> Pressespiegel > Bericht: Schwäbische Zeitung, 08. November 2006
 

Hofmann-Schwestern schäkern mit Roberto Blanco

Kinderchor der Pfarrgemeinde Dietershofen-Rengetsweiler mit auf der Bühne 

MESSKIRCH/FILDERSTADT - Rekordverdächtige 60 Geschwister- Hofmann-Fans haben die Aufzeichnung der neuesten Musikshow der Meßkircher Multitalente besucht. Unter dem Motto "Ein bisschen Spaß muss sein" trat auch der Kinderchor der Pfarrgemeinde Dietershofen- Rengetsweiler auf der Bühne des Kultur- und Kongresszentrums "FILharmonie" in Filderstadt auf.

"Das ist der bisherige Rekord beim Besuch einer auswärtigen Veranstaltung der beiden Meßkircher Mädels", freut sich der Organisator und Betreuer, Hermann Fecht aus Ringgenbach. Zusätzlich zu der eingeschworenen Verehrer-Gemeinde sind Eltern und Angehörige des 28-köpfigen Kinderchors der Pfarrgemeinde Dietershofen/Rengetsweiler nach Filderstadt gefahren. Angelika Arzt hatte die Rasselbande unter ihren Fittichen - nicht nur bei ihrem Einsatz in der Konzerthalle, sondern auch im Vorfeld bei der Vorbereitung zu der Show. Auf ihre Kinder lässt sie nichts kommen: "Zum ersten Mal ist der Chor weit weg von der Heimat, aber alle benehmen sich hundertprozentig diszipliniert."

Das schönste Lächeln aufsetzen

Dass bei einer Fernsehaufzeichnung - im Gegensatz zu einer Live-Sendung - alles etwas anders zugeht, erfahren die Fans gleich zu Beginn der Veranstaltung durch den Regisseur Michael Schulze und den Moderator Patric Menger. Letzterer ist gleichzeitig Gitarrist und Sänger in der Maryland Showband und fungiert als Tourneeleiter der Geschwister Hofmann. Er stellt ein Fünf-Punkte-Programm für die Zuhörer auf: Wie und wann das schönste Lächeln aller Zeiten aufgesetzt werden soll, wie die Stimmungsrakete in drei Stufen abgefeuert wird und das Finale "in den Kasten kommen soll". Selbstverständlich heißt es: Handys aus und absolutes Fotografierverbot. Nach dem "Trailer" - der Werbeeinblendung - kommt die erste Regieanweisung. "Wir hätten es noch gerne einmal, die Band etwas mehr pianissimo." Diese Aufforderung wiederholt sich im Laufe des Abends bei den verschiedenen Showeinlagen mehrfach, einschließlich beim "Grand Spectacle" des Finales, bei dem alle vorher von der Decke herab geschwebten Glitzerfäden per Ventilator von der Bühne geblasen werden.

Dann gleiten die Meßkircher Ehrenbürgerinnen mit drei Paaren des MDR-Fernsehballetts endlich auf die Bühne. Von den "Schwobamädle, die a Rarität send", stimmen sie vokal auf die "heiter bis wolkigen" Wetterverhältnisse ein und Alexandra fordert unverblümt auf, den engen Körperkontakt zum Nachbarn aufzunehmen. Wilfried Gliem ist einer der beiden gewichtigen Wildecker Herzbuben, und dem geht Alexandra um den Bart, weil Mädchen nach Ansicht der beiden Vollblutmusikanten starke Männer und Machos brauchen.

Zwischendurch rast der Kameramann über das Parkett, um den richtigen Einblick in den 

Aufzeichnung der Show in Filderstadt
Bild: privat

feurigen Can Can und die schwarzen Strumpfbänder des Balletts aufs Bild zu bannen. Operettenmelodien gehen über in  die rauchige Stimmlage eines Adriano Celentano. Die "FILharmonie" rockt auch beim Auftritt von Roberto Blanco in bekanntem roten Smoking-Jackett und schwarzem Hemd und seinem feurigen "Amarillo".

Sie überraschen immer aufs Neue

Ein Teil dieser ausdrucksstarken Improvisationen wird in die Silvester-Show einfließen, die in der Stadthalle in Meßkirch stattfindet. Deshalb soll nicht alles verraten werden. Eins aber ist sicher: Die beiden Show -Girls haben in ihrer 18-jährigen Bühnenerfahrung und Konzerttätigkeit ein Zusammenspiel mit ständig neuen Variationen ihres Könnens entwickelt, das nicht nur Volksmusikfans, sondern auch Kritiker stets aufs Neue überrascht und begeistert.

Allen überflüssigen Ballast werfen die beiden Meßkircher Mädels bei der Rock-Sause, die den Schluss der Veranstaltung darstellt, mit den Melodien eines Chubby Checker und Eddie Cochrain auf ihrer Vespa ab und sprühen vor Nostalgie der 50er-Jahre. Wie betonte Hermann Fecht bei der Heimfahrt im Bus: "Es hat sich wieder gelohnt."

Anita (Zweite von links) und Alexandra (rechts) umschwirren in der Generalprobe Roberto Blanco. Die Kostüme und Kleider - Träume aus Tüll, Organza und Seide - hat Mutter Liesel Hofmann entworfen und selbst geschneidert.

Aus dem ganzen Umkreis sind die Fans nach Filderstadt zu "ihren" Geschwister Hofmann gefahren. Nach der Fernsehaufzeichnung gab's noch ein Bild mit den beiden Idolen. 

Hinter den Profis Alexandra und Anita mussten sich die Kinder des Kinderchors der Pfarrgemeinde Dietershofen/Rengetsweiler nicht verstecken. Für ihren Auftritt bekamen sie genauso viel Applaus wie die Hofmann-Schwestern.

Die Sendung "Ein bisschen Spaß muss sein" mit den Geschwister Hofmann, den Wildecker Herzbuben und Roberto Blanco wird am Freitag, 26. Januar 2007, um 20.15 Uhr im dritten Programm des SWR ausgestrahlt.


 
 

Bernd Hermann, Schwäbische  Zeitung Meßkirch, 8.11.06

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