> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 19. Januar 2007
 

Hausaufgabenbetreuung kostet ein Euro

Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler erwies sich als eine Fundgrube der Ideen. Der vor gut einem Jahr gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, staatliche Kürzungen und damit verbundene geringere Zuweisungen von Lehrerstunden im Ergänzungsbereich mit eigenen Ideen und Mitteln abzufedern.

Rengetsweiler (fah) Sieben Mütter von Schülern der Nachbarschaftsgrundschule, unter ihnen die Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Löffler und die Ortschafts- und Gemeinderätin Maria Theresia Seßler, ließen sich im Schulhaus von Sabine Sellien und Regina Marten vom Vorstand des Fördervereins über das vergangene Jahr informieren. Vorgestellt wurde auch Rainer Marten als kommissarisch bestellter Schriftführer.

Der im November 2005 mit 20 Gründungsmitgliedern gestartete Förderverein sei auf 41 Mitglieder angewachsen, sagte Sellien. Zusammen mit dem Förderverein an der Nachbarschaftshauptschule Wald sei der Bürgerball in Wald bewirtet worden. Bei einer Sponsoringaktion konnte die Schule mit neuen Spielbällen ausgestattet werden. Während der 750-Jarhrfeier von Rengetsweiler habe die Schule mit einer Spielstraße und einem Auftritt geglänzt. Gefreut habe es sie, dass die Eltern dabei so gut mitgearbeitet hatten, sagte die Schulleiterin. Außerdem hätten Mütter und Väter den Schutzengellauf zu Gunsten von an Mukoviszidose erkrankter Kindern mit Kaffee und Kuchen unterstützt. Der Verein habe sich des Weiteren erstmals mit einem Stand am Weihnachtsmarkt und bei der Schlossweihnacht in Meßkirch präsentiert.

Nach den großen Auftritten beim Dorfjubiläum werde die Schule dieses Jahr etwas kürzer treten, sagte Schulleiterin Regina Marten. Vorgesehen seien an der Schule jedoch öffentliche Projektpräsentationen. Dazu werde der Verein Kaffee und Kuchen anbieten. Im nächsten Schuljahr gebe es wieder eine große Baumpflanzaktion auf dem

Im vergangenen Jahr kaufte der Förderverein der Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler mit Hilfe von Sponsoren Wurfnetze, Balance-Halbzylinder, Balancierteller, Fußbälle, Basketbälle, Schwungtücher und Volleybälle.
Bild: Förderverein 

Schulgelände. Dabei werde der 20. Baum gepflanzt.

Einig waren sich Vorstand und Mitglieder über eine Selbstbeteiligung von einem Euro je Kind bei der außerschulischen Hausaufgabenbetreuung. Dazu hätten sich 24 Kinder angemeldet, gab die Schulleiterin bekannt. Die Notwendigkeit dieses Angebots unterstrich die Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Löffler mit einem "dafür ist ein Riesenbedarf da". Den Mindestbetrag unterstützte auch Maria Theresia Seßler. Ein Mindestbetrag bei der Hausaufgabenbetreuung zeige, dass Eltern dahinter stehen und es sich nicht zu einfach machen. Die Ortschafts- und Gemeinderätin sprach sich dafür aus, auch Familien ohne Schulkinder als Mitglieder im Förderverein auf zu nehmen.

Einigkeit herrschte über die Bereitstellung von jährlich bis zu 600 Euro für die Hausaufgabenbetreuung, vorausgesetzt die staatlichen Gelder lassen dies zu. "Betreute Kinder lernen besser als allein zu Hause, so meine Erfahrung", sagte die Schulleiterin dazu. Für Kinder, die öfters ohne erledigte Hausaufgaben in die Schule gekommene seien, habe es eine außerschulische Nachhilfe gegeben, in Absprache mit den Eltern.

Auch im vorausschauenden Wirken soll der Förderverein seine Vielfalt unter Beweis stellen, wünschte sich die Vorsitzende. Ganz oben stünde bei ihr das Sammeln von attraktiven Koch- und Backrezepten, die zu einem Buch der Lieblingsrezepte zusammengetragen werden könnten.


 
 

FALKO HAHN, Südkurier Meßkirch, 19.01.2007

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