> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 19. Juli 2003
 

"Jugendarbeit ist mein Hobby"

Franziskaner-Schwester Michaela Böhler übte Stück für Randenhalle ein

Rengetsweiler (hps) Wie erfolgreich die Jugendarbeit einer katholischen Nonne sein kann, zeigten Mädchen und Jungen, die in der Randenhalle Rengetsweiler ein Theaterstück über die Kindheit der heiligen Thérèse von Lisieux spielten.

Die Franziskanerin Michaela Böhler stammt aus Rengetsweiler und lebt seit elf Jahren in einem Kloster in Schwäbisch-Gmünd. Im Stadtteil Strassdorf betreut sie eine Mädchengruppe, die sich zweimal monatlich trifft. Mit diesen Mädchen übt die Ordensfrau Jahr für Jahr ein Stück mit religiösem Inhalt ein. "Die Jugendarbeit in Strassdorf ist mein Hobby."

In diesem Jahr haben sich die jungen Theatermacher aus Schwäbisch-Gmünd etwas Besonderes einfallen lassen. Ihr Stück spielten sie nur einmal und im Heimatort von Schwester Michaela. Unterstützung erhielten sie von sieben Kindern und Jugendlichen aus Rengetsweiler. Schwester Michaela: "Das war nicht so ganz einfach, weil nur ein Tag für die Proben zur Verfügung stand."

Schwester Michaela hat in Rengetsweiler nicht nur ihre Familie, sondern auch noch zahlreiche Freunde aus der Zeit, als sie selbst dort noch aktiv in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert war. Einige von ihnen sangen im Theaterchor mit oder halfen bei der Organisation. Die Halle war gut besucht, und wie der Beifall zeigte, kamen die jungen Laiendarsteller beim Publikum gut an.

Die aus Rengetsweiler stammende Franziskanerin Schwester Michaela übte für die Bühne in der Randenhalle ein Kinderstück ein. hps/Bild:Steinmüller

Thérèse von Lisieux lebte 1873 bis 1897 in einem nordfranzösischen Kloster. Ihre Mitschwestern hielten sie, die Dank einer
kirchlichen Ausnahmeerlaubnis, täglich die Kommunion empfangen durfte, für eingebildet und machten ihr nicht selten das Leben schwer. Zusätzlich litt die junge Frau ihr Leben lang an seelischen Ängsten, die Tuberkulose zwang sie immer wieder ins Krankenbett, ihr Vater war geisteskrank. Dass sie trotzdem fest in ihrem Glauben stand und ein offenes Herz für die Sorgen und Probleme anderer Menschen hatte, waren prägende Merkmale ihrer Persönlichkeit.

Das Theaterstück bestand aus Szenen, die für verschiedene Abschnitte aus der Kindheit und Jugend der Heiligen stehen. Den Kindern auf der Bühne machte es offenkundigen Spaß Theater zu spielen.


 
 

Steinmüller, Südkurier Meßkirch, 19.07.2003

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