> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. November 2006
 

Löschhilfe für die Nachbarn

Walbertsweiler Feuerwehr soll in Rengetsweiler löschen

Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick und sein Walder Amtskollege Werner Müller planen Löscheinsätze über die Gemeindegrenzen hinweg. Wenn die Walbertsweiler Wehr Rengetsweiler als Einsatzort zugeschlagen bekäme, müsste für die Ringgenbacher Wehr, die bisher zuständig ist, kein neues Fahrzeug gekauft werden. Meßkirchs Stadtkommandant Hans Gitschier meldete aber bereits Bedenken an.

Meßkirch/Wald - "So einfach geht das nicht" - mehr ließ sich Gitschier als Stellungnahme zu diesen Feuerwehr-Plänen im Gespräch mit dieser Zeitung nicht entlocken. Er wolle der Sitzung des Feuerwehrausschusses am 22. November nicht vorgreifen, begründete er seine Zurückhaltung.

Abwarten ist derweil in Wald angesagt. Nach den Angaben von Bürgermeister Werner Müller ist sein Amtskollege Zwick am Zug, um die zumindest für die Meßkircher Feuerwehr heikle Frage zu klären. Aus den Reihen der Walder Feuerwehr seien ihm bisher keine Proteste gegen dieses gemeindeübergreifende Konzept bekannt geworden, sagte Müller in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Auch Kreisbrandmeister Michael Hack hat keine grundsätzlichen Einwände gegen einen Einsatz der Walbertweiler Wehr im Meßkircher Ortsteil Rengetsweiler. "Und das Ganze soll so unbürokratisch und einfach wie möglich geregelt werden", sagte Müller. Deshalb sehen die bisherigen Überlegungen vor, dass die Stadt Meßkirch der Gemeinde 

Wald einen Löscheinsatz der Walbertsweiler  in Rengetsweiler einfach nach den Regeln der Überlandhilfe bezahlt und für eine solche Zusammenarbeit kein Vertrag geschlossen werden soll.

Für die geplante Löschhilfe der Nachbarn aus dem Walder Ortsteil gibt es im wesentlichen drei Auslöser: Erstens ist das bisher in Ringgenbach stehende Löschfahrzeug zu betagt. Ein Ersatz wäre nicht vermeidbar. Zum anderen muss die Stadt Meßkirch streng auf ihre Finanzen achten. Und zum dritten stellt sich künftig die Frage, ob für einen Löscheinsatz während des Tages noch genügend Feuerwehrmänner zu finden sind. Noch aber gibt es in Rengetsweiler genügend Feuerwehrleute, die auch bei einem Brand während des Tages löschen können.

Von der Menninger Wehr oder von der Meßkircher Stadtwehr kann die vorgeschriebene Zeit bis zum Eintreffen am Brandort nur für die anderen Tälegemeinden, aber nicht für Rengetsweiler eingehalten werden. Um dennoch kein neues Fahrzeug für den Standort Ringgenbach kaufen zu müssen, damit die Ausrückzeiten auch für Rengetsweiler eingehalten werden können, wurde die gemeindeübergreifende Lösung gefunden.

Der Kritik von Stadtkommandant Hans Gitschier hielt Bürgermeister Arne Zwick in einem Gespräch mit dieser Zeitung auch entgegen, dass es bereits auf anderen Feldern eine enge Vernetzung zwischen Rengetsweiler und Walbertsweiler gibt. Beispielsweise erwähnt er die bestehende Fußball-Spielgemeinschaft.


 
 

MANFRED DIETERLE-JöCHLE, Südkurier Meßkirch, 11.11.2006

nach oben