> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 16. November 2004
 

Zwei Blaskapellen begeisterten ihr Publikum

Rengetsweiler und Otterswang gestalteten Doppelkonzert in der Randenhalle

Rengetsweiler - Unter dem Motto "Mit Musik kommt Sonne in den Herbst" gestalteten die Rengetsweiler Musikanten und die Musikkapelle Otterswang am Samstag einen gemeinsamen Konzertabend in der Rengetsweiler Randenhalle. Die beiden Kapellen boten dabei ein abwechslungsreiches Programm und vermittelten einen interessanten Querschnitt durch die breite Palette der Blasmusikliteratur mit dem Schwerpunkt auf volkstümlicher Unterhaltung.

Den ersten Konzertteil bestritt die Musikkapelle Otterswang unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Rolf Fischer. 30 aktive Musiker, und das aus einem Dorf mit nur 210 Einwohnern, hatten sich auf der Bühne der Randenhalle formiert, eine beachtliche Zahl. Nicht weniger beachtlich aber auch das erstaunlich gute Niveau des Ensembles, das sich als ausgewogen besetzter homogener Klangkörper präsentierte und bei seinen Darbietungen mit fein abgestufter Dynamik überzeugte. Mit der Leningrad-Ballade von Bill Joel setzte die Kapelle gleich einen effektvollen Auftakt mit getragenem Beginn und sich steigernd in einen machtvollen choralartigen Schluss. Beschwingte Weisen, rhythmisch gut akzentuiert boten die Otterswanger mit Spirital Moments und der gefühlvoll intonierten Julia-Ballade. Beim Pop Mamma Mia brillierte besonders der Holzsatz, ehe sich das Ensemble dann im wuchtigen Tutti voll entfalten konnte. Mit dem schneidig dargebotenen Militärmarsch "The Washington Post" vom John Philipp Susa verabschiedeten sich die Otterswanger, nicht ohne noch eine stürmisch verlangte Zugabe in Form einer schmissigen Polka zu gewähren.

Polka-Melodien böhmischen Einschlags dominierten dann auch im zweiten Konzertteil, den die Rengetsweiler Musikanten unter Leitung von Joachim Kille gestalteten. Die Gastgeber beeindruckten besonders mit einem stark besetzten Holz-Register mit neun Klarinetten, vier Flöten und ebenso vielen Saxophonen. Bei der "Jubiläumspolka" wechselten die Melodienläufe von Register zu Register mit jeweils verschiedenen reizvollen Klangbildern. Verinnerlichte Passagen interpretierten die Musikanten bei Ulrich Swillms "Über sieben Brücken", 

Beim stark besetzten Holzbläsersatz der Rengetsweiler Musikanten gaben weitgehend die Frauen den Ton an. ath/Bild: Heim

ehe die Rengetsweiler Musikanten mit "Hofkonzert mit Strauss" einen besonderen Glanzpunkt  setzten und dabei den Geschmack des Publikums voll zu treffen wussten. Bei diesem Potpourri hörte man wohlbekannte Operettenmelodien, Wiener Walzerklänge, wie auch den temperamentvollen Radetzkymarsch, wobei die Kapelle die einzelnen Übergänge mit Wechsel der Tempi tadellos meisterte. Beim Konzertstück "Böhmische Klarinetten" setzten sich die vier Solisten Marina Huber, Ann-Kathrin Knock, Simone Koch und Tanja Schuler gekonnt in Szene und meisterten souverän die perlenden Melodienläufe.Mit der Schnellpolka "Katharinen-Polka" und als Zugabe dem Konzertmarsch "mens sana in corpore sano" ging das begeistert aufgenommene Doppelkonzert zu Ende. Bleiben noch zu erwähnen die beiden Moderatorinnen Bettina Greinacher (Otterswang) und Monika Liehner (Rengetsweiler), die das Publikum mit den einzelnen Konzertstück und ihren Komponisten vertraut machten.

Die Vereinsvorsitzenden Siegbert Blum (Rengetsweiler) und Berthold Müller (Otterswang) sowie die Rengetsweiler Ortsvorsteherin Uli Böhler sprachen am Ende des Konzertabends den begeisterten Zuhörern aus dem Herzen als sie den Musikanten für den gelungenen Abend dankten.


 
 

Alfred Th. Heim, Südkurier Meßkirch, 16.11.2004

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