> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 23. Januar 2006
 

Stimmungsbarometer mit steigender Tendenz

Randenmale feiern 25-jähriges Bestehen mit Nachtumzug und 1400 Hästrägern

Rengetsweiler - Ganz im Zeichen der Narretei stand am Samstag der Meßkircher Ortsteil Rengetsweiler. Der Höhepunkt war der Nachtumzug an dem sich über 1400 Hästräger, Musiker und närrische Gruppen beteiligten. Der Abschluss des bunten Zuges endet in und um die Randenhalle, wo neben Besenwirtschaften noch einige Kleinzelte die vielen Narren und die leicht fröstelnden närrischen Besucher aufnahmen. Musik und Narren brachten das Stimmungsbarometer in Schwung und zu nächtlichen Stunden närrisches Treiben ins Dorf. Anlass zum Feiern war gegeben, da die Randenmale-Zunft auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres, wurde natürlich das närrische Symbol, der Narrenbaum von der Feuerwehr aus dem Wald geholt und vorschriftsmäßig beim vorgesehenen Platz an der Randehalle aufgestellt. Mit 25 Metern ragt er nun, bunt geschmückt bis zum Aschermittwoch weit sichtbar über das Dorf hinaus. Dass die Randenmale in gute freundschaftlich Beziehungen zu großen und kleinen Zünften aus der Nachbarschaft und der Region pflegt, zeigte sich beim anschließenden Zunftmeisterempfang in der Randenhalle, wo die Zunftmeisterin Sabine Strobel 26 Kollegen begrüßte, die nach lockeren Fasnachtssprüchen, kleine Erinnerungsgeschenke übergaben. Für die Stadt würdigte Bürgermeister Arne Zwick die Arbeit der Zunft. Mit der eigens geschaffenen "Randenmale-Kappe" revanchierte sich die Zunftmeisterin beim nicht mit leeren Händen gekommenen, städtischen Oberhaupt. In einer kurzen Zusammenfassung ließ Jungnarr Daniel Schäuble die letzen 25 Jahre Revue passieren. Aus dem einfachen Narrenhäs aus Sackleinen, mit Reisig und Tannenzapfen behängt, wurden zwischenzeitlich mit fester Stoffart eine Hose und auch den Umhang

Narren aller Art trieben ihr "Unwesen" nachts in Rengetsweiler zum Narrenjubiläum.
Bild: Mägerle

gefertigt. Mit der geschnitzten Holzmaske bekam das Randenmale noch seine besondere kauzige Ausdruckweise. Ortsvorsteherin Ulrike Böhler hieß in gereimter Form alle Freude und Gäste der Narretei in Rengetsweiler willkommen.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit kamen die Narren aus allen Richtungen auf Rengetsweiler zu und bald war die wichtige Dorfstraße, die Zollernstraße, bis zur Halle mit Narren und Menschen voll, die sich auf das Umzugsgeschehen vorbereiteten oder ihre Freude an den vielen Masken und Hästräger hatten. Pünktlich um 19 Uhr mit drei Böllerschüssen setzte sich der bunte Umzug bei leichtem Schneetreiben in Bewegung und die Musiker und Fanfarenzüge gaben lautstark ihr Bestes zum den nächtlichen Treiben. Ein reibungsloser Verlauf und viel Freude wurden in den folgenden Stunden geboten. "So macht Fasnachtfeiern auch noch Freude, wenn alle ihren Spaß daran haben", so der Kommentar von Ortsvorsteherin Ulrike Böhler zu später Stunde.


 
 

Karl Mägerle, Südkurier Meßkirch, 23.01.2006

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