> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 14. Juli 2009
 

Hier kommt die Jugend zum Zug

Firma Alber Metallbearbeitung setzt auf Ausbildung

Meßkirch-Rengetsweiler - Abhaken und nach vorne schauen, dies ist bei vielen Mittelständlern und Kleinunternehmern die Beurteilung für das Jahr 2009, da macht auch die Firma Alber Metallbearbeitung im Meßkircher Ortsteil Rengetsweiler keine Ausnahme. Es wird wohl für Herbert Alber das schlechteste Geschäftsjahr werden, doch sein Optimismus, vorbereitet und startklar zu sein, lässt alle hoffen. Mit seinen beiden Söhnen Christian und Daniel Alber, die seit kurzem in die betriebliche Führungsebene integriert sind, will er die Weichen für die Zukunft stellen und die Verantwortung auf breitere Schultern verteilen.

Auf die derzeitige Situation angesprochen, ist die Auftragslage recht bescheiden, sodass auch Kurzarbeit eingeführt werden musste. „Doch wir haben sehr positive Ansätze, die eventuell schon im Spätherbst fruchten können und auf diese arbeiten wir hin“, meint Christian Alber, der für die Auszubildenden und deren Schulung im Betrieb verantwortlich ist. „Eine gute Ausbildung war immer unser bisheriges Bestreben, was wir weiterhin beibehalten wollen. Es ist mit ein Erfolg unseres Betriebes“, so Firmenchef Herbert Alber, „dass nach einer guten Ausbildung im eigenen Betrieb die Auszubildenden auch als Fachkräfte übernommen werden.“ Denn das breit gefächerte Teilespektrum über komplexe Dreh- und Frästeile, Grauguss- Bremsscheiben sowie die Montage und Schleifbearbeitung von Carbon- Bremsscheiben für Automobilhersteller verlangt ein hoch qualifiziertes Mitarbeiterteam. Die erfolgreiche Zerspannungstechnik in der CNC-Fertigung brachte in den vielen Jahren dem Unternehmen Alber auch einen hohen Qualitätsstand ein, der als Zulieferer mit entsprechenden Zertifizierung bei der Automobilindustrie ein besonderes Ansehen genießt.

Aus den Anfängen im Jahre 1983 in einer Garage wurde zwischenzeitlich eine Betriebsgröße von zirka 4000 Quadratmeter

Sieben Auszubildende sind es derzeit im CNC-Fräs- und Drehmaschinenbereich bei der Firma Alber Metallbearbeitung GmbH in Rengetsweiler, ab September werden es elf sein; 2.v.l.: Firmenchef Herbert Alber, rechts Juniorchef Christian Alber.
Bild: Mägerle

geschaffen, auf der 70 CNC- Bearbeitungsmaschinen für 60 Mitarbeiter Platz finden. „Diesen Beschäftigungsstand wollen wir auf jeden Fall erhalten“, so Herbert Alber, „um unseren modernisierten Maschinenpark in der Produktion optimal ausnutzen zu können.“

Derzeit sind es sieben Auszubildende, die an verschiedenen CNC-Fräs- und Drehmaschinen ihre Ausbildung machen. Ab September 2009 wird sich die Zahl der Auszubildenden auf elf erhöhen. Die Firma Alber ist einer der wenigen Betriebe im Kammerbereich Ravensburg, bei der die Auszubildenden ihre Zwischen- und Abschlussprüfung auf CNC-gesteuerten Bearbeitungsmaschinen absolvieren. Die praxisbezogene Ausbildung und der Umgang mit den modernen Produktionsanlagen brachten in der Vergangenheit immer sehr gute Prüfungsergebnisse.

Die Anforderungen werden steigen und um in diesem Prozess mithalten zu können, wird es mehr denn je sehr wichtig sein, auch in Klein- und Mittelbetrieben wieder mehr Wert auf die Ausbildung zu legen, so die Firmenphilosophie der Firma Alber Metallbearbeitung.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 14.07.2009

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