> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. September 2006
 

Schutzengel-Aktion gegen Erbkrankheit

Nachbarschaftsgrundschule und Kindergarten engagieren sich für Mukoviszidose-Kranke

Gemeinsam organisieren Regina Marten, Leiterin der Nachbarschaftsgrundschule, und Margit Krumbholz, Leiterin des Kindergartens Sterntaler, am Freitag, 6. Oktober, ab 16 Uhr in Rengetsweiler eine Schutzengel-Aktion zu Gunsten Mukoviszidose-Kranker. Diese seltene Erbkrankheit ist nicht heilbar.

Rengetsweiler - Auslöser für diese Hilfsaktion ist ein Kind, das in dem Meßkircher Ortsteil wohnt und an dieser Krankheit leidet. Das Kind besucht nun nach dem Kindergarten die zweite Klasse der Nachbarschaftsgrundschule. "Dadurch ist das Thema ziemlich nahe gewesen", schildert die Leiterin des Kindergartens Sterntaler.

Regina Marten rechnet damit, dass sich von den 344 Schulkindern wohl rund 90 an der Schutzengel-Aktion beteiligen werden. Margit Krumbholz geht davon aus, dass obendrein rund 25 Kindergarten-Kinder teilnehmen werden.

In einem Gespräch mit dem SÜDKURIER erklärten beide, dass es bei der Aktion keinen eigentlichen Spenden-Lauf geben wird. Vielmehr sollen die Kinder, die daran teilnehmen, einen Hindernis-Parcours bewältigen. Die Kinder suchen im Vorfeld der Veranstaltung eine Patin oder einen Paten, der ihnen eine Spende gibt. Für einen bestimmten Spenden-Betrag muss eine bestimmte Anzahl an Hindernissen bewältigt werden. Alle teilnehmenden Kinder erhalten zum Abschluss einen Anstecker des Mukoviszikose-Vereins. Doch die Kinder sollten dabei nicht überfordert werden, unterstrichen Regina Marten und Margit Krumbholz nachdrücklich. Vielmehr soll der Spaß im Vordergrund stehen. Dies sei auch das Anliegen des Mukoviszikose-Vereins.

Der Hindernis-Parcours wird zwischen dem Kindergarten und der Schule angelegt werden. Sollte das Wetter am 6. Oktober schlecht sein, dann wird in die Randenhalle ausgewichen. Für die gesamte Aktion ist ein Zeitrahmen von 16 bis etwa 18 Uhr vorgesehen. Die Bewirtung der Zuschauer wird der Förderverein der Nachbarschaftsgrundschule übernehmen. Die Spenden und der Erlös aus der Bewirtung werden komplett dem Verein zugeleitet.

Margit Krumbholz (links) und Regina Marten organisieren am 6. Oktober in Rengetsweiler eine Schutzengel-Aktion für Mukoviszidose-Kranke.
Bilder:
Dieterle-Jöchle 

Spenden können auch Menschen, die keine Kinder in Kindergarten oder Schule haben. In beiden Einrichtungen sind Spenden-Büchsen des Mukoviszidose-Vereins aufgestellt. Eine Spendenbüchse soll nach dem Wunsch der Organisatorinnen auch im Komm-In, dem städtischen Bürgerbüro in der Meßkircher Innenstadt, aufgestellt werden. Auch können Regina Marten und Margit Krumbholz Spenden für Kinder vermitteln, die an der Schutzengel-Aktion teilnehmen. Außerdem können sich bei den beiden Organisatorinnen Menschen melden, die bei der Schutzengel-Aktion in Rengetsweiler aktiv mithelfen wollen. Und während des ersten Elternabends in der Schule wird Regina Marten ausführlich über die Hilfsaktion informieren. Erstmals wurde bei der 750-Jahr-Feier von Rengetsweiler für diese Aktion geworben. Dabei war allerdings noch ein September-Termin vorgesehen. Dieser wurde nun wegen konkurrierender Veranstaltungen auf den 6. Oktober verlegt.

Der Mukoviszidose-Verein setzt sich beispielsweise dafür ein, dass alle Neugeborenen systematisch auf die Erbkrankheit getestet werden. Denn nur so könnten alle Kinder mit Mukoviszidose von Beginn an richtig therapiert werden. Auch Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich und seine Freundin Linn Rödenbeck engagieren sich für die aktuelle Schutzengel-Kampagne des Vereins.

Informationen im Internet:

www.muko.info

 


 
 

MANFRED DIETERLE-JöCHLE, Südkurier Meßkirch, 11.09.2006

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