> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 22. August 2008
 

Vertreter der Stadt sprechen über Teilort

Ortsbegehung mit Bürgermeister Arne Zwick und den Amtsleitern Matthias Henle und Udo Hollauer

Zusammen mit den Amtsleitern Matthias Henle und Udo Hollauer besuchte Bürgermeister Arne Zwick den Meßkircher Teilort Rengetsweiler, um die dörfliche Entwicklung der Gemeinde zu begutachten. Diskussionen gab es über das bisher ausgewiesene Gewerbegebiet in Rengetsweiler, das in der Neufassung des Flächennutzungsplanes entfernt werden soll.

Meßkirch-Rengetsweiler - Alle zwei Jahre, so Bürgermeister Zwick, wolle man sich in einer lockeren Runde mit den Ortschaftsräten treffen, um wichtige Themen zu besprechen. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteherin Uli Böhler begann der Rundgang in der Randenhalle, wo von Seiten der Dorfgemeinschaft und des Ortschaftsrates ein 30 Quadtratmeter großer Anbau in Richtung Küchenausgang gefordert wird. Laut Ortschaftsrat Walter Schönfeld fehlt ein Abstellraum in der Randenhalle und der so genannte Stiefelgang wird mit Leergut voll gestellt.

Vom Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Peter Gress wurde ein Planentwurf gezeichnet mit einer Kostenschätzung von zirka 20000 Euro. Dies beinhaltet nur die Materialkosten, da der Anbau größtenteils in Eigenleistung erstellt werden würde.

Weiter ging es mit der Besichtigung des Kindergartens, eines städtischen Schopfes, der von den örtlichen Vereinen genutzt wird und der Grundschule. "Die Kündigungen sind ausgesprochen, aber entschieden ist noch nichts", machte Arne Zwick auf die unbefriedigende Schulsituation in Rengetsweiler aufmerksam.

Nach einer Schließung stünden viele Überlegungen im Raum, wie eine sinnvolle Nutzung der beiden Schulgebäude aussehen könnte. Mit etlichen hypothetischen Äußerungen verließ man den Schauplatz, um sich im Sitzungszimmer des Ortschaftsrates mit dem Flächennutzungsplan von Rengetsweiler auseinanderzusetzen.

Zwick machte auf Baulücken in Rengetsweiler aufmerksam. Interessierten Bauherren stünden in der Zwischenzeit drei Plätze zur Verfügung. "Es sind genug Sachen da, um die man sich die nächsten Jahre kümmern muss", sagte Zwick im Bezug auf die Planung der Dorfentwicklung.

Eine große Diskussion gab es über das bisher ausgewiesene Gewerbegebiet in Rengetsweiler, das in der Neufassung des Flächennutzungsplanes entfernt werden soll.

Mit Hilfe des Flächennutzungsplanes von Rengetsweiler erläuterte Bürgermeister Arne Zwick den Ortschaftsräten die gemeindeeigene Dorfentwicklungsplanung.
Bild: Löffler 

Das Argument von Ortschaftsrat Gerhard Löffler, dass man einer bauwilligen Firma ein eigenes Gewerbegebiet zum Verkauf anbieten könne, ließ Bürgermeister Arne Zwick nicht ungerührt.

Den Argumentationen für ein Gewerbegebiet in Rengetsweiler schlossen sich die Ortschaftsräte Walter Schönfeld und Thomas Liehner an. Mit der Zusicherung, die zum Gewerbegebiet zugehörige städtische Fläche nicht zu verkaufen, kam Zwick den Ortschaftsräten entgegen. Diese wollen das Thema jedoch in ihrer nächsten Sitzung noch einmal besprechen.

Mit dem Wunsch der Sanierung von Feldwegen und der Restauration der Sitzgruppe vor dem Feuerwehrhaus endete die Sitzung. Dann gingen die Beteiligten zum gemütlichen Teil des Tages über. Auf Einladung der Stadt kehrten sie im Gasthaus "Frieden" ein.

Rengetsweiler

Der Teilort von Meßkirch feierte 2006 sein 750-jähriges Bestehen und hat heute ca. 450 Einwohner in 193 Haushalten. Er wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt, als Rudolf von Reischach sein Lehen, das er in Rengetsweiler von Graf Rudolf von Tübingen trug, dem Kloster Wald schenkte. Im Habsburger Urbar von 1306 wird Rengetsweiler ausdrücklich zur Herrschaft Sigmaringen gehörend aufgelistet. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte sich die Grafschaft Sigmaringen aus der Landeshoheit der Habsburger lösen.

Informationen im Internet:
www.rengetsweiler.de


 
 

Ulrike Löffler, Südkurier Meßkirch, 22.08.2008

nach oben