> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 24. November 2006
 

Dorf kämpft um die Feuerwehr

Ortschaftsratssitzung in Ringgenbach

Der Ringgenbacher Ortschaftsrat kämpft für den Erhalt als Feuerwehr-Standort und die Stationierung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs im Dorf. Dagegen stehen die Pläne, die vor allem Bürgermeister Arne Zwick verfolgt. Er will für Rengetsweiler eine Kooperation mit Walbertsweiler, was den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für Ringgenbach ersparen würde.

Ringgenbach - Wie der SÜDKURIER bereits berichtete, besteht zur Zeit auf dem Gebiet des Löschwesens in Meßkirch die Absicht, mit der Nachbarwehr des Walder Ortsteils Walbertsweiler zusammenzuarbeiten.

Nach ersten Hinweisen aus einer Sitzung des Feuerwehrausschusses zu diesem Thema hatten die Ortsvorsteher von Dietershofen, Menningen, Rengetsweiler und Ringgenbach, in Abstimmung mit den betreffenden Feuerwehrkommandanten, gemeinsam ein Schreiben formuliert, das Bürgermeister Arne Zwick und den Mitgliedern des Stadtrates geschickt wurde. Darin, erklärte der Ringgenbacher Ortsvorsteher Harald Veeser, habe man ausdrücklich auf das bereits seit Jahren bestehende Feuerwehrkonzept für die Meßkircher Teilorte hingewiesen. Es sieht vor, dass im Bereich Süd ein Löschfahrzeug zu stationieren sei. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass sich eine Stationierung am zentralen Standort Ringgenbach anbiete, zumal hier nur eine Abgasabsauganlage nachträglich installiert werden müsste.

Veeser erklärte in der Sitzung des Ortschaftsrates, es sei weiter notwendig, dass ein Löschfahrzeug im Bereich Süd 

stehe. Schließlich seien hier Einrichtungen wie die Grundschule, Kindergarten, Turn- und Festhalle sowie Gemeindesäle, Industriebetriebe, landwirtschaftliche Anwesen und die Mülldeponie, die im Ernstfall schnelle Hilfe brauchten. Die Unterstützung der Meßkircher Wehr sei eine nicht zu unterschätzende Rolle, was an verschiedenen Beispielen der vergangenen Jahre deutlich gemacht werden könne. Darüber hinaus, argumentierte Veeser, müsse man den ehrenamtlichen Wehrmitgliedern aus den Teilorten eine Zukunftsperspektive bieten. Das Vorhaben werde von Gesamtkommandant Hans Gitschier unterstützt.

"Dass Feuerwehr und Ortschaftsrat erst aus der Zeitung erfahren müssen, was da geplant wird, das ist unverantwortlich von der Stadtverwaltung", empörte sich Ratsmitglied Karl-Heinz Droxner. Er glaubte sich zu erinnern, dass die Anschaffung eines Löschfahrzeugs für Ringgenbach schon bei der Einrichtung der Mülldeponie im Gespräch war und seinerzeit sogar vom Kreis bezuschusst werden sollte.

Die jungen Wehrmitglieder wollen auf jeden Fall am Ort bleiben, um sich für ihre Heimatgemeinde zu engagieren, betonte Droxner. Er ließ keinen Zweifel daran, dass man in Ringgenbach um den Erhalt der Wehr kämpfen werde. Sollte die Verwaltung anders entscheiden, werden wohl einige Mitglieder aus der Feuerwehr austreten, befürchteten die Ratsmitglieder. Sie stärkten mit dieser Einschätzung dem Gesamtkommandanten den Rücken. Er will im Bereich Süd ein Fahrzeug stationiert haben und damit den Bestand der Teilortswehren sichern.


 
 

JOACHIM KLEINERT, Südkurier Meßkirch, 24.11.2006

nach oben