> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 26. Oktober 2006
 

Zehn Kilometer Laufen hilft kranken Kindern

Erwachsene laufen für mukoviszidose-kranke Kinder

Rengetsweiler - Warme Sonne scheint am frühen Dienstagabend auf Rengetsweiler. Das einzige, was an den Herbst erinnert, ist ein kräftiger Wind, der die Blätter von den Bäumen fegt. Eine gemischte Gruppe aus 25 Läufern und Wanderern aus Meßkirch und den Dörfern um Rengetsweiler wartet vor der Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler, um beim Schutzengellauf zu Gunsten der Hilfe für an Mukoviszidose erkrankten Menschen mitzumachen. Mukoviszidose ist eine seltene und bislang unheilbare Erbkrankheit. Zäher Schleim verstopft Lunge, Bauchspeicheldrüse Leber und Darm und schädigt diese Organe irreparabel. Organisiert war die Rengetsweiler Schutzengel-Aktion durch Margit Krumbholz vom Kindergarten Sterntaler und der Grundschulrektorin Regina Marten.

Bevor es auf den zehn Kilometer langen Rundwanderweg ging, gab es noch einige Tipps. Die Strecke führte über Felder und Wälder nach Ringgenbach, Buffenhofen, Dietershofen und zurück an den Ausgangspunkt bei der Grundschule. An der Spitze starteten Bürgermeister Arne Zwick, gefolgt von Ortsvorsteherin Uli Böhler sowie sämtlichen Lehrern der Grundschule. Im Ziel gab es Wurst, Wecken und Wasser für alle, außerdem erhielt jeder einen Schutzengel angeheftet.

Auslöser dieser Aktion war ein an Mukoviszidose leidendes Kind, das in dem Meßkircher Ortsteil wohnt und hier nach dem Kindergarten die zweite Klasse der Nachbarschaftsschule besucht. Dessen Mutter hatte im Frühjahr einen Brief an die Rektorin gerichtet und darin auf die bundesweite Schutzengelaktion hingewiesen.

Nach dem 750-Jahr-Jubiläum von Rengetsweiler habe sich im Kindergarten und 

25 Männer und Frauen gingen beim Schutzengellauf an den Start. Der Kindergarten Sterntaler und die Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler hatten den Lauf organisiert, zu Gunsten von an Mukoviszidose erkrankten Kindern und Jugendlichen.
Bilder:
Hahn 

in der Grundschule einiges entwickelt, erklärten die Rektorin und die Kindergartenleiterin. Man habe mit dem Mukoviszidose-Verband Kontakt aufgenommen. Von dort habe man vielfache Unterstützung erhalten, in Form von Schutzengellaufzetteln, Kinderbriefen, Vorlagen für Eltern und eventuelle Sponsoren.

Im Vorfeld hatten sich die Männer und Frauen, die bei dem Lauf mitmachten, um einen oder mehrere Sponsoren bemüht. Mit einem selbst festgelegten Geldbeitrag konnten diese Persönlichkeiten oder Institutionen die Schutzengelaktion unterstützen. Ihr finanzieller Beitrag begann mit einem Euro je Kilometer bis hin zu zehn Euro oder auch darüber hinaus. Die Spendengelder dienen der Forschung für Medikamente, aber auch der Unterstützung der Familie des in Rengetsweiler zur Schule gehenden kranken Kindes. Dazu zählen teure weite Fahrten in ein auf diese Krankheit spezialisiertes Krankenhaus.

    

Richtigstellung am 28.10.06 im Südkurier:

Erlös komplett für Hilfsverein
Der komplette Erlös der beiden Schutzengel-Aktionen in Rengetsweiler kommt ausschließlich dem Bonner Mukoviszidose-Verein zu Gute. Unsere Berichterstattung über den Sponsoren-Lauf der Erwachsenen müssen wir insofern korrigieren, dass nicht ein Teil des Erlöses einer Familie aus dem Ort zu Gute kommt, deren Tochter an der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose leidet. Organisiert hatten die beiden Hilfsaktionen maßgeblich Margit Krumbholz, die Leiterin des Kindergartens Sterntaler, und Regina Marten, die Leiterin der Nachbarschaftsgrundschule. Wie viel Geld an den Hilfsverein weitergeleitet werden kann, steht nächste Woche fest.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 26.10.2006

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