> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 31. März 2009
 

Zum Wohle aller

Leserbrief zum möglichen Standort der Förderschule in Rengetsweiler

Am Dienstag wird in der Sitzung des Gemeinderats über den Standort der Förderschule Meßkirch gesprochen und auch abstimmt werden. Die Förderschule soll an die Conradin-Kreutzer-Schule angeschlossen werden. Das bedeutet an die alten Gebäude neue Räumlichkeiten anbauen, die Turnhalle erweitern und auch mehr Platz für einen größeren Schulhof erwerben.

Ein Unternehmen in einer Zeit, in der auch die Stadt Meßkirch überlegt, überall Geld einzusparen. Da darf die Frage erlaubt sein, weshalb man den Standort der Förderschule nicht nach Rengetsweiler hinaus verlegt. Denn hier stehen zwei Schulhäuser leer, die erst in den letzten Jahren renoviert bzw. umgebaut wurden. Die Mehrzweckhalle ist nach den Sommerferien morgens kaum noch belegt, weil die Grundschule nun ja geschlossen ist. Auch ein großer Schulhof mit angrenzendem Bolzplatz, Tischtennisplatte und einer Sprunggrube stehen ebenfalls zur Verfügung. Durch die Unterbringung der Förderschule in Rengetsweiler würden die vorhandenen Räumlichkeiten optimal genutzt.

Sicherlich kann angeführt werden, dass nach Rengetsweiler nicht die besten 

Busverbindungen bestehen. Von den Kindern der umliegenden Orte wird schließlich auch verlangt, dass sie nach Meßkirch in die Schule gehen. Weshalb sollten dann Förderschüler der Meßkircher Raumschaft nicht nach Rengetsweiler gefahren werden?

Weshalb muss man die Grund- und Hauptschule in Meßkirch noch größer machen, obwohl man weiß, dass in kleineren Schulen die Bedürfnisse und Probleme der Kinder eher gesehen werden, als in großen Schulen?

Einem Bürgermeister und dem Gemeinderat sollten das Wohl und die Interessen aller Bürger am Herzen liegen. Die Stadt Meßkirch besteht nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch aus sieben umliegenden Dörfern, die einiges durch ein reges Vereinsleben, Eigenleistungen und anderen Aktivitäten auf die Füße stellen. Die Bewohner dieser Gemeinden sind Wähler des Stadtrates und des Bürgermeisters. Das sollte nicht vergessen werden. 

Ulrike Böhler, Karl Diener, Ursula Diener, Thomas Liehner und Gerhard Löffler
Rengetsweiler


 
 

Südkurier Meßkirch, 31.03.2009

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