> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 20. November 2007
 

Freude an klassischen und modernen Klängen

Doppelkonzert der Musikkapellen Rengetsweiler und Otterswang

Rengetsweiler - Ein hervorragendes musikalisches Leistungsniveau haben die beiden Musikkapellen Otterswang und Rengetsweiler beim Doppelkonzert in der voll besetzten Randenhalle in Rengetsweiler gezeigt. "Musik schafft Freunde", mit diesem Ausspruch begrüßte der Vorsitzende des Musikvereins Otterswang, Berthold Müller, die Besucher. Dass es zwischen den beiden Musikkapellen ein gutes Einvernehmen gibt, bestätigte für die Musikkapelle Rengetsweiler deren Vorsitzender Siegbert Blum.

Mit dem zünftigen "Erzherzog-Albrecht- Marsch" von Karl Komzák begannen die Rengetsweiler Musikanten das Konzert. Monika Liehner gab Erläuterungen zu den einzelnen Musikvorträgen. Mit der Jazz-Suite Nr. 2 von Dimitri Shostakowitsch wurde an diesen russischen Komponisten erinnert, der mit " The Second Waltz" musikalischen Ruhm errang. Das Stück kam unter der Leitung von Dirigent Joachim Kille bei den verschiedenen Registern sehr gut zum Tragen. Rhythmisch und effektvoll spielten die 35 Musikerinnen und Musiker bei "Nessaja" - ein Stück von Peter Maffay aus dem Musical "Tabaluga". Jazzmusik aus den 30er Jahren erklang mit "Wild cat Blues", bei dem die junge Solistin Ann-Kathrin Koock mit ihrem Debüt auf der Solo-Klarinette brillierte und dafür viel Beifall erntete.

Es folgte ein Medley mit alten Schlagern aus den 70er Jahren. Zum Mitsummen animiert wurde die Konzertbesucher, als die "Rengetsweiler Musikanten" in gewohnt begeisternder Art das Stück "Hands up" spielten. Querflöten, Klarinetten und natürlich der Saxophon-Satz waren dabei in führendem Zwischenspiel, das vom Gesamtorchester in sehr bewegter Art übernommen wurde und die alten Zeiten in Erinnerung brachte.

Es bewegte sich was beim Schlagwerk, als ein uralter Amboss auf die Bühne kam und Stefan Sessler in gekonnter Art mit zwei Hämmern die "Amboss-Polka" im Schlagrhythmus bravourös begleitete. Bei der "Schnellpolka" zeigte das Orchester nochmals sein gesamtes Können in gefälliger und leicht schmissiger Art, denn alle Register waren zum Abschluss des ersten Teils des Konzertabends nochmals gefordert.

Mit einer modernen Interpretation eröffnete die Musikkapelle Otterswang den zweiten 

Vor vollem Haus begeisterten bei ihrem Doppelkonzert die beiden Musikkapellen aus Rengetsweiler (Bild) und aus Otterwang in der Randenhalle in Rengetsweiler ihre Zuhörer.
Bild: Mägerle 

Teil des Abends unter der Leitung von  Dirigent Rolf Fischer. Mit "Start up the Band" kam ein temperamentvolles Stück zum Vortrag. Dem folgte "The Phantom of the Opera". Damit übertrafen die 30 Musikerinnen und Musiker aus Otterswang das vorhergehende Stück. Sehr ausdrucksvoll waren die Solistensätze.

"Music" lautete der Titel des nächsten Stücks, das Bettina Greinacher ansagte. Sie führte durch das Programm der Otterswanger Musikkapelle. Effektvoll und in einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Saxophon und Trompeten, das vom Orchester gefällig und lebhaft übernommen und begleitet wurde, wurde das Stück dargeboten. Sehr gefühlvoll spielten die sechs Trompetenbläser bei ihrem Solo "Midnight Tears" - dafür gab es extra viel Applaus. Rock und Pop waren angesagt mit einem Medley "Bryan Adams: The Best of Me". Dieses Medley bot gelungene solistische Übergänge von den Querflötenspielerinnen und den Saxophonistinnen.

"Pennsylvania 6-500" bot Swing nach Glen-Miller-Art und einen Sound, der mit dem Einsatz des Tenorsaxophons und dem der Gesamtkapelle einen würdevollen musikalischen Abschluss bot. Mit lange anhaltendem Beifall verlangte das Publikum nach einer Zugabe, die es mit dem 99er-Regimentsmarsch gab. Kleine Geschenke erhielten die beiden Dirigenten. Über die Ehrung verdienter Musiker werden wir noch berichten.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 20.11.2007

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