> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 29. September 2005
 

Drei Festtage zum Ortsjubiläum

Ausschuss lotet Ablauf "750 Jahre Rengetsweiler" aus - Großes Engagement der Vereine

Der Fahrplan für das 750-Jahr-Jubiläum des Meßkircher Ortsteils Rengetsweiler ist zusammengestellt. Der Zug mit den Lokführern Uli Böhler und Gerhard Löffler steht unter Strom. In den Abteilen haben sich die Vorsitzenden der Vereine, Regina Marten, Rektorin der Nachbarschaftsgrundschule Rengetsweiler, sowie Margit Krumbholz vom Kindergarten eingerichtet.

Rengetsweiler - Um den bereits gut erkennbaren Fahrplan für das drei Tage dauernde Ortsjubiläum im nächsten Jahr festzumachen, um Vorschläge, Abweichungen und Änderungen aufzunehmen, traf sich der Festausschuss zum wiederholten Mal in der Randenhalle.

Schon seit Beginn der Gespräche sind Ortschaftsrat Gerhard Löffler und Ortsvorsteherin Ulrike Böhler von allen Beteiligten als die Organisatoren des Festablaufs anerkannt. Beim jüngsten Treffen lag dem Festausschuss erstmals ein von Löffler verfasstes schriftliches Konzept über die Tage vom 29. bis 31. Juli vor. Mit am Tisch saß der Kämmerer der Stadt Meßkirch, Joachim Buuk. Die Einladung an die Stadt war mit dem Wunsch verbunden, dass die Stadt die Abrechnung des Festes übernehmen soll. Dies wurde vom Kämmerer zurückgewiesen. Die Stadt habe sich bereits bei den Jubiläen in Heudorf und in Buffenhofen herausgehalten. In Rengetsweiler war man der Meinung, dass das Jubiläum zur Stadt gehöre.

In seinen Ausführungen zu finanziellen Fragen wie dem steuerlichen Freibetrag sagte der Kämmerer, dass sich Meßkirch mit 2000 Euro an einer Festschrift und dem Aufbau der Fotogalerie beteilige. Diese Zusage machte Bürgermeister Arne Zwick bereits vor einem halben Jahr bei der Gründungsversammlung. Sollte das Jubiläum einen Gewinn erwirtschaften, so Buuk, dann solle der einem gemeinnützigen Zweck im Sinne der Dorfgemeinschaft zugeführt werden. Dem schlossen sich alle Beteiligten an.

Mit dieser unerwarteten Absage einigte sich der Festausschuss dahin, dass der Gesangverein Rengetsweiler-Dietershofen und die Rengetsweiler Gruppe der katholischen Landjugendbewegung (KLJB) die Abrechnung des in der Randenhalle ablaufenden Festbetriebs übernehmen, im Außenbereich die Feuerwehr, der Narrenverein Randenmale und der Motorradclub.

Der Auftakt des Jubiläums beginnt am Samstag in der Randenhalle. In einem von den Vereinen mitgetragenen Festbankett mit ehemaligen Rengetsweilern wird Armin Heim, Archivar der Stadt Meßkirch, den Festvortrag über die Ortsgeschichte von Rengetsweiler halten. Eingeladen werden auch Prominente aus Politik und der Verwaltung. Im Schulhof wird ein Partyzelt mit bewirtetem Außenbereich stehen.

Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Kunigunde und der Abholung der Kirchgänger durch die Hohenzollern-Kürassiere zum Festplatz. Dort werden die Rengetsweiler Musikanten zum Frühschoppen aufspielen. Den Gästen wird ein reichhaltiger Mittagstisch angeboten. Wer an der selbst erfahrenen Erinnerung Lust hat, kann sich eine im Schulhaus aufgebaute Fotoausstellung zu Gemüte führen.

Im Mittelpunkt des sonntäglichen Geschehens wird das bäuerliche Leben früherer Tage unter dem Motto "Erntetechnik früher und heute" stehen. Von der Sichel über den Bindemäher bis zum modernen Mähdrescher wird ziemlich alles vorgeführt werden, was einmal auf Rengetsweiler Feldern fuhr. Der Höhepunkt dürfte eine Dreschvorführung mit der Kastendreschmaschine von Hubert Kille sein. In der Zimmerei Karl-Heinz Müller wird eine Ausstellung mit Werkzeugen des alten Holzhandwerks aufgebaut. Kinder der Grundschule und des Kindergartens werden auf der Schulhofbühne singen, Theaterstücke aufführen und andere Künste vorführen. Das Jubiläum endet mit einem Feierabendhock am Montag.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 29.09.2005

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