> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 15. Mai 2007
 

Haufenweise Spaß beim Waldfest

39. Rengetsweiler Waldfest zieht viele Besucher an

Vier Tage lang musikalische Unterhaltung, gepaart mit einigen Überraschungen, hat das Rengetsweiler Waldfest geboten, das am Montagnachmittag nochmals eine Abwechslung mit Kinderfest und Seniorennachmittag brachte. Mit einem Feierabendhock klang das Fest schließlich aus.

Rengetsweiler - Zum Feierabendhock am Montagabend spielten die Laizer Musikanten, die das berufstätige Volk nach getaner Arbeit bei kühlen Getränken und Stärkung aus dem reichhaltigen Speiseangebot musikalisch unterhielten.

Es gehört zum Programm des Rengetsweiler Waldfestes, dass neben Blasmusik-Kapellen gute Ensembles aus der Region spielen, dass immer auch spezielle Bands auf der Bühne sind. In diesem Jahr war es die bekannte Coverband "Radspitz", die auch viele Jugendliche in ihren Bann zog. Auch Freunde der klassischen Blasmusik kamen voll auf ihre Kosten - beim Auftritt der Formation "Jörg Bollin und sein Mährisches Feuer". Diese Gruppe spielte Blasmusik der Extraklasse am Abend des Muttertags am Sonntag im Festzelt - und das bei kostenlosem Eintritt. Begeistert waren alle Besucherinnen und Besucher des Konzerts davon, was diese Musiker in allen Stilrichtungen und den gut gespielten Soloeinlagen auf ihren Instrumenten zauberten.

Großes Interesse galt bereits am Sonntagnachmittag dem Hammellauf, der beim Waldfest inzwischen zur Tradition geworden ist. Erwachsene und Kinder jeden Alters machten den Rundgang mit und jeder wartete auf den "Glückschuss" der abgegeben werden soll, wenn der Teilnehmer auf dem berühmten Glückstreppchen steht. Bereits bei den drei Vorläufen gab es ansehnliche Trostpreise zu gewinnen. Beim Hammellauf gewann Edith Erath aus Glashütte, die das junge Tier mit nach Hause nehmen durfte. Schöne Trostpreise gingen an Corina Keller aus Wintersulgen und Marina Hänsler aus Glashütte.

Das Kinderfest am Montagnachmittag beim Waldfest ist ein besonderer Tag für alle Kindergarten- und schulpflichtigen Kinder von Rengetsweiler sowie aus den ganzen Tälegemeinden und der näheren Umgebung. Der jüngste "Gesangstar" beim Singwettbewerb war gerade drei Jahre alt und der Älteste dürfte zwölf Jahre erreicht haben. Gesungen wurde a-cappella, also ohne musikalischen Hintergrund, und Joachim Kille hatte alle Hände voll zu tun, um die 38 Mädchen und Jungen fachgerecht über die Tonanlage zu versorgen. Nicht ganz einfach war es auch für die Jury, die aus 

Nicht nur die Großen hatten ihre Freude beim Rengetsweiler Waldfest. Eine etwas andere Überraschung war der große Spiel- und Sandhaufen für die kleinsten Festbesucher beim Festzelt, der immer gut belegt war.
Bild: Mägerle

Lehrkräften und Kindergartenleiterinnen bestand, die richtige Punktzahl zu vergeben. Auch ging mancher Auftritt in der Geräuschkulisse der zahlreichen Besucher unter. Doch letztendlich gab es nur 1. und 2. Sieger, die sich ihre Preise aussuchen durften und der abschließende Applaus brachte Anerkennung zum Ausdruck.

Einen kleinen Vergnügungspark gab es mit einem Karussell, einer Mini-Eisenbahn und schließlich gab es einen großen Spiel- und Sandhaufen unmittelbar beim Festzelt, der mit reichlich Spielzeug ausgestattet war. Die kleinen Festbesucher fühlten sich auf dieser "Bau- und Spielstelle" und in Obhut ihrer Eltern am wohlsten.

Oktoberfest-Stimmung im Mai, die Rengetsweiler Musikanten zeigten am Montagabend ihren Feierabend-Gästen, was alles dazu gehört: Weiß-Blau gehalten war die Festzeltdekoration und die Tische waren in diesen Farben eingedeckt. Und zur passenden Musik der Laizer Musikanten und später der Blaskapelle aus Roggenbeuren gab es Maß Bier, Hähnchen und Haxen zur Stärkung. Eine besondere Überraschung gab es noch für Trachten- und Lederhosenträger an diesem Abend, der wie alle Veranstaltungen ohne besondere Vorkommnisse verlief.

Siegbert Blum, Chef der Rengetsweiler Musikanten, und alle freiwilligen Helfer aus den Vereinen und der Bevölkerung von Rengetsweiler, haben bei dieser viertägigen Festveranstaltung bewiesen, was bei guter Zusammenarbeit und Harmonie von einer Dorfgemeinschaft alles geleistet werden kann, wie es hieß. Sicher wird das 40. Waldfest in Rengetsweiler im kommenden Jahr groß gefeiert werden. Aber verraten hat Siegbert Blum auf Anfrage noch nichts, lächelnd meint er: "Wir werden sehen."


 
 

KARL MÄGERLE, Südkurier Meßkirch, 15.05.2007

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