> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 21. Juni 2007
 

Neue Dorfbrücke als Blickfang

Täle wird per Abwasserdruckleitung an Zentralkläranlage angeschlossen

Dietershofen (fah) Seit gut zwei Jahren wird entlang des Ringgenbachs und durch die Tälegemeinden Ringgenbach und Buffenhofen hindurch im Boden geschürft, und das zur vollsten Zufriedenheit von Stadt und den Einwohnern. Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, ist der Stadt Meßkirch auch hier nichts anderes übrig geblieben, als die in der südöstlichen Ecke der Stadt liegenden Stadtteile mit einer neuen Abwasserleitung zu versorgen. Ende September wird nun auch Dietershofen an die Zentralkläranlage in Menningen angeschlossen sein, diese wird dann so langsam die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit erreicht haben. Bereits ausgemessen sei der letzte von vier Bauabschnitten, berichtet Reiner Müller, im Meßkircher Stadtbauamt für die Tiefbauten zuständig.

Mit dem Kanalanschluss von Rengetsweiler werde die Stadt dann 4,5 Millionen Euro vergraben haben, dafür gebe es vom Land einen Regelzuschuss in Höhe von 38,5 Prozent.

Die von Menningen heranführende Abwasserdruckleitung endet derzeit am hoch über Dietershofen gelegenen Friedhof. Wie bei den beiden abgeschlossenen Bauabschnitten würden auch in Dietershofen eine neue Trinkwasserleitung des Zweckverbands Wald und der Stadt Meßkirch verlegt.

Im Zuge des Kanalausbaus wurde auch die alterschwache Dorfbrücke über den Ringgenbach durch eine neue ersetzt. Die dafür anfallenden Kosten in Höhe von 120000 Euro muss die Stadt selber tragen. Beim Abriss der alten Brücke war festgestellt worden, dass die aus Tuffsandstein bestehenden Widerlager unter den Händen zerbröselten. An einem Stein, so Müller, konnte noch das Baujahr 1906 abgelesen werden. Die Lagersteine seien damals aus der Rengetsweiler Sandgrube "Kirnberg" geholt worden. Der gleiche Sandstein ließ zwei Kirchen in Walbertsweiler und den Kirchturm von Aach-Linz einstürzen.

Vor einer Woche seien nun die Pumpstationen in Buffenhofen und in Dietershofen in Betrieb genommen worden, berichtete Müller weiter. Nun kann das Abwasser aus den Häusern in das neue Kanalnetz eingeleitet werden, bisherige 

Mit gewaltigen Wackersteinen wird der Ringgenbach in Dietershofen im Bett geführt, für Kinder und Erwachsene ein ganz neuer Anblick.
Bild: Hahn 

Gruben und Kleinkläranlagen müssten außer Betrieb genommen und geleert werden.

Komplett neu verlegt worden sei ein drei Kilometer langer Ortskanal, beim Regenwasserkanal sei es ein kleines Stück gewesen. Der vierte und letzte, 1,1 Millionen Euro teure Bauabschnitt der Abwasserdruckleitung werde zur bisherigen und bald abgeschalteten am Jordanbach liegenden Kläranlage von Rengetsweiler geführt. Dort gebe es einen neuen Staudruckkanal und eine Pumpstation zur zeitlichen Aufnahme des Abwassers. Vorbei sei es bald damit, dass das Regenwasser von Rengetsweiler unbehandelt in den Jordanbach fließe. Mit der neuen Konzession werde das Regenwasser wie das Abwasser im Staukanal gespeichert und anschließend als Mischsystem zur Menninger Kläranlage abgepumpt. Der bisherige Abwassersammler von der alten Kläranlage zur 700 Meter weit weg liegenden Randenhalle werde mit Stahlbetonrohren verlegt. Derzeit werde auch, so Müller abschließend, die Zentralkläranlage mit einer automatischen Fernwirkanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dann könnten alle 45 Pumpstationen, Regenüberlaufbecken- und Überläufe von Leibertingen, Sauldorf und Meßkirch mit den Ortsteilen über einen Rechner zentral überwacht und gesteuert werden. Mit den Nachbargemeinden besteht eine Vereinbarung, dass deren Kläreinrichtungen von Meßkirch aus überwacht werden.


 
 

FALKO HAHN, Südkurier Meßkirch, 21.06.2007

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