> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 30. Dezember 2003
 

Auch neue Wasserleitung

Ringgenbach wird 2004 an Meßkircher Kanalnetz angebunden

Ringgenbach (fah) Mit dem Anschluss Ringgenbachs 2004 an das Abwassernetz der Stadt Meßkirch befasste sich der Ortschaftsrat. 1,35 Millionen Euro wird die Stadt dafür allein nächstes Jahr investieren (wir berichteten).

Anstoß des Vorhabens ist nicht zuletzt das Auslaufen der Betriebsgenehmigung der Kläranlage Rengetsweiler 2012. Bis dahin sollen auch die beiden östlichsten Meßkircher Stadtteile, Rengetsweiler und Dietershofen, an die Zentralkläranlage Menningen angeschlossen sein.

Laut Ortsvorsteher Hermann Fecht ist im März 2004, spätestens im April, mit einem Zuschussbescheid des Regierungspräsidiums Tübingen über 35 bis 38 Prozent der Gesamtkosten zu rechnen. Der Rest soll über eine Kreditaufnahme gesichert werden.

Im Zuge der Baumaßnahme soll auch das fast 50 Jahre alte Leitungsnetz der Wasserversorgungsgruppe Wald erneuert werden. Die neue Trinkwasserleitung werde noch einmal 260000 Euro kosten. Gesichert sei auch die Neuasphaltierung der durch den Ort laufenden Kreisstraße. Dafür sei der Kreis bereit, berichtete Fecht. Dazu gebe es noch einen Dohlenzuschuss von 11000 Euro.

Auch die Hausbesitzer würden über Anschlussbeiträge in die Pflicht genommen. Von dieser Seite sei mit einigen hunderttausend Euros zu rechnen. Um die Ringgenbacher über die Vorgehensweise der Anschlussarbeiten und über die eigene Finanzierung zu unterrichten, so der Ortschaftsrat, sind alle Betroffenen Ende Januar zu einer Anhörung in das Gemeindehaus eingeladen. Als Fachleute sollen Kämmerer Wolfgang Erb und Stadtbaumeister Uwe Hollauer das Vorhaben erläutern.

Trotz der Investition werde es über 2006 hinaus keine Erhöhung der Abwassergebühr geben, so Fecht. Ringgenbach profitiere vom Kanal auch durch die nun möglich gewordene Erschließung des 1990 von der Stadt ausgewiesenen Neubaugebiets Am Langacker Richtung Göggingen.


Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 30.12.2003