> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 01. Juli 2004
 

Altarraum wird erneuert

Arbeiten in der Rengetsweiler Pfarrkirche St. Kunigunde haben begonnen

Rengetsweiler (fah) In der katholischen Kirche St. Kunigunde haben am Montag die Arbeiten zur Umgestaltung des Altarbereichs begonnen. Fünf Jahre haben die Rengetsweiler auf die Genehmigung gewartet. Die Kirche ist 1959 an der Stelle einer altersschwachen Kapelle neu erbaut worden.

In der Früh des Tages stellte die Steinmetzmeisterin Carola Sonntag aus Pfullendorf in der Kirche zwei Hebegeräte auf, um die schweren Lasten der steinernen Altarmonumente aus ihren fest gefügten Standorten abtransportieren zu können. Die Marmorsteine wurden mit Flaschenzügen aus ihren Altarfassungen herausgehoben. Dabei unterstützten zwei Rengetsweilerinnen die Pfullendorfer Fachfrau tatkräftig.

Bereits vor fünf Jahren sei der Beschluss zur Neufassung des Altarraumes getroffen worden. Die Umsetzung sei wegen gegensätzlicher Meinungen des erzbischhöflichen Bauamts in Konstanz und der Pfarrgemeinde verzögert worden, berichtet der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Eduard Liehner. Das Bauamt wollte den bisherigen eckigen Altar erhalten, die Rengetsweiler Katholiken dagegen wollten einen in Form einer Schale. Am Ende habe der Pfarrgemeinderat die Konstanzer Planer überzeugt.

Die steinernen Einzelteile des Altars werden in der Pfullendorfer Steinmetzwerkstatt zu einem kleineren Altar umgestaltet. In spätestens drei Monaten soll dann die Kirche wieder als Gottesraum benützt werden können, dann tritt ein Brautpaar an den Altar um sich trauen zu lassen.

Der Altarraum der Rengetsweiler Kirche St. Kunigunde wird derzeit umgestaltet.
von/Bild: Hahn

Nach dem Abtragen des Altars wurde sofort die darunter liegende zweistufige Altarinsel entfernt. Der neue, näher ans Kirchenvolk gerückte Altar steht dann auf einer Ebene mit der Sakristei. "Die bisherige Altarhöhe war für uns Rengetsweiler einfach nicht mehr zeitgemäß", erklärt Liehner.

Mit der Neufassung wird auch der Klinkerboden im Chorbereich gegen Muschelkalkplatten ersetzt. Die Gestaltung der Altarwand bietet noch Diskussionsstoff. Ausgebaut und neu gestrichen wird auch das Gestühl. Dabei wird auch die technisch überholte Röhrenheizung durch neue Bankstrahler ersetzt.

Der Kostenvoranschlag, so berichtet Pfarrgemeinderatsvorsitzender Liehner, liegt bei 145000 Euro. Das Freiburger Ordinariat trägt die Kosten des Architekten in Höhe von 30000 Euro. Fast 80000 Euro sind im Haushalt eingestellt. An Fremdmittel müssen 20000 Euro aufgenommen werden. Der Rest wird durch Spenden und Eigenleistungen finanziert.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 01.07.2004

nach oben