> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 18. September 2004
 

Nun eine Ortsvorsteherin

Uli Böhler vom Rengetsweiler Ortschaftsrat gewählt - Anton Liehner verabschiedet

Rengetsweiler bekommt eine Ortsvorsteherin: Der Ortschaftsrat wählte Uli Böhler als Nachfolgerin von Anton Liehner, der nach 29 Jahren von Bürgermeister Arne Zwick in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde.

Rengetsweiler (fah) Mit Uli Böhler wird Rengetsweiler eine neue Ortsvorsteherin bekommen. In der ersten Sitzung des neuen Ortschaftsrates in der Randenhalle wurde die Mutter von drei Kindern einstimmig von den Ortschaftsräten in ihr neues Amt gewählt. Stellvertreter wird Gerhard Löffler. Zahlreiche Zuhörer verfolgten die Sitzung.

Vorausgegangen war der Tausch von vier Plätzen am Ratstisch und die Verpflichtung der im Juni gewählten Ortschaftsräte Ursula Diener, Karl Diener, Thomas Liehner, Walter Schönfeld, Gerhard Löffler und der Ortsvorsteherin. Ausgeschieden und mit Geschenken der Stadt Meßkirch bedacht worden, sind der bisherige Ortsvorsteher Anton Liehner, Theodor Diener (20 Jahre), Jürgen Willi (5) und Gottfried Obert (5).

Mit Liehner, so Bürgermeister Arne Zwick, gehe nach 29 Dienstjahren ein altgedienter Ortsvorsteher von Bord. Er sei ein fast historisch zu nennendes Original. Was er hinterlassen habe, sei eine gute Infrastruktur. Über dessen kommunale Lebensleistung werde Gerhard Löffler noch zu berichten haben. Er würdigte dann Liehner, wie er als Mittzwanziger in die ihn nie mehr loslassen sollende Kommunalpolitik eingestiegen sei. Damals hätten ein paar über 50-jährige "Alte" Platz machen müssen, jetzt mache er selbst Platz für junge Leute. Die damals mehr als umstrittene Kreisreform zum Jahresanfang von 1975 habe zur "Zwangseingemeindung" nach Meßkirch geführt. Ein halbes Jahr später sei Liehner zum ersten Mal zum Ortsvorsteher gewählt worden. Bald darauf sei ein neuer Kindergarten eingeweiht worden. Damals sei Rengetsweiler vom dörflichen Leben geprägt gewesen, die Milch wurde noch in die Molke gebracht, Hochzeiten und andere Feiern wurden im "Frieden" abgehalten. Dank seiner Mithilfe hätten die Rengetsweiler Musikanten zu einem immer noch anhaltenden Höhenflug mit dem legendären "Rengetsweiler Waldfest" begonnen.

Mit einem erfrischenden Lachen nahm Uli Böhler die Glückwünsche von Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick zu ihrer Wahl als neue Ortsvorsteherin entgegen, die formal noch vom Gemeinderat bestätigt werden muss. Im Hintergrund ein zufriedener Alt-Ortsvorsteher Anton Liehner. 
fah/Bild: Hahn

Seiner Rastlosigkeit sei der Bau der Randenhalle zu verdanken. Mit ihr sei dann auch die immer größer gewordene Grundschule gesichert gewesen. Der so hoch Geehrte schaute selbst noch einmal zurück. In den 30 Jahren habe er viel Zeit gehabt, Objekte anzufangen. So konnte jeder, der in Rengetsweiler bauen wollte, auch einen Bauplatz kaufen.

Als eine seiner letzten Amtshandlungen gab Liehner für Rengetsweiler wichtige Dinge bekannt. Im Oktober werde das Oberschulamt über einen neuen Rektor entscheiden. Es gebe zwei Bewerber, einer davon sei Lehrer an der Grundschule Rengetsweiler. Das Kollegium werde durch eine kommissarisch eingesetzte Lehrerin aus Wald aufgefrischt. Die bisher von der Stadt Meßkirch befristet eingestellte Kindergartenleiterin habe nun eine unbefristete Stelle. Zu der 72-Stunden-Aktion der Landjugend Rengetsweiler werden nicht nur wie angekündigt sieben Jugendliche aus Frankreich erwartet, sondern wohl um die 40. Die würden in der Randenhalle in einem Massenlager untergebracht. Für die Verpflegung komme die Stadt Meßkirch auf.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 18.09.2004

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