> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 01. Februar 2005
 

Gerüchtestaub kräftig aufgewirbelt

Putzgarde des Narrenvereins Mühle-Vere Dietershofen hielt nichts zurück

Dietershofen - Die Putzgarde des Narrenvereins Mühle-Vere Dietershofen wirbelte am Samstagabend in der närrisch geschmückten Gemeindehalle den Gerüchtestaub eines ganzen Jahres auf. Wen die, den tollen Abend eröffnende, Ober-Mühle-Vere Regina Krall so alles sah, ließ sie unter Ausschütteln von Putzmittele redselig werden.

Sie betrachtete Männer, die ohne Putzfrauen auskommen müssen, wie Charlie Droxner etwa, bedauerte den gerade erst ins Amt gehobenen Ortsvorsteher von Dietershofen-Buffenhofen. Dem habe sein Bürgermeister mit dem Schließen der Schule auch gleich noch die Putzfrau weggeputzt.

Mit einem kurzen Wisch wurde in Uli Böhler die Ortsvorsteherin von Rengetsweiler im hochnärrischen Publikum erkannt. Die eine Moplänge weit weg in ihren Fliegerkostümen sich zeigenden Ringgenbacher Narren, wurden mit leichtem Spott gefragt: "Warum traged ihr Reifespuren an euch, sind ihr zu allem Unglück au no überfahren worden?" Dann machte sie die Bühne frei für ein von der Narrengesellschaft zusammengestelltes Superprogramm aus 15 spektakulären Auftritten.

Was denn in Dietershofen so geboten ist, das neueste aus dem Dorfgeschehen, brachte die als sieben Zwerge und Schneewittchen auftretende Nachwuchsgruppe auf den Gerüchtetisch. Toll auch die Stimmung beim Tanz der fünf Fischerinnen vom Bodensee. Das 

Noch im letzten Winkel von Dietershofen fand die Putzgarde von der Frauengymnastik ein Stäubchen mit Hintergrund. Fah/Bild: Hahn

altbekannte Ausflugs- und Heimatlied  wurde vom Publikum mit vollem Herzen mitgesungen. Voll eingeschlagen hat auch der überzeugend singende Traktorfahrer Thomas Schneider. Umjubelt auch das als südamerikanische Indios auftretende "Vere-Terzett" mit Siegbert Arzt, Horst Schuler und Jürgen Frick. Mit viel komödiantischen Können sangen die drei selbst umgemodelte Lieder.

Heiße Höschen für alle Jahreszeiten hatte sich Manfred Nothelfer angezogen. Weshalb der Bahnsteig für Unglück des Vergessens und Glück des Wiedererkennens seine Reize hat, zeigten Bahnhofsvorstand Anja Erath und Reisende Hilde Müller auf. Beklagenswert dagegen das Schicksal des gemeinen Ehemanns in dem Lied, das von Gisela Schneider vorgetragen wurde: Was sind das für schwache Männer, die in Heiratsanzeigen keine Frauen, sondern einen Traktor abgebildet sehen wollen?


 
 

 Falko Hahn, Südkurier Meßkrich, 01.02.2005

nach oben