> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 17. Mai 2006
 

Ein Treffpunkt für Freunde und Verwandte

Blasmusik und Unterhaltung beim Rengetsweiler Waldfest zieht am Sonntag Familien an

Rengetsweiler - Das 38. Rengetsweiler Waldfest hat wieder einmal gehalten, was es versprach. Die viertägige Veranstaltung, die am Montag zu Ende ging, war ein großer Erfolg für die Rengetsweiler Musikanten. Ein friedlicher Riesenandrang folgte dem anderen, das Publikum blieb wieder dem Waldfest treu, und das bis zur letzten Stunde, als am frühen Montagabend die Lichter im Festzelt ausgingen. Es begann am Freitag mit der 160-Cent-Party - wir berichteten bereits.

Zur besten Einlasszeit bei der "Party-Power-Nacht" am Samstag schüttete es, was aus den Wolken gerade herunter ging. Die Gäste zahlten sieben Euro, bekamen den Stempel auf den Handrücken und schon ging es durch die Eingangsschleuse ins trockene Vergnügen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen im riesigen Zeltrechteck waren Freunde und Freundinnen ausgemacht. Da begann die Band "Radspitz" mit ihrem Auftritt zur "Party-Power-Nacht", die Scheinwerfer zuckten, die Nebelfahnen waberten, aus großen Lautsprechern wummerten die Bässe, Ein bühnenbreiter Graben trennte das Publikum erst einmal beiderseits der mittig aufgestellten Bühne. Der Regen goß in Sturzbächen durch die Verbindungen zum Wirtschaftsteil, aber schnell eingesteckte Tafeln verhinderten das Schlimmste. Niemand ließ sich beeindrucken, alles ging seinen gewohnten Gang. Davon profitierte auch die 26 Helfer starke DRK-Bereitschaft Walbertsweiler: Außer ein paar kleinen Wunden, die mit Heftpflaster zu kitten waren, gab es an den vier Festtagen nichts zu verarzten.

Der dritte Tag des Waldfestes stand im Zeichen des Muttertags, das Publikum war nach der Party-Nacht für die Jugendlichen ein anderes. Der Elterngeneration wurde von gleich vier Blasmusikkapellen ein spezielles Programm aufgetischt. Morgens um 11 Uhr spielte der Musikverein Krauchenwies zum Frühschoppenkonzert auf, danach übernahmen die Blasmusiker aus Vilsingen sowie aus dem Meßkircher Ortsteil Heudorf die Unterhaltungsregie. Gerade die Heudorfer verstanden es, in ihrem Mittagsprogramm einem dankbaren Publikum so richtig einzuheizen, mit mitreißenden Melodien, mit vom Podium losgelösten Registerauftritten. War zu diesem Zeitpunkt das Festzelt schon gut besetzt, drohte mit dem Auftritt der Scherzachtaler Blasmusik das voll besetzte Zelt zu klein zu werden. Von überallher kam das durch Freundschaften und 

Sonnenschein auf allen Gesichtern beim Hammellauf: Glückliche Gewinnerin des Vierbeiners beim Rengetsweiler Waldfest war die fünfjährige Corinna Krall aus Hippetsweiler. Mit ihr freute sich ihre Mutter Regina.
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Hahn

Verwandtschaften miteinander verbandelte Publikum, um sich in bester Muttertagslaune  von einer außergewöhnlichen Blasmusikkapelle mit böhmisch-mährischer Klängen unterhalten zu lassen.

Zum Waldfest gehört seit jeher der Hammellauf am Sonntag. Dem glücklichen Gewinner winkte ein lebendes Schaf als Preis. Um es gewinnen zu können, stellten sich die Teilnehmer einzeln oder paarweise auf und bildeten einen Kreis um das Podium im Zelt. Die Person, die nach einem Schuss auf dem Podest zum Stehen kommt, hat das Schaf gewonnen. Den Hammel gewann die fünfjährige Corinna Krall aus Hippetsweiler.

Der vierte Tag des Waldfestes, der Montag, begann mit dem Kinderfest, in das ein Vorsingwettbewerb integriert war. Unter Vorsitz von Regina Marten, Rektorin der Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler, anerkannte eine Jury die aus Lehrkräften der Grundschule und Erzieherinnen die Sangkünste von 33 Kindern. Jedes Kind bekam seinen verdienten Preis. Den Bammel vor dem großen Auftritt vor Müttern und Geschwistern löste Joachim Kille von den Rengetsweiler Musikanten. Von "Alle meine Entchen" bis zum "Lied der Deutschen" reichte das Liedangebot. Manchmal war das Stimmchen kaum vernehmbar, andere dagegen sangen selbstbewusst ihr auswendig vorgetragenes Lied. Beim Feierabendhock im erneut voll besetzen Festzelt wurden die Waldfest-Besucher von Blaskapellen in eine vorgezogene Oktoberfest-Stimmung gebracht.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 17.05.2006

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