestätigt, um ohne Zwischenfälle an solchen Wanderreitveranstaltungen mitmachen zu können. Denn es gibt gerade in der freien Natur viele Begebenheiten, die auch für ein Pferd neu sind, die man ihm schonend angewöhnen muss.

Gerade bei den Reiterspielen an den Kontrollpunkten waren Reiter und Pferd immer wieder gefordert, um in einer Harmonie die nötigen Erfolgspunkte zu erreichen.

Der älteste Teilnehmer mit 75 Jahren war Max Elbs aus Aach-Linz und die jüngste Reiterin Jana Zimmermann mit sechs Jahren. Beide erhielten einen Ehrenpokal. Als stärkste Gruppe mit 21 Pferden erhielten die Reiterfreuende Bacher aus Überlingen den Wanderpokal vom Vorsitzenden Hans Spies überreicht. Mit 15 Pferden den zweiten Platz belegte der Reitverein aus Aach-Linz, und Platz drei mit 14 Pferden ging an die Reiterfreunde aus Taisersdorf.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 08.09.2009

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