> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 12. März 2005
 

2006 Ortsjubiläum

Verein Dorfgemeinschaft schreibt rote Zahlen

Rengetsweiler (fah) Der Verein Dorfgemeinschaft Rengetsweiler will im nächsten Jahr das 750-jährige Ortsjubiläum feiern. Ob und wie Rengetsweiler seine urkundliche Ersterwähnung auf eine festliche Bühne bringen soll, war Thema in der Hauptversammlung des Vereins. Die Entscheidung trifft der Ortschaftsrat in seiner nächsten Sitzung am 16. März.

Über die Überlassung der Entscheidung an den Ortschaftsrat waren sich der Vereinsvorsitzende Anton Liehner, der Meßkircher Bürgermeister Arne Zwick, die Ortschaftsräte mit Ortsvorsteherin Ulrike Böhler an der Spitze und Vertreter der sieben Vereine schnell einig. Sie sprachen sich für die Gründung eines Festausschusses aus. Der Bürgermeister versprach, dass sich die Stadt an der Veröffentlichung einer Festschrift mit einem Betrag von 1500 bis 2000 Euro beteiligen werde. Rechtzeitig zum Jubiläum würden auch in Rengetsweiler Begrüßungstafeln aufgestellt sein.

Im kommunalen Haushalt 2005 seien keine Gelder für die Randenhalle eingestellt, erklärte Zwick. Dagegen erhalte der Kindergarten eine neue Umzäunung. Außerdem müssten Fenster erneuert werden. "Ein Intelligenzler hat die Fenster angebohrt, seither sind sie angelaufen." Er gehe von 15000 Euro Schaden aus.

Obwohl der aus dem Hallenförderverein hervorgegangene Verein seine Gemeinnützigkeit verloren habe, komme er dank eines Steuerberaters gut über die Runden, berichtete Vorsitzender Liehner. Die

Randenhalle sei gut ausgelastet und besonders bei Hochzeitsgesellschaften beliebt. Letztes Jahr sei vom Verein für 2000 Euro einen neuer Bühnenvorhang und für 4000 Euro eine Gläserspülmaschine angeschafft worden. Ein im Dorf gern angenommener Service sei die Vermietung von Biergartengarnituren. Drei Reinigungskräfte würden die Halle und die Sanitärräume pflegen.

Trotz der 18 Hochzeiten und einer Reihe von Festen weise die Vereinskasse 2004 ein Minus von 5600 Euro auf, berichtete Jürgen Willi. Die Dorfgemeinschaft verlange bei öffentlichen Veranstaltungen kein Eintrittsgeld. Für private Saalveranstaltungen werde 300 Euro verlangt. Für Hallenmieten seien an die Stadtkasse 7000 Euro geflossen, das meiste Geld stamme von den Hochzeiten. Als letzte Abschlagszahlung für den dritten Bauabschnitt der Randenhalle seien 1700 Euro an die Stadtkasse überwiesen worden.

In ihrem 15. Jahr als Protokollführerin berichtete Ursula Diener über die problemlose Unterbringung von Schülern aus der Meßkircher Partnerstadt Sassenage. Liehner dankte dem Bürgermeister für die Übernahme der Kosten und der Verpflegung, was auch für die 72-Stunden-Aktion der Landjugend gelte. In der Halle, so die Schriftführerin weiter, seien außerdem noch zahlreiche Festlichkeiten und Sportveranstaltungen durchgeführt worden. Bei Feiern mit Essen würden anderntags die Speisereste von einem Unternehmen abgeholt und entsorgt.


 
 

FALKO HAHN, Südkurier Meßkirch, 22.03.2005

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