> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 06. Mai 2005
 

Orchester vor Auflösung

Zu wenig Akkordeon-Spieler

Rengetsweiler - Angelika Droxner, seit 30 Jahren Dirigentin des Akkordeonorchesters Rengetsweiler, musste bei der Hauptversammlung des Vereins mitteilen, dass dieser keine Zukunft mehr habe - wir berichteten bereits kurz. Vor allem mangelt es an aktiven Spielern. Inzwischen fehle ihr die Kraft, um das Orchester weiter durchzuziehen, sagte die Dirigentin. Beim Konzert an Weihnachten sei die Nervenbelastung so groß geworden, dass ihr klar geworden sei, dass es so nicht weitergehen könne. "Wir müssen wirklich aufhören". Einen kleinen Ausweg sah die Dirigentin in kleinen Auftritten bei eher privaten Festlichkeiten. Schriftführerin Sandra Droxner bestätigte in ihrem Rückblick die dünne Decke an Spielern.

Als Vorredner konnte Siegbert Arzt das Ehrenmitglied Otto Fischer, als Vertreter der Gemeinden Rengetsweiler und Dietershofen, die Ortsvorsteher Ulrike Böhler und Karl Droxner sowie Anton Liehner von den Rengetsweiler Musikanten begrüßen. Alle 

vier sahen in ihren Grußworten noch einen Hoffnungsschimmer für das Orchester.

Im nächsten Jahr, wenn die Amtszeit der gewählten Funktionsträger auslaufe, müsse eine Entscheidung gefällt werden, sagte Siegbert Arzt als Vorsitzender. Sicher sei, dass er nach 15 Jahren sein Amt niederlegen werde. Es sei auch überlegenswert, ab dem nächsten Jahr einen Notvorstand einzusetzen. Der Zusammenhalt solle noch einmal bei einem Ausflug ins Erzgebirge zu einem Akkordeonbauer gepflegt werden.

Seinem Antrag, die Zahlung der Mitgliedsbeiträge weiter auszusetzen, stimmten die 14 Mitglieder zu. Das Vereinsvermögen in Höhe von 1450 Euro lasse dies zu, sagte Kassiererin Maria Müller.

Die Rengetsweiler Ortsvorsteherin Ulrike Böhler hatte in der Versammlung zur Rettung des Orchesters vorgeschlagen, ob in der Grundschule neben dem Flöten- auch noch ein Melodicakurs angeboten werden könne.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 06.05.2005

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