> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 29. November 2007
 

"Gefunkt hat es erst später"

Goldene Hochzeit in Aach-Linz

Aach-Linz - Das Fest ihrer Goldenen Hochzeit feierten dieser Tage Mathilde und Josef Jungert. Seit 1957 leben die Eheleute in Aach-Linz, seit 1969 in der Stockacher Straße. Mathilde Jungert, geborene Ehrenmann, stammt aus Rengetsweiler. Dort wuchs sie mit sechs Geschwistern auf dem elterlichen Hof auf. Nach der Schule absolvierte sie in Wald ihr Pflichtjahr, es wurden dreieinhalb Jahre daraus. Die dort erworbenen Kochkenntnisse nutzten ihr auch bei ihrer Arbeit in einem Haushalt in der Schweiz. Später war sie noch in einer Näherei tätig.

Josef Jungert wurde 1929 im ehemaligen Jugoslawien geboren. Er wuchs in einem Dorf deutschstämmiger Donauschwaben auf. Auch er arbeitete bereits als Kind auf dem elterlichen Hof mit. Als 15-Jähriger musste er 1944 zusammen mit seiner Familie über Nacht die Heimat verlassen. Mit Pferdefuhrwerken gelangten sie vier Wochen später nach Österreich. Fünf Jahre später siedelte Josef Jungert nach Rengetsweiler um, wo bereits seine Geschwister lebten. Arbeit fand er bei der Firma Kipptorbau in Aach-Linz, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Während einer Theateraufführung in Göggingen lernte sich das Ehepaar kennen. "Gefunkt" habe es aber erst später, versichern Beide. Geheiratet haben sie am 28. November 1957 in der Pfarrkirche in Dietershofen.

Mathilde Jungert ist seit 15 Jahren in der Frauengemeinschaft und der Gymnastikgruppe aktiv, wo sie schon schöne Stunden verbracht habe, erzählt die

Mathilde und Josef Jungert blicken auf 50 gemeinsame Ehejahre zurück. Glückwünsche überbrachte Ortsvorsteher Emil Gabele.
Bild: Beicht 

Jubilarin. Josef Jungert verbringt viel Zeit bei seinen Hennen und Hasen, die aber nur gestreichelt werden. Ihr gemeinsames Hobby ist der große Garten, den sie gemeinsam bewirtschaften.

Zusammen sind sie auch immer für ihre Kinder, ein Sohn und eine Tochter, sowie die Enkel da. Von den sechs Enkelkindern verstarb vor fünf Jahren nach schwerer Krankheit eines - ein schwerer Schicksalsschlag für die ganze Familie.

Die Glückwünsche des Bürgermeisters, Landrates und des Ministerpräsidenten überbrachte am Tag der standesamtlichen Hochzeit, am 26. November, Ortsvorsteher Emil Gabele. Die Feier mit Familie, Verwandten und Freunden beginnt am 1. Dezember mit einem Dankgottesdienst um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin.


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 29.11.2007

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