> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 27. Mai 2008
 

Letztes Geleit für Liehner

Viele Trauergäste bei der Beerdigung

Meßkirch-Rengetsweiler (ull) Eine große Trauergemeinde hat sich am Freitag von Anton Liehner verabschiedet. Völlig überraschend verstarb dieser am Sonntag, 18. Mai, im Alter von 66 Jahren. Viele, denen er sich in seinem Leben zugehörig fühlte, kamen auf den Friedhof von Dietershofen/Rengetsweiler.

Den Auftakt der vielen Reden machte Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick für die Ortschafts- und Stadtverwaltung, der Anton Liehner als Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Aktivitäten in Rengetsweiler bezeichnete. Kontaktfreudig und offen gegenüber seinen Mitmenschen - so habe er Liehner zum Ende von dessen insgesamt 29-jähriger Amtszeit als Ortsvorsteher kennen gelernt. Siegbert Blum vom Musikverein Rengetsweiler bezeichnete Anton Liehner als einen Menschen, für den Musik mehr war als nur Flügelhorn zu spielen. Gemeinschaftssinn, Vereinsleben, Ehrenamt, Verantwortung - all das seien Punkte, die für den Verstorbenen selbstverständlich gewesen seien. Voller Kraft und großem persönlichem Engagement setzte sich Anton Liehner für seine Rengetsweiler Musikanten und sein Waldfest ein, das er als wirklicher Mann der ersten Stunde maßgeblich mitinitiierte.

Rührende Worte fand die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Neff, die einen Rückblick über Anton Liehners 18-jährige Tätigkeit im Gremium hielt. Trotz zahlreichen Verpflichtungen war er fast in

jeder Sitzung anwesend und seine politische Tätigkeit war oftmals hilfreich, um Zuschussgelder für Renovierungsarbeiten an der Kirche zu gewinnen.

Über Anton Liehners Tätigkeit als Forstarbeiter im Revier Rengetsweiler sprach der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern, Bernhard Rack. Mehrere Revierleiter standen Anton Liehner in seinen über 45 Arbeitsjahren zur Seite, die ihn als kameradschaftlichen, strategisch denkenden Menschen kennen lernten. Durch seinen angenehmen und auch feinsinnigen Humor mit seinem leicht spitzbübischen Lächeln entlockte Liehner bei so manchem die eine oder andere Information, die er noch benötigte, sagte Rack.

Theodor Hänßler als Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rengetsweiler erinnerte an einen fröhlichen Kameraden, der fast 50 Jahre in der Feuerwehr tätig war. Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Peter Gress, würdigte die Verdienste Anton Liehners für den Bau der Randenhalle. Er sei die treibende Kraft gewesen und ohne sein Wirken wäre dies alles nicht möglich gewesen.

Nach diesen ergreifenden Reden wurde der Verstorbene zu seiner letzten Ruhestätte geleitet, wo sich die Vereinskameraden musikalisch und gesenkter Fahne mit dem Marsch "Alte Kameraden" verabschiedeten.


 
 

Ulrike Löffler, Südkurier Meßkirch, 27.05.2008

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