> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 14. September 2007
 

Das ganze Dorf trauert um Karl-Heinz Sessler

Feierliche Beisetzung in Begleitung der Musikkapelle

Rengetsweiler - Trauer lag über Rengetsweiler und die große Anteilnahme an den Trauerfeierlichkeiten für Karl-Heinz Sessler zeigte die Beliebtheit, die der Verstorbene genossen hat. In der vergangenen Woche starb der sympathische junge Mann im Alter von 28 Jahren einen plötzlichen Herztod.

Unfassbar schien für alle diese Todesnachricht. Übervoll war die Dorfkirche in Rengetsweiler, sogar auf dem Vorplatz standen die Trauernden. Dass der Verstorbene überall beliebt war, zeigten auch die vielen Jugendlichen, die ihn beim letzten Abschied auf dem Friedhof begleiteten.

Mit einem Choral eröffneten die Rengetsweiler Musikanten das Seelenamt und umrahmten mit weiteren Liedern diesen Trauergottesdienst. Mit sehr besinnlichen Worten unterstrich Vikar Daniel Kunz die Tragik des plötzlichen Todes des 28-Jährigen.

Karl-Heinz Sessler hatte sich einen Namen im Dorf geschaffen, wie der Vorsitzende der Rengetsweiler Musikanten, Siegbert Blum, in seiner Trauerrede erklärte. Als aktiver Musiker und Erster Trompeter war Karl-Heinz Sessler bereits seit 20 Jahren bei der Musikkapelle und hatte als 17-Jähriger das Amt des Schriftführers übernommen. Er engagierte sich für die Musikkapelle, indem er sich mit dem Thema musikalische Früherziehung beschäftigte, als zweiter Dirigent für den Verein immer da war und seit Jahren die Fastnachtsmusik leitete.

Seit dem Frühjahr hatte er auch den Dirigentenstab für die ganze Kapelle 

übernommen. Mit seinem Einsatz und seiner Zuverlässigkeit konnte man jederzeit rechnen, egal für welches Fest oder welchen Verein er sich zu Verfügung stellte. Mit Karl-Heinz Sessler war immer eine gute Zusammenarbeit möglich. "Dieser Tod erfüllt uns mit großer Trauer", waren die abschließenden Worte einer ergreifenden Abschiedsrede an einem mit Kränzen und Blumen umgebenen Sarg, an dem vier aktive Musiker Ehrenwache hielten.

Nicht ein Trauermarsch begleitete den großen Zug der Trauergäste an die letzte Ruhestätte des Verstorbenen auf dem Friedhof. Die Musiker spielten vielmehr die Melodie, die der Verstorbene selbst mit ihnen einstudiert hatte, wie der Vorsitzende erklärte. Zu hören war eine Polka, bei der der Sarg direkt bei den Musikern verweilte, und beim Gang zum Grab war der Marsch "Musik kennt keine Grenzen" zu hören. Nach den Gebeten von Vikar Daniel Kunz spielten die Rengetsweiler Musikanten das Lied vom guten Kameraden.

Zusammen mit einer Schwester und einem Bruder war Karl-Heinz Sessler in seinem Elternhaus in Rengetsweiler aufgewachsen und zeigte schon in jungen Jahren Interesse am Beruf seines Vaters, eines Landmaschinenmechanikers, sowie an der Metallverarbeitung. In einer dreieinhalbjährigen Lehre bei der Firma Kuno Irßlinger absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Nachdem er in der Kfz-Werkstatt bei der Bundeswehr und in verschiedenen Unternehmen tätig gewesen war, legte er 2002 die Meisterprüfung als Kfz-Technikermeister an der Meisterschule in Offenburg ab. Seit knapp zwei Jahren war Karl-Heinz Sessler im elterlichen Betrieb beschäftigt.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 14.09.2007

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