> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 04. März 2003
 

Es gibt einen Randen-Letzkopf

Närrischer Bürgerball in der Rengetsweiler Randenhalle

Rengetsweiler (sm) In Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen boten die Randen-Male in der Randenhalle ein zweistündiges Programm beim Bürgerball, welches beim närrischen Publikum sehr gut ankam. Durchs Programm führte der Vorsitzende des Narrenvereins Bernhard Moldenhauer, der auch für seine Mitglieder ein paar Verse parat hatte.

Zuvor hatten die jungen Rengetsweiler Musikanten, die sich an diesen Abend "Mondle-Musikanten" nannten, unter der Leitung von Edgar Böhler fetzige Guggemusik geboten. Und "Töni" Reinhard Ehrenmann hatte in dem Geschwisterpaar Frank Vochazer und Helmut Speh eifrige Frager vor sich. "Der Bur" will unbedingt Bürgermeister von Meßkirch werden, weiß bloß nicht wie. Töni holte kruzerhand Ortsvorsteher Anton Liehner auf die Bühne und verwandelte ihn in den Meßkircher Bürgermeister.

Anita Sessler schickte als Bäuerin ihren kranken Mann in Kur, dem es dort so gut gefiel, dass er nicht mehr zurückkam. Beim Tanz der Teenies zeigten Sarah Vogt, Ann-Katrin Koock, Daniela Schlegel und Simone Krall wie man sich im Rhythmus bewegt.

Wahre artistische Leistungen zeigten die Jedermannsturner des SV Rengetsweiler, die in Bademänteln und verdeckten Köpfen auf die Bühne kamen. Da flogen Menschenkörper durch die Luft, abgeschnellt vom Trampolin über den Sprungkasten auf die weiche Bodenmatte. Problemlos zeigten die Männer, was man auch im fortgeschrittenen Alter für große sportliche Sprünge machen kann.

Die Landjugend (KLJB) stellte in einem Chor eine "Reise nach Rom" musikalisch vor,

Die Rengetsweiler Jedermannsturner erhielten für ihre akrobatische Darbietung in der Randenhalle stürmischen Beifall vom Publikum. sm/Bild: Müller

wobei von drei Narren gezeigt wurde, wie viel Kleidung sich ein Mensch auf einmal anziehen kann, wenn er sie wieder auszieht. Urkomisch wirkte Helmut Speh als Tramp in voller Pennermontur mit Stahlhelm, Bierflasche, Pfeife und viel Gepäck, der von weit herkam und schmutzige Straßenlieder sang.

Danach behauptete "Töni", er sei der dritte Letzkopf, der von Rengetsweiler, nachdem es in Meßkirch ja schon zwei gebe, Martina Goldau aber ja nur der Bruder sei. In einem Zwiegespräch hatten es Carolin Diener und Fabian Huber mit einem Heiratsinserat, welches mit einem Hundeinserat verwechselt wurde. Sehr zur Freude des Publikums.

Den Abschluss dieses hochnärrischen Programms bildete der Holzhackertanz mit einer Milchkuh und einer Magd mit dem Melkschemel. Hier war stämmiger Rhythmus angesagt. Eine Zugabe war hier selbstverständlich, wie übrigens auch bei den Jedermannsturnern mit ihrem Salto mortale.


 
 

Siegfried Müller, Südkurier Meßkirch, 04.03.2003

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