> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 03. Mai 2007
 

Praktische Tipps in einer heiklen Frage

Bundestagsabgeordneter Markus Grübel informiert in der Randenhalle in Rengetsweiler

Zum Thema "Patienten-Verfügung und das C" boten die Senioren-Union des CDU-Kreisverbandes, der CDU-Stadtverband Meßkirch und der CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß in der Randenhalle in Rengetsweiler eine Informationsveranstaltung an. Über den aktuellen Stand der Gesetzesinitiativen informierte Markus Grübel, Notar und CDU-Bundestagabgeordneter.

Rengetsweiler - Besonders eingeladen waren mit Ärzten, Senioren, der Caritas, Notaren und Vertretern der Kirchen diejenigen Menschen, die besonders mit diesem Thema bei ihrer Arbeit konfrontiert werden. Die Anwesenden wurden durch den Meßkircher Bürgermeister und stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Arne Zwick begrüßt, welcher den kurzfristig erkrankten Thomas Bareiß entschuldigte. "Wie weit geht die Selbstbestimmung oder muss der Staat das Leben bis zum Ende schützen?" stellte Arne Zwick eine einleitende Frage.

Über das Thema referierte der Notar und CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Grübel, der Mitglied des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist und der Enquete-Kommission des Bundestages angehört, die sich gerade mit dem Thema "Patientenverfügung" befasst. Im Bundestag entstehen gerade aktuelle Gesetzesvorlagen zum Thema Patientenverfügung. Voraussichtlich im Mai sollen nach Grübels Darstellung die Gruppenanträge aus der Mitte des Bundestages eingebracht werden. Bei einem Modell arbeitet der Abgeordnete selbst mit. Bei der Abstimmung über die Gesetzesvorlagen solle der Fraktionszwang entfallen, damit jeder Abgeordnete frei nach seinem Gewissen entscheiden kann.

"Vor fünf bis zehn Jahren war das Thema Patientenverfügung noch kein Thema", sagte Markus Grübel einleitend. Unter

Über das Thema Patientenverfügung informierte der CDU- Bundestagsabgeordnete Markus Grübel in der Randenhalle in Rengetsweiler.
Bild: HÄUSLER

anderem durch den verstorbenen Papst Johannes Paul II., der zum Schluss einen erneuten Krankenhausaufenthalt und intensivmedizinische Behandlung ablehnte, seien ethisch/rechtliche Themen spannend geworden.

Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Eugen Käppeler aus Bingen wollte wissen, ob in einer Patientenverfügung nachträgliche Änderungen möglich seien oder diese ergänzt werden können. Markus Grübel versicherte, dass das möglich sei, da beispielsweise in der Medizin laufend neue Behandlungsmethoden dazukämen. Sigrid Lohr fragte, wie weit der Bevollmächtigte der Vorsorgevollmacht gehen dürfe, wenn keine Patientenverfügung vorliege. Darauf Grübel: "Die Vorsorgevollmacht ermächtigt den Bevollmächtigten, den Betroffenen zu vertreten. Wenn Arzt und Bevollmächtigter uneins sind, entscheidet das Vormundschaftsgericht." Zum Abschluss betonte der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Josef Briem: "Die Politik muss Hinweise bekommen, wo der Schuh drückt. Unsere Betrachtungsweise muss mit einfließen."


 
 

SANDRA HÄUSLER, Südkurier Meßkirch, 03.05.2007

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