> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 16. Juli 2008
 

Qualmende Reifen auf nasser Straße

Michael Vochazer begeisterte mit einer Stunt-Show die Besucher beim Stadtfest

Durch den Regen etwas getrübt war das Meßkircher Stadtfest am Wochenende. Motorrad-Star Michael "Knoche" Vochazer aus Rengetsweiler ließ es sich dennoch nicht nehmen, nachdem die erste seiner beiden angekündigten Shows wettertechnisch ausfallen musste, auf seiner 450-er KTM eine erstklassige Stunt-Show "herunterzureißen". Im Gespräch war später von ihm zu erfahren, dass er aus sicherheitstechnischen Gründen auch die zweite Show nicht hätte fahren dürfen. Denn generell finden solche Shows bei nasser Fahrbahn nicht statt. Nachdem er die große Zahl an Zuschauern gesehen habe, die seine Schau sehen wollten, habe er nicht mehr Nein sagen können, sagte Vochazer hinterher.

Nachdem der 36-jährige Ausnahmefahrer von Thomas Schlude vom Stadtfest-Organisationsteam vorgestellt worden war, tastete er mit seiner Maschine die nasse Grabenbachstraße auf ihre Griffigkeit ab. Zur passenden Biker-Hymne "Born To Be Wild" ging es dann Schlag auf Schlag: Kreisel um die eigene Achse, stadtauswärts ein "Wheely", stadteinwärts ein "Stoppy", dann ein "einarmiger Wheely", gefolgt von "einem auf der Sitzbank stehenden Wheely". Der anschließende "Stoppy", bei dem sich beide Füße über dem Lenker befinden - und auch beidhändig ausgeführt schon eine akrobatische Höchstleistung - wurde dadurch noch getoppt, dass Vochazer diesen einhändig präsentierte. Der klassische "Burnout" des Hinterreifens wurde vom

Mit akrobatischem Einsatz und Feingefühl am Gashebel konnte Michael "Knoche" Vochazer mit seinem Motorrad auf der regennassen Grabenbachstraße das Publikum beim Stadtfest in seinen Bann ziehen. 
Bild: Herrmann 

begeisterten Publikum lautstark begleitet. Der Ansturm auf eine der begehrten Autogrammkarten hielt nach der Show lange an.

Bereits bei seinem ersten Rennen vor zehn Jahren hatte Vochazer den Siegerpokal mitnehmen können. Nachdem er weitere neun Mal auf dem Siegerpodest gestanden hat, entschied er auf Anhieb die deutsche Meisterschaft souverän für sich. Und 2007 "bretterte" er beim Sigmaringer Super-Moto-Cup als bester deutscher Fahrer in der internationalen Klasse durchs Ziel.


 
 

Chris Herrmann, Südkurier Meßkirch, 16.07.2008

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