> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 22. März 2005
 

Das ganze Dorf macht mit

2006 feiert Rengetsweiler sein 750-jähriges Bestehen

Rengetsweiler wird im Juli 2006 seine urkundliche Ersterwähnung vor 750 Jahren groß feiern. Das Jubiläum soll von einem eigens gegründeten Ausschuss vorbereitet werden.

Rengetsweiler (fah) Die Ortschaft Rengetsweiler feiert am 29./30. Juli 2006 ihre urkundliche Ersterwähnung vor 750 Jahren. Dies entschied vergangenen Mittwoch einstimmig der Ortschaftsrat. Die Feierlichkeiten sollen mit einem Festakt eröffnet werden. Um die geschichtlichen Hintergründe des Ortes auszuleuchten, soll ein Historiker gewonnen werden. Als sicher gilt schon die Abhaltung eines Bauernmarktes.

Mit dem Hauptamtsleiter der Stadt Meßkirch, Wolfgang Erb, hat sich Ortsvorsteherin Ulrike Böhler die Verwaltung als Berater mit ins Boot der Vorbereitungen geholt. Rederecht hatten bei der Sitzung auch die Vertreter der Vereine und die Zuhörer. Wie bereits bei Jubiläen in anderen Stadtteilen, wolle die Verwaltung auch in Rengetsweiler seinen Teil zum Gelingen des Jubiläums beitragen, betonte Erb. Die Stadt helfe, wo sie könne, sie verfüge aber natürlich über sehr beschränkte finanzielle Mittel. Neben den, von Bürgermeister Arne Zwick bereits vor einer Woche in der Hauptversammlung des Vereins Dorfgemeinschaft Rengetsweiler versprochenen, 1500 bis 2000 Euro als Sicherheit für den Verkauf einer Jubiläumsfestschrift, sei die Stadt auch bereit, an drei Rengetsweiler Ortseingängen Begrüßungstafeln aufzustellen.

Ideen zur Gestaltung der Festlichkeiten solle der Ortschaftsrat oder ein Festausschuss entwickeln. Falls ein Ausschuss gegründet 

werde, riet Erb dazu, ihn mit zwei Ortschaftsräten, darunter der Ortsvorsteherin, und einen Vertreter jedes Vereins zu besetzen. Zehn Personen seien gerade genug, um sich nicht im Weg zu stehen, meinte dazu die Ortsvorsteherin. 

Neben den Vereinen sollten auch ruhig die Vorschläge einzelner Bürger gehört werden, schlug Stadträtin Maria Theresia Sessler vor. Darauf erwiderte Jürgen Willi: "Es werden nicht gleich 20 Leute in den Ratssaal reinstürmen." In einem Gespräch mit den Lehrern der Grundschule und der Leiterin des Kindergartens hätten diese ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. Das Gremium war damit einverstanden, gleich nach Ostern mit den Vereinsvorsitzenden zusammenzukommen, um die ersten konkreten Vorschläge zu ermitteln. An die Familien im Ort richtete die Ortsvorsteherin die Bitte, alte Fotografien bereit zu stellen. Das Jubiläum müsse einen eigenen Charakter erhalten, reklamierte Gerhard Löffler.

Für die Rengetsweiler Musikanten sprach Siegbert Blum. "Wir sind bereit uns einzubringen mit unserer Musik das Fest zu verschönern!" Der Vorsitzende regte an, die Schule und den Kindergarten mit einem Tag der offenen Tür einzubinden. Auch das Gewerbe am Ort solle eine Schau auf die Beine stellen.

Auf eine Frage von Anton Liehner, wie die Einnahmen geführt werden sollen, erklärte Erb, dafür müsse eine eigenen Kasse eingerichtet werden. Sofort einverstanden war der frühere Lohndrescher Hubert Kille, doch mit seiner Kastendreschmaschine einen Dreschtag durchzuführen.


 
 

FALKO HAHN, Südkurier Meßkirch, 22.03.2005

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