> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 05. September 2008
 

Spitzenevent für Motorradfans

Am Sonntag in Sigmaringen Supermoto bei der Stadthalle

Sigmaringen wird am Sonntag wieder zum Mekka für Rennsportbegeisterte und Motorradfreaks. Mit dem ADAC Supermoto um den Zoller-Hof-Cup stellt das Rallye-Racing-Team Scheer (RRT) zum vierten Mal ein hochkarätiges Rennsportevent auf die Beine, das Fahrer und Zuschauer gleichermaßen begeistert und anzieht.

Sigmaringen - Bei einer Informationsveranstaltung mit Veranstaltern, Sponsoren und den lokalen Rennfahrern erklärte RRT-Vorstand Wunibald Blender die Faszination der neuen Trendsportart: "Kurze Rennen, viele Rennen, Schlag auf Schlag, das wollen die Leute sehen - kein rundenlanges Hintereinanderherfahren". Der Standort Sigmaringen bietet dazu noch das besondere Ambiente eines Rennens mitten in der Stadt mit beeindruckender Schlosskulisse und ein besonders zuschauerfreundliches Gelände, kein Problem für "Frauen mit Stöckelschuhen oder Familien mit Kinderwagen", wie Blender anfügte.

Austragungsort dieser Motorradsport- Veranstaltung ist wie im vergangenen Jahr das Areal des Kaufland - Parkplatzes und der Stadthallen-Vorplatz, wo ein etwa 700 Meter langer Rundkurs aus zwei Dritteln Asphalt und einem Drittel Naturboden gestaltet wurde. Gestartet wird in den Klassen Solo-Motorräder Profi und Amateure ohne Hubraumbeschränkung. Vor den Hauptrennen entscheiden harte Ausscheidungsrennen über die Teilnahme.

Schon bevor die ersten Motoren aufheulen und die ersten Maschinen über die Piste driften hatten die RRT-Mitglieder mit Hilfe ihrer Sponsoren hier einiges zu stemmen. 320 Tonnen Material wurden zum Springhügel verdichtet und kilometerweise Bauzaun transportiert und aufgestellt. 116 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz um den logistischen und technischen Personalaufwand abzudecken. Bei einem finanziellen Rahmen von 20000 Euro ist ein starkes Sponsorenengagement unverzichtbar, so Blender.

Die Zollerbrauerei, die Firma Martin Baur und die MRS-Rau Racing GbR zusammen mit der Firma KTM bilden dazu das Gerüst ohne das die moderaten Eintrittspreise nicht haltbar wären.

Was den besonderen Reiz des Rennens für die Teilnehmer ausmacht, erklärte Lokalmatador Michael Vochazer, in der Szene einfach "Knochen" genannt. "Wann ist Sigmaringen?" werde er von Rennkollegen von Hamburg bis Berlin gefragt. Überall sei die Veranstaltung gut angekommen und vor allem die wetterbedingte "chaotische Schlammschlacht" des ersten Rennens in bleibender Erinnerung. "Sigmaringen hat Status, das ist das Bestmögliche auf kleinem Raum", schwärmt der Rengetsweiler.

Da die Amateurklassen den wirklichen Hobbyfahrern unter den Motorradsportlern vorbehalten werden soll, darf Vochazer am Sonntag in der Profiklasse starten. "Das ist wie SV Sigmaringen gegen Bayern München",

Die Lokalmatadoren vom Rallye-Racing- Team Scheer standen im Vorfeld des 4. Sigmaringer ADAC Supermoto zusammen mit den Veranstaltern und Sponsoren Rede und Antwort: Christian Stolz, "Knochen" Michael Vochazer, Andreas Loes und vorne der Youngster "Powerslider" Marc-Reiner Schmidt (von links).
Bild: Goldau
Michael Vochazer ist der Lokalmatador beim Sigmaringer ADAC Supermoto.
Bild: RTT Scheer

vergleicht er seine Chancen, bei denen er sich jedoch direkt hinter den  bezahlten Sportlern einreihen will, unter denen zahlreiche WM und EM-Fahrer der Schweiz antreten. Andere einheimische Fahrer, die für den Veranstalter (RRT) an den Start gehen, sind der Walder Andreas Loès, Christian Stolz aus Krauchenwies, Dirk Strecker aus Nendingen und der 17-jährige Schweizer Sandro Walder, der schon im vergangenen Jahr hier sehr erfolgreich war. Eine Attraktion ist auch der Jüngste Fahrer: Marc-Reiner Schmidt aus Friedrichshafen, zwölf Jahre jung, sechs Jahre Motorsporterfahrung, Schweizer Meister bei den Youngsters bis 85 Kubikzentimeter und vor kurzem Tagessieger bei einem Meisterschaftsrennen der Klasse Youngster 125/250 Kubikzentimeter. Er will in Sigmaringen aufs Siegertreppchen und mit seinem Leichtgewicht wettmachen, was die anderen an Kubik überlegen sind.

     

Supermoto:
Das Event vor den Toren Sigmaringens beginnt nach der Kirchenruhe Punkt 11 Uhr mit den Trainings- und Qualifikationsläufen. Es folgen die Vorläufe und ein Hoffnungslauf der Amateure, die Einzelläufe der Profis und der Amateure. Das Rennen wird mit den Siegerehrungen gegen 18.30 Uhr abgeschlossen.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Kostenlose Parkplätze stehen in Renngelände-Nähe zur Verfügung. Auch ist das Sigmaringer Parkhaus "Prinzengarten" an diesem Rennsonntag gratis benutzbar.


 
 

Martina Goldau, Südkurier Sigmaringen, 05.09.2008

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