> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 19. März 2003
 

Nur den Nachtfrost fürchtet er

Fastenmarschierer Rainer Bienefeld ist wohlauf und hat jetzt Thüringen erreicht

Meßkirch (von) Der Fastenmarschierer Rainer Bienefeld ist nach Angeban seiner Frau wohlauf und befindet sich derzeit im Frankenwald an der bayrisch-thüringischen Grenze. "Körperlich geht es ihm super, das Fasten ist kein Problem, nur der Rucksack ist ihm ein wenig schwer", sagte Sybille Bienefeld gestern.

Am Aschermittwoch hat sich bienefeld zu einem Fastenmarsch gegen den drohenden Irak-Krieg aufgemacht. Nach 1500 Kilometer Fußmarsch und nur Wasser, Tee und Säften als Verpfelgung will er am Ostersonntag Berlin erreichen.

Statt der vorgesehenen 30 bis 40 Kilometer schafft Bienefeld pro Tag allerdings nur etwa 25. Deshalb könne es sein, dass die Marschlänge etwas verkürzt werde, zumal in Nordeutschland noch keine Quartiere feststünden, erklärte Sybille Bienefeld.

Der Imkermeister führt kein Zelt sondern nur einen Biwacksack mit sich. Nachdem er ganz zu Beginn der Tour bei Minustemperaturen bereits einmal draußen übernachten musste, wolle Bienefeld ein Campieren unter freiem Himmel nach Möglichkeit vermeiden, zumal sein Körper durch das Fasten kälteanfällig sei, sagt seine Frau.

Der Fastenmarschierer sucht seine Route mit dem Kompass abseits der großen Straßen quer durch Wald und Feld. Bisher fand er aber kaum Begleiter. Am Sonntag möchte ab Weimar aber eine größere Gruppe von Friedensaktivisten auf der Etappe nach Erfurt mitwandern. In mehreren Städten habe Rainer Bienefeld bisher Gelegenheit gehabt, an Aktionen der Friedensbewegung mitzuwirken.

Bild: Hahn

Ihr Mann erfahre auf dem Weg viel Zuspruch, teilt Sybille Bienefeld mit. "Auch ich habe hier schon Briefe bekommen." Bedrückend sei für den Marschierer allerdings die derzeitige politische Wltlage, die auf einen baldigen Kriegsbeginn am Golf hindeute.

Informationen zum Fastenmarsch:

www.lebensoase.net


 
 

Markus Vonberg, Südkurier Meßkirch, 19.03.2003

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